Sprungmarken

Klimaschutzmanagement

Matthias Gebauer, Julia Hollweg und David Lellinger (v. l.) kümmern sich in der Stadtverwaltung um das Klimaschutzmanagement.
Matthias Gebauer, Julia Hollweg und David Lellinger (v. l.) kümmern sich in der Stadtverwaltung um das Klimaschutzmanagement.
Sie sollen den Klimaschutz in der Stadt voranbringen: Julia Hollweg, Da­vid Lellinger und Matthias Gebauer haben im Februar 2021 ihre Stellen als Klimaschutzmanager der Stadt an­getreten. 

Die Aufgabenliste ist voll: Die Er­stellung eines kommunalen Energie­berichts sowie einer Leitstrategie mit einem integrierten Klimaschutzkon­zept sind ebenso geplant wie Vor­schläge von konkreten Maßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit und Mitmach­angebote. Die Drei kooperieren eng mit Umweltdezernent Andreas Lud­wig, Johannes Hill von der städti­schen Stabsstelle Klima- und Um­weltschutz, der Lenkungsgruppe Kli­ma, Umwelt, Energie, dem Stadtrat und vielen weiteren Akteuren in der Stadt.

Ihre Arbeitsplätze haben die Klima­schutzmanager in der früheren Spar­kasse an der Römerbrücke sowie bei der Gebäudewirtschaft. Die beiden Stellen, die sich die drei Mitarbeiter in Teilzeit aufteilen, sind auf zwei Jahre befristet und werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitative mit 90 Prozent gefördert.


Die Klimaschutzmanager stellen sich vor

Matthias Gebauer
„Mit 59 Jahren neue Herausforderungen in der Verwaltung suchen? Ja! Gerade jetzt!“

Klimaschutz und die Bedrohungen durch den Klimawandel werden im politischen Abwägungsprozess immer gewichtiger. Nicht zuletzt durch die Dynamik der „Fridays-For-Future“ und die neuen Möglichkeiten des „Green Deal“ der EU sind heute alle relevanten Akteure bereit, gemeinsam Lösungen zu suchen und den Anforderungen der Klimaziele gerecht zu werden.

Bereits in meiner Magisterarbeit vor 32 Jahren beschäftigte ich mich mit den Problemen der menschgemachten Klimaveränderung und den Möglichkeiten, auf föderaler und kommunaler Ebene politisch gegenzusteuern. Diesem Interesse blieb ich in meinen weiteren Tätigkeiten treu. Während meines bisherigen Berufslebens und als Vorsitzender des Solarverein Trier gelang es mir, konkrete energietechnische Projekte anzustoßen und zu realisieren und gleichzeitig im Auftrag von Land und Kommune zur politischen Strategieentwicklung beizutragen.

Den Schwerpunkt meiner Aufgaben im zukünftigen Klimaschutzmanagement sehe ich insbesondere bei der Datenauswertung und ihrer strategischen Analyse. Diese muss einerseits auf der Ebene einzelner Objekte und Liegenschaften, andererseits aber auch im räumlich-energetischen Zusammenspiel mit seiner städtischen Umgebung erfolgen: Energieversorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Der gesamte Prozess zur konkreten Umsetzung der Energiewende mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren wie der Gebäudewirtschaft, den Stadtwerke, der Wohnungswirtschaft etc. muss bis zur abschließenden Erfolgskontrolle transparent und partizipativ erfolgen.


Julia Hollweg
„Die Menschen müssen in die Gestaltung des Klimaschutz-Prozesses eingebunden werden“

Die Folgen des Klimawandels sind überall auf der Welt zu spüren, Menschen und ihre Lebensräume sind auf ganz unterschiedliche Arten betroffen. Die Maßnahmen zum Klimaschutz müssen auf kommunaler Ebene geplant und umgesetzt werden, das bedeutet, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie Akteurinnen und Akteure sich an diesem Prozess beteiligen sollten. Das gelingt nur, wenn alle gut informiert werden und dann gemeinsam Maßnahmen ausgestalten, mit denen CO2 zukünftig reduziert werden kann. Trier muss an den aktuellen Klimawandel angepasst werden, damit die Stadt ein lebenswertes Umfeld für uns alle bleibt.

Ich habe an der Universität Trier Angewandte Geographie studiert und dort als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Raum- und Umweltwissenschaften gearbeitet. Schwerpunkte meiner Arbeit dort lagen im Bereich Ausbildung in der Humangeographie, Empirische Sozialforschung, Raumplanung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Tourismus. In ganz unterschiedlichen Forschungsprojekten habe ich mich mit Themen der nachhaltigen Kommunalentwicklung in Trier unter Gemeinwohlaspekten beschäftigt.
Damit Klimaschutz gelingt, müssen alle Menschen angehört werden, ihre Bedenken ernst genommen, aber auch die Dringlichkeit der Situation kommuniziert werden. Im Klimaschutzteam stehe ich für Information und Öffentlichkeitsarbeit als Ansprechpartnerin und auch als Koordinatorin der verschiedenen Arbeitsprozesse.


David Lellinger
„Klima- und Umweltschutz heißt sich zukünftig entfalten zu können, nicht sich einschränken zu müssen“

Nach meinem Bachelor-Studium der Gebäude- und Versorgungstechnik an der Hochschule Trier habe ich den darauf aufbauenden Master-Studiengang Energiemanagement belegt. Schwerpunktmäßig habe ich mich während des Studiums mit den Themen „Nachhaltiges Bauen“ sowie mit „Nah- und Fernwärmenetzen“ beschäftigt. Neben dem Studium habe ich in der Photovoltaik-Branche gearbeitet.

Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, nun konzeptionell und konkret an der Ausgestaltung von Klima- und Umweltschutz in Trier mitzuwirken.

Wichtig ist mir, mein privates Handeln nachhaltig zu gestalten und dem Zwiespalt zwischen Umweltaspekten und eigener Lebensgestaltung gerecht zu werden.

Im Klimaschutz-Team bin ich für die Erstellung und laufende Aktualisierung des Energieberichtes der Stadt Trier zuständig und arbeite eng mit dem Amt für Gebäudewirtschaft zusammen, wo ich auch mein Büro habe. 


Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemission leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Logos des Bundesumweltministeriums und der Nationalen Klimaschutzinitiative