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Der Auftrag des Kommunalen Bildungsmanagements

Bildung ist gerade auf kommunaler Ebene eine Querschnittsaufgabe.

Im strategischen Bereich gilt es die großen gesellschaftlichen Bildungsthemen auf die lokale Ebene zu bringen (Agenda Setting), ebenso wie die kommunal-relevanten Bildungsfragestellungen vor Ort zu identifizieren (Bildungsmonitoring). Im konzeptionellen Bereich müssen Anforderungen aus diesen Erkenntnissen definiert werden, um daraus schließlich konkrete Maßnahmen und Projekte zu entwickeln und umzusetzen (Bildungsmanagement).

Bildung ist im umfassenden Sinne eine Aufgabe, an der auf kommunaler Ebene viele Akteure beteiligt sind. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn diese Akteure in Zielrichtung und Umsetzung möglichst abgestimmt zusammenarbeiten (vernetztes Arbeiten). Hier setzt Kommunales Bildungsmanagement (KBM) an.

Bildungsmanagement

KBM ersetzt mit diesem Auftrag klassische kommunale (Bildungs-)Aufgaben nicht, sondern ergänzt und unterstützt diese in verschiedenen Formen. Es leistet Schnittstellenaufgaben, übernimmt Scharnierfunktionen und koordiniert Aufgaben, etwa dann, wenn strategische Ziele über mehrere Ämter hinweg oder gemeinsam mit Organisationen der Zivilgesellschaft bearbeitet werden müssen.

  • Im Sinne eines strategischen Bildungsmanagements soll das KBM referats- und akteursübergreifende Strategien der Bildung entwickeln, wie sie aus den bildungspolitischen Leitlinien bzw. aus den Beobachtungen aus dem Bildungsmonitoring abzuleiten sind.
  • Das KBM stellt sicher, dass neue Bildungsstrategien und weitreichende Bildungsaktivitäten in der Stadt kompatibel zu den Bildungsleitlinien sind. Es unterstützt hierbei die Einzelämter bei ihren konzeptionellen Tätigkeiten mit einem professionellen Projektmanagement.
  • Die Beteiligung der Zivilgesellschaft wird vom KBM organisiert. Dabei wird auch im Rahmen der Steuerung an den Schnittstellen der Bildungskette, an denen viele Akteure zusammentreffen, in themenspezifischen Verantwortungsgemeinschaften daran gearbeitet, dass gemeinsame Ziele verfolgt werden, immer unter Wahrung der jeweiligen Zuständigkeit im Sinne einer kooperative Bildungssteuerung.

Bildungsmonitoring

Bildungsdiskussionen zeichnen sich zumeist durch einen hohen Komplexitätsgrad verbunden mit sehr viel Emotionalität aus; die hohe Komplexität bewirkt zudem ein Mix an Zuständigkeiten innerhalb einer Verwaltung und über die kommunalen Strukturen hinaus. Zur Versachlichung von Bildungsdiskussionen kann eine klare Datengrundlage beitragen, zumal dann, wenn sie Bildungsverläufe und -erfolge über längere Zeiträume darstellt. Diese Leistung und die Identifikation von lokal relevanten Bildungsfragen erbringt das Bildungsmonitoring.

  • In Trier besteht die Aufgabe des Bildungsmonitorings in der Pflege und im Ausbau des Trierer Informationssystems Lebenslanges Lernen (TILL). Das System stellt alle verfügbaren Daten für die gesamte Bildungsbiografie der Trierer Bevölkerung aktuell zusammen; die Zusammenstellung umfasst alle Formen der Bildung (formal, nicht-formal und informell), ist in logischen Tabellen und aussagekräftigen Grafiken verfügbar und kann prinzipiell von beliebig vielen städtischen Arbeitsplätzen aufgerufen werden: „Bildungsdaten on demand“.
  • Das System wird vom KBM als einzige Datenquelle für Trierer Bildungsdaten gepflegt. Das KBM fungiert an dieser Stelle als dauerhafter Dienstleister für die anderen Ämter, die Bildungsdaten verarbeiten.
  • Aus diesem Datenpool und aus weiteren externen Daten werden regelmäßig Berichte zu spezifischen Bildungsthemen erstellt.

Agenda-Setting

Bildungsthemen sind stets wichtige Themen für eine Kommune, unabhängig davon, ob die Umsetzung letztlich in ihrer Zuständigkeit liegt oder nicht. Hier gilt es die richtigen Themen zur rechten Zeit zu identifizieren und für die Kommune aufzubereiten. Solche Themen ergeben sich aus aktuellen überregionalen Trends oder aus ganz konkreten Anforderungen der Stadt, wie sie sich z.B. aus dem Bildungsmonitoring darstellen können. Das KBM stellt solche Themen fest und greift sie in geeigneter Form auf. Ein vollständiges Agenda Setting beinhaltet dabei nicht nur das einmalige Aufnehmen, sondern auch die Anregung längerfristiger Diskussionsprozesse in den Gremien und/oder in der Öffentlichkeit bis zu einer Entscheidung, ob eine Fragestellung für die Stadt aufgegriffen wird.

Ansprechpartnerin

Institution: Kommunales Bildungsmanagement

Frau Dr. Caroline Thielen-Reffgen
Domfreihof 1a
54290 Trier

Telefon: 0651-718-3445