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Konzertreihe vom 12. Juli bis 30. August

Jazz im Brunnenhof 2018

Zum 25-jährigen Jubiläum laden in diesem Sommer wieder die Stadt Trier und die ttm GmbH zusammen mit dem Jazz-Club Trier e.V., welcher dieses Jahr sein bereits 40-jähriges Bestehen feiert, in den Trierer Brunnenhof ein, um national und international erfolgreichen Jazz-Künstlern zu lauschen. Das Programm ist dabei so einzigartig wie die Künstler selbst – modern und klassisch, kraftvoll und ruhig, beschwingt als auch entspannt. Die Musiker reisen aus der ganzen Welt an, um Trier und seine Besucher mit ihrem Jazz-Sound zu begeistern und den Trierer Sommer traditionell zu bespielen.

Alle Konzerte finden ab 20 Uhr im Brunnenhof statt. Jazz im Brunnenhof ist Teil des DiMiDo Kultursemestertickets und somit für Studenten der Trierer Hochschulen kostenfrei. Ab 20 Minuten vor Konzertbeginn werden Karten bei Vorlage eines gültigen Studentenausweises an der Kasse ausgegeben. Bei ausverkauften Veranstaltungen haben Studierende keinen Anspruch auf Eintritt. Weitere Infos auf der Webseite des Studiwerks.

Schirmherrin der Veranstaltungsreihe ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer.


Donnerstag, 12. Juli: Tristan

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: Evelyn Kallansee - Lead & Backing Vocals, Sebastiaan Cornelissen – Drums, Frans Vollink – Bass, Coen Molenaar – Keys, Guy Nikkels - Guitars

The best of the seventies brought to 2018 - Tristans Musik kann man wohl am besten so beschreiben: Klassischer Wohlfühl-Acid-Jazz, kombiniert mit der Energie, dem Gefühl und dem Sound von heute gespielt von den wohl besten zeitgenössischen Pop- und Jazz-Musikern Europas. Funky Gitarren, Hammond, Fender Rhodes und Synthesizer ergänzen eine Rhythmus-Gruppe, die schon seit Jahrzehnten zusammenspielt. All diese Komponenten geben Sängerin Evelyn Kallansee das solide Fundament, um ihre wunderschöne Stimme darüber strahlen zu lassen.

Aufwendig produzierte Alben und Live-Konzerte werden nicht selten begleitet von Bläsern, Streichern oder Background-Sängern. Egal, ob die Musik an Toto, Tower of Power, Snarky Puppy oder an Klassiker der Acid-Jazz-Szene wie Incognito und Brand New Heavies erinnert - was die Band so außergewöhnlich macht, ist der hohe Grad an Power-Grooves und die große Qualität im Songwriting und Arrangement.

Tristans Debut-Album “Full Power“ fand einen überraschend frischen Einstieg in die Szene. Die darauffolgende Platte “2nd Phase“ schloss auch direkt an diesem Erfolg an. Beide Alben erreichten in den UK Soul Charts den ersten Platz und wurden von der Presse hoch gelobt. Auf einmal standen viele Türen im Ausland offen und die Fanbase wuchs stetig zu einer weltweiten Gemeinschaft heran.

Der Erfolg inspirierte die Band, das neue überraschende Album „Lifestyle“ zu schaffen. Wer es sich anhört, wird sofort überzeugt sein vom Drive und Engagement der Gruppe. Man bekommt den Eindruck, dass nur die höchste Qualität ehrlicher Musik den Anforderungen der Band entspricht. International angesehene Gast-Sänger verfeinern das Album und schärfen die Vielfalt rund um das Markenzeichen „Tristan“. Wenn man also intelligenten, gut arrangierten Acid-Jazz mag, der von First Class-Musikern gespielt wird, dann ist der Griff zum Album „Lifestyle“ mit Sicherheit die beste Wahl.


Donnerstag, 17. Juli: Hornstrom

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: Tobias Wember – Posaune, Klaus Heidenreich – Posaune, Markus Braun – Kontrabass, Silvio Morger – Schlagzeug

Der lebende Beweis dafür, dass man mit zwei Posaunen, Kontrabass und Schlagzeug wirklich Musik machen kann. Das frisch aufgenommene Programm "Dark" wird während der Tour 2017 erstmals live präsentiert und im Juni 2017 bei Doublemoon Records veröffentlicht. Nach dem Debütalbum "Endlich sinnfrei" (Konnex Records 2008) folgt mit "Dark" ein Programm, welches die musikalischen Weiterentwicklungen der einzelnen Bandmitglieder aufgreift und den Hornstrom-typischen Sound in neuem Licht erscheinen lässt. Komplexität und Spaßfaktor gehen hier nicht getrennte Wege, sondern miteinander aus.


Donnerstag, 26. Juli: Fillipa Gojo Quartett

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: Filippa Gojo – Gesang, Sebastian Scobel – Klavier, David Andres – Kontrabass, Lukas Meile – Percussion

Filippa Gojo singt wie andere Menschen atmen. Mit einer Selbstverständlichkeit, die sich nicht darum schert, dass man atmen muss, um leben zu können, mit einer Leichtigkeit, die völlig in den Hintergrund treten lässt, wie kunstvoll ihr Gesang ist und mit einem Selbstbewusstsein das keinerlei eitle Virtuositätsprotzerei benötigt.

Ihr Programm „Seesucht“ verbindet ihre Leidenschaft für brasilianische Musik und die Vorarlberger Wurzeln der gebürtigen Bregenzerin auf so raffinierte Weise, dass sich Leichtigkeit und Tiefgang, Ausgelassenheit und Ruhepol sowie brasilianische Sprache und Vorarlberger Mundart zu einer logischen Konsequenz zusammenfügen.

Filippa Gojo und ihrem Quartett gelingt das Kunststück, eine herausragende Stimme zu feiern und gleichzeitig in Musik aufgehen zu lassen. Ihre Wirkung auf das Publikum hat die Band längst bewiesen - etwa, indem sie im Jahr 2015 den Neuen Deutschen Jazzpreis in Mannheim gewonnen hat.


Donnerstag, 9. August: The Milt Jackson Project

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: Matthias Strucken - Vibraphonist, Martin Sasse - Piano, Matthias Nowak – Kontrabass, Leif Battermann - Drums

The Milt Jackson Project (MJP) - so heißt eine neue Formation, mit der sich der Vibraphonist Matthias Strucken seinem musikalischen Idol zuwendet: dem legendären Jazz-Vibraphonisten Milt Jackson, der als Mitbegründer des Modern Jazz Quartetts (MJQ) weltberühmt wurde. Das Milt Jackson Project legt vor allem den Schwerpunkt auf die Musik, die Milt Jackson in den 70ern bis 90ern mit Künstlern wie Oscar Peterson, Monty Alexander oder Ray Brown gespielt und veröffentlicht hat: soulige, bluesige und zum Teil funkige Stücke mit viel Raum für Improvisationen. Das Milt Jackson Project entwickelt diese Stücke zum Teil sogar weiter und interpretiert sie auf seine eigene Art.

Gemeinsam mit Martin Sasse (Piano), Matthias Nowak (Kontrabass) und Mathias Kornmaier (Drums) bringt Matthias Strucken diese Musik, die bei vielen Jazzfans in den Plattenschränken steht, aber leider sehr selten „live“ aufgeführt wird, wieder auf die Bühne.

Die aktuelle CD „A Tribute to Bags“ entstand im Februar 2011 im Loft in Köln und spiegelt das aktuelle Konzertprogramm der Band wieder. Sie wurde bereits bei 3sat (Jazzmusik in der Nacht) und im JAZZPODIUM vorgestellt.

Egal ob für eingefleischte Jazzfans oder Freunde von grooviger, souliger Musik: das Milt Jackson Project bietet ein besonderes Konzerterlebnis - mit einem coolen Touch von Retro!


Donnerstag, 16. August: Son del Nene

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: El Nene – Gesang, Gegory Lopez –Trompete und Gesang, Deivys Berroa – Bass und Gesang, Armando Lahullier - Tres Cubano und Gesang, Eduardo Acosta – Gitarre und Gesang, Rigoberto Gonzalez – Percussion, Yoendry Ferrer – Congas und Gesang

El Nene, mit bürgerlichem Namen Pedro Lugo Martinez, glänzt mit seinem ungemein kraftvollen und melancholischen Gesang. Auf der Bühne wirkt er wie eine jüngere Version des berühmten Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), mit dem er weltweit tourte. Ihm sieht er nicht nur optisch zum Verwechseln ähnlich – von dem „alten Herren“ hat er auch gelernt, wie man den Son Cubano authentisch singt. Und zwar so überzeugend, dass er mit seiner Gruppe „Los Jovenes del Son“ einen Latin Grammy gewann. In Wim Wenders Kinofilm „Musica Cubana – The Sons of Buena Vista“ spielte El Nene eine der Hauptrollen in den eindrucksvollen, musikalischen Passagen. Auf seinem letzten Tonträger „Lágrimas de Amor“ („Tränen der Liebe“) zeigt er die ganze Bandbreite seines Könnes: mit dem Klassiker „Fiebre de ti“ seine sentimentale, mit „Feliz recuerdo“ seine feurige, kubanische Seite. Ebenso vielseitig wie seine Scheibe ist sein Liveprogramm: Mal melancholisch und leise, mal überschäumend vor Lebensfreude und stimmgewaltig! Mit seiner siebenköpfigen Band „Son del Nene“ sorgt er für große Begeisterung und ist für alle ein Muss, die den traditionellen „Son Cubano“ lieben und ein Stück authentisches Kuba erleben wollen. Da bleibt wahrlich kein Bein auf dem Boden, denn man kann dieser Musik einfach nicht widerstehen.

Der traditionelle Son entwickelte sich durch die Verschmelzung von afro-kubanischen Trommelrhythmen und der Gitarrenmusik spanischer Farmer; seine Wurzeln reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte der Musikstil in die Hauptstadt Havanna. Von hier aus trat er dann seinen Siegeszug um die ganze Welt an und lebte nach Wim Wenders Welterfolg „Buena Vista Social Club“ vor allem im Ausland wieder auf.


23. August: Regionalabend mit Ad Hoc Jazz Quintett und Goerg Ruby Village Zone

Eintrittspreis: 10 Euro/14 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Ad Hoc Jazz Quintett

Besetzung: Christoph Biehl - Schlagzeug , Andreas Haller - Posaune , Sacha Heck - Keyboards, Sylvain Schrantz - Elektrobass , Nils Thoma - Saxophone, Kompositionen, Arrangements

Druckvoll, spielfreudig, eigensinnig – die Trierer Combo zielt mit ihren Arrangements und Instrumenten breitseitig auf Beine und Seele der Zuhörer. Zum Repertoire gehören neben Eigenkompositionen und -arrangements viel zu selten gehörte Nummern von Gerry Mulligan, Sammy Nestico, Pharao Sanders oder Paquito D’Rivera: Ein explosiver Mix aus Swing, West Coast und Latin, der beweist, dass auch Jazz rocken kann … ad hoc ist nicht nur Bandname, sondern auch Programm: Viele der präsentierten Stücke der Band um den Trierer Jazz-Club-Chef Nils Thoma werden on stage, ohne Ansage und nur mit augenzwinkernder Absprache, eben „ad hoc“, verändert, und man frönt diesem „Instant Composing“ auch gerne mal im Studio – ein Alptraum für den Mixer und eine Sinnesfreude für den Zuhörer ...

www.ad-hoc-jazz.de mit Hörbeispielen, Konzertdaten und vielen weiteren Infos

Georg Ruby Village Zone

Besetzung: Georg Ruby – Piano, Stephen Goldbach – Kontrabass, Daniel Weber – Schlagzeug, Percussion

Drei Vorlieben sind bei Georg Ruby, Stephan Goldbach und Daniel "D-Flat" Weber unüberhörbar: Das Miteinander der drei Musiker in der Umsetzung ihres eigenen Materials, fernab der Hierarchie längst überholter Konzepte des Klaviertrios. Die Lust an freier, spontaner Improvisation nach dem Prinzip des Instant Composing. Und ihr Spaß an der Verarbeitung der alten Standards. Hier bearbeitet die Band nicht das halbe Dutzend überspielter Hits der Jazzgeschichte, sondern präsentiert, neben selten gespielten Songs des Great American Songbooks, originelle Versionen von Stücken Theo Mackebens und Friedrich Hollaenders, der deutschen Song- und Standardschreiber der dreißiger und vierziger Jahre.

Georg Ruby ist Mitbegründer des mittlerweile legendären Stadtgarten-Projekts in Köln und u.a. zu erleben als Solo Pianist, Chef seines Kölner Blue Art Orchestra und zusammen mit seinem Duopartner Michel Pilz, einem der weltweit wichtigsten Improvisatoren an der Baßklarinette. Georg Ruby ist Leiter des Jazz-Studiengangs an der Hochschule für Musik (HFM) Saar in Saarbrücken und betreibt seit vielen Jahren das Kölner Label JazzHausMusik. Seine CD-Produktion „Deuxième Bureau“ - zusammen mit dem luxemburgischen Bassklarinettisten Michel Pilz vom New York City Jazz Record wurde zum Album des Jahres gewählt. Stephan Goldbach ist seit seinem Master-Studium an der HFM Saar in Saarbrücken in den Bereichen Improvisierte Musik, Neue Musik und Kammermusik ein vielfach angefragter Solist und Begleiter. Seine neue CD- Produktion "LouLou und die Heerscharen der Verfluchten" haben ihn in den Mittelpunkt der Medienöffentlichkeit gerückt. Daniel “D-Flat” Weber ist neben eigenen Unternehmungen wie “Weber’sHebel”, in die unterschiedlichsten Projekte eingebunden. Mit dem experimentellen Klaviertrio “Krassport” ist er Träger des “Grand Prix” und des “Prix de Public” des Jazzfestivals Avignon. Am 23.08.2018 wird bei einem Teil des Konzerts im Trierer Brunnenhof der junge Trierer Trompeter Vincent Pinn als Gast von "Village Zone" auftreten.


Donnerstag, 30. August: Markus Stockhausens Quadrivium

Eintrittspreis: 20 Euro/24 Euro (VVK/AK). Tickets können bei Ticket Regional erworben werden.

Besetzung: Markus Stockhausen - Trompete, Flügelhorn, Jörg Brinkmann – Cello, Angelo Comisso – Piano, Christian Thomé - Schlagzeug

Markus Stockhausen gilt als einer der besten Trompeter weltweit. Im Schnittfeld von Jazz, Klassik, Neuer Musik und elektronischen Experimenten forscht er unablässig nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Seit 2004 trat er im Trio „Lichtblick“ mit dem Pianisten Angelo Comisso und dem Perkussionisten Christian Thomé auf. Quadrivium baut auf die Erfahrungen des Trios auf und integriert nun den Klangreichtum des Cellovirtuosen Jörg Brinkmann, der die perfekte Ergänzung der Gruppe ist.

In den Stücken von Stockhausen, Comisso und Brinkmann, einer Synthese zwischen dem aktuellen Jazz und der europäischen Kunstmusik, bilden sich harmonische Verflechtungen von Komposition und Improvisation, die eine große Tiefe, eine klangliche Weite, aber auch eine Leichtigkeit, etwas Spielerisches und zuweilen Humorvolles entstehen lassen. Die erste Veröffentlichung des Quartetts erschien im August 2017 bei OKeh/Sony Music.

 

Jazz im Brunnenhof ist eine Veranstaltung der Stadt Trier in Kooperation mit der Trier Tourismus und Marketing GmbH sowie dem Jazz-Club Trier e.V.