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Modellvorhaben Regiopolen und Regiopolregionen für Deutschland

Ein neuer Ansatz zur Sicherung der gleichwertigen räumlichen Infrastrukturausstattung

Die Stadt Trier hat seit 2013 in unterschiedlichen Konstellationen aktiv an der Diskussion und modularen Umsetzung dieses möglichen neuen Instrumentes gearbeitet (Präsentation in Berlin/2013). Sie hat mit der Hansestadt Rostock in 2016 die Gründung des Deutschen Regiopole-Netzwerks initiiert, an dem neben den Kommunen (Bielefeld, Erfurt, Paderborn, Rostock und Siegen), die Bundesraumordnung (vertreten durch Prof. Harald Herrmann), die Landesplanungen und die jeweiligen Bundestagsabgeordneten vertreten waren (Regiopole-Netzwerk).

Die Stadt Trier hat von 2018-2020 den Vorsitz des Netzwerks übernommen. Wichtig war hierbei eine Fachtagung 2018 in Trier, die die Meinungen wesentlicher Fachleute zusammenführen konnte (Dokumentation der Tagung). In dieser Phase konnte unter Federführung der Stadt Trier/Amt für Stadtentwicklung das Modellvorhaben „Regiopolen und Regiopolregionen für Deutschland“ initiiert werden, was letztendlich über einen detaillierten Antrag in eine Bewilligung des Bundes (Buhle, BMI/BBSR) überführt werden konnte (Antrag Regiopolen und Regiopolregionen für Deutschland). Das auf 3 Jahre ausgerichtete Modellvorhaben konnte wegen Corona jedoch nicht wie geplant in 2020 starten. Der Projektbeginn musste auf 01/2021 verschoben werden. Der Antrag wurde begleitet von einer weiteren Einbindung der MdBs aus den Regiopolen, die im März 2019 die sogenannten „Berliner Empfehlungen“ unterzeichneten (Berliner Empfehlungen). und damit dem Projekt ihre Unterstützung zusagten. Parallel konnte auf Initiative der Hansestadt Rostock im Bundestag ein Ausschuss „Parlamentskreis Regiopole“ eingerichtet werden (Pressemitteilung September 2018, Präsentation 2019 in Berlin).

Die Projektträgerin des Modellvorhabens ist die Stadt Trier, die auch die Geschäftsstelle beinhaltet.

Die v. g. Initiativen zeigen, dass es sich bei Regiopole um eine Initiative der entsprechenden Kommunen, also um „eine Initiative von unten“ handelt. Es geht darum, dass die Lebensbedingungen in den ausgewählten Infrastrukturbereichen in den Oberzentren (Regiopolen) mit und für die sie umgebenden Räume (Regiopolregion) gesichert und ausgebaut werden. Dies entspricht auch den Festlegungen der Gleichwertigkeitskommission unter Leitung von Minister Seehofer (Auszug).

Die bisherigen Arbeiten im Modellvorhaben in den jeweiligen Regiopolen, lassen erste grundlegende Erkenntnisse zu. Diese werden nachfolgend als Thesenpaare formuliert. Sie erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit. Sie sind vom Verfasser nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt worden. Zwischen den einzelnen Paaren kann und wird es weitere mögliche und begründbare Positionen geben.

Die Thesenpaare zeigen aber bereits auf, dass es in der Abhängigkeit des jeweiligen Infrastrukturbereiches eines Projektpartners einer Regiopole/Regiopolregion und der jeweiligen räumlichen, institutionellen und politischen Ausgangssituation sehr spezifische Vorgehensweisen zur Bearbeitung der Module im Modellvorhabens geben dürfte.

Die Thesenpaare sind nicht abschließend. Sie sind im weiteren Prozess zu überarbeiten und/oder um neue Thesenpaare zu ergänzen. Mit ihren jeweiligen Begründungen aus den (Zwischen)Ergebnissen des Modellvorhabens könn(t)en die Leitplanken zur Entwicklung und Umsetzung von Regiopolen/Regiopolregionen erarbeitet werden (im Sinne einer Bedienungsanleitung).

Wir möchten Sie als Facheinrichtungen bitten, dass Sie die vorliegenden Thesenpaare ergänzen, korrigieren und/oder um neue Thesenpaare ergänzen. Wir möchten einen iterativen Diskussionsprozess auslösen, um über unser Netzwerk hinaus weitere Fachmeinungen einzuholen.

Bitte arbeiten Sie Ihre Meinung in die beiliegende PDF-Datei (Thesenpaare) ein und/oder rufen Sie uns an, um uns Ihre Meinung und fachliche Position mitzuteilen. Ihre Ansprechpartner sind:

Prof. h.c. Dr. Johannes Weinand (johannes.weinand@trier.de, 06517181120)
Julia Schaefer (julia.schaefer@trier.de, 06517183121)

 
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