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Lebendiges Zentrum Innenstadt Trier

Aufstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK)

Grafik: Vielfarbige Brille mit Schriftzug Perspektive Innenstadt
Welche Perspektiven gibt es für die Innenstadt? Verschiedene Sichtweisen sollen im ISEK in den Blick genommen werden.

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Einleitung
Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept
Auftaktveranstaltung
Stadtspaziergänge
Tag der Städtebauförderung
Online-Beteiligung
Karte
Stadtratsbeschluss und Schlussdokument

Innenstädte und Zentren sind Orte für Begegnung und Kommunikation, Einzelhandel, Arbeiten und Wohnen. Sie sind einem kontinuierlichen Wandel unterworfen. Das 2020 neu formierte Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ unterstützt Kommunen dabei, diesen Wandel zu gestalten und Stadt- und Ortszentren zu attraktiven, multifunktionalen und identitätsstiftenden Orten für Menschen unterschiedlicher Herkunft weiterzuentwickeln. Innenstädte sollen so nachhaltig gestärkt und belebt werden.

Wesentliche Aufgabe des Programms „Lebendige Zentren“ ist es hierbei, in den Innenstädten hohe Aufenthaltsqualitäten durch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten auf der Grundlage des Bestandes zu schaffen. Die Gestaltung des öffentlichen Raums spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie das besondere baukulturelle Erbe – vor allem in historischen Altstädten wie Trier - und die Integration von Maßnahmen zu Klimaanpassung und -schutz.

Wandel der Funktion und Nutzungen

Wie viele Innenstädte ist auch das Zentrum Triers einem steten und teils tiefgreifenden Wandel unterworfen: Aktuell sollen die erforderliche Transformation der Innenstadtfunktion und -nutzungen, die Anforderungen einer veränderten Mobilität, Digitalisierung und dem seit der Amokfahrt 2020 gestiegenen Sicherheitsbedürfnis ebenso wie die bestehenden Defizite im öffentlichen Raum angegangen werden.

Um den Wandel zu einem nutzungsgemischten, multifunktionalen Ort städtebaulich gezielt gestalten zu können, hat sich die Stadt Trier mit Erfolg darum bemüht, in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen zu werden.

Mit Programmaufnahme am 28. März 2022 durch das Land wurde der Stadt eine Förderung von 15 bis 20 Millionen Euro für den Kernbereich der Trierer Innenstadt in Aussicht gestellt. Bis zum Jahr 2033 können nun gezielt Maßnahmen zur Weiterentwicklung umgesetzt werden. Die Stärkung des Klimaschutzes und die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel sollen einen wesentlichen Bestandteil der Maßnahmen darstellen. Die Umsetzung des Urbanen Sicherheitskonzepts zur Reduzierung der Befahrbarkeit der Fußgängerzone und Plätze bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufenthaltssicherheit ist seitens des Landes als Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms gesetzt.

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)

Die Umsetzung von Städtebaufördermaßnahmen erfolgt auf Basis eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK), welches zum Programmbeginn unter breiter sowohl analoger als auch digitaler Beteiligung der Öffentlichkeit aufgestellt wird. Da bauliche Entwicklungen häufig einen großen zeitlichen Vorlauf benötigen und die Stadtentwicklung über Generationen hinweg prägen, ist eine integrierte, vernetzte Planung mit Abstimmung der wesentlichen Akteurinnen und Akteuren von großer Bedeutung.

Im ISEK werden unter anderem die Ziele für die künftige mittel- bis langfristige Entwicklung bestimmt, hierzu erforderliche Maßnahmen definiert und die für die weitere Umsetzung über Städtebaufördermittel finanzierten Maßnahmen festgelegt.

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung zum ISEK fand am 14. Dezember 2022 in den Viehmarktthermen statt. Alle, die in der Innenstadt wohnen, arbeiten oder dort unterwegs sind, waren herzlich eingeladen sich in die Erstellung des ISEK einzubringen. Im Fokus standen Freiräume und Gebäude sowie Baustruktur.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte das beauftragte Büro MESS Stadtplaner, Kaiserslautern, in Kooperation mit berchtoldkrass space & options, Karlsruhe, und Anne Krämer – kooperative Stadtentwicklung, Leipzig, die Städtebaufördermaßnahme und die ersten Arbeitsergebnisse zum Untersuchungsgebiet vor.

Die Teilnehmer der Präsenz-Veranstaltung konnten hierzu über Notizzettel oder Redebeiträge ein Feedback geben, Fragen stellen und Anregungen geben. Der Input der Öffentlichkeit aus der Präsenz-Veranstaltung sowie der Online-Beteiligung fließt in die weitere Auswertung und Konzepterstellung ein.

Videoaufzeichnung der Auftaktveranstaltung:

 

Stimmen zur Auftaktveranstaltung:

 

 

Stadtspaziergänge

Mit drei Stadtspaziergängen wurde die Beteiligung der Öffentlichkeit am 25. März 2023 fortgesetzt. Dabei wurde das Untersuchungsgebiet genauer betrachtet. Mögliche Handlungsansätze und Maßnahmen wurden vor Ort unter die Lupe genommen und diskutiert.

Folgende Spaziergänge fanden statt:

  • Bahnhofsumfeld - Porta Nigra und Umfeld - Eingang Fußgängerzone.
  • Fußgängerzone
  • Viehmarkt - Augustinerhof - Römerbrücke und Moselufer.

Stadtspaziergänge im Video:

 

Tag der Städtebauförderung

Im Rahmen des Tags der Sätdtebauförderung fand am 13. Mai 2023 im Ladenlokal der früheren Wäschegalerie Heinemann (Brotstraße 11) ein Innenstadtidalog zum ISEK statt, bei dem die Ergebnisse des bisherigen Arbeits- und Beteiligungsprozesses durch das Fachbüro MESS und die Beigeordneten Thilo Becker und Ralf Britten vorgestellt und zur Diskussion gestellt wurden. Weitere Veranstaltungen, darunter zwei Stadtspaziergänge, rundeten das Programm ab.

Video zu den Veranstaltungen am Tag der Städtebauförderung:

 

Videoaufzeichnung des Innenstadtdialogs:

 

 

Online-Bürgerbeteiligung

Vom 12. bis 30. Mai 2023 konnten die inzwischen definierten Ziele, Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge für das ISEK auf der neuen Beteiligungsplattform der Stadt Trier unter mitgestalten.trier.de eingesehen werden. Registrierte Nutzerinnen und Nutzer der Plattform konnten die Vorschläge des ISEK online kommentieren und priorisieren. Dazu wurden 20 Maßnahmen in drei Kategorien aufgeteilt: Strategische, gesamträumliche und teilräumliche Maßnahmen. Aus jeder Kategorie können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer je einen Favoriten, also das für sie wichtigste Projekt, auswählen.

Bei den strategischen Maßnahmen geht es um Konzepte, Leitfäden und Projektideen, zum Beispiel für einen Treffpunkt für Jugendliche ohne Konsumzwang.

Unter die gesamträumlichen Maßnahmen fällt unter anderem die Schaffung barrierefreier Toilettenanlagen, aber auch das bereits in der Umsetzung befindliche Urbane Sicherheitskonzept.

Bei den teilräumlichen Maßnahmen geht es um die Aufwertung einzelner Plätze und Quartiere, bei denen ein besonders dringender Handlungsbedarf besteht. Neben dem Porta-Nigra-Umfeld zählen dazu der Bahnhofsvorplatz und der Rindertanzplatz, aber auch die Erreichbarkeit des Moselufers.

Karte Untersuchungsgebiet

Das ISEK konzentriert sich auf das hier hervorgehobene Gebiet, das vom östlichen Moselufer mit der Römerbrücke über den Augustinerhof, die Fußgängerzone und die Porta Nigra mit ihrem Umfeld bis zum Hauptbahnhof reicht. 

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken!

Das ISEK untersucht im Bereich des vorläufigen Untersuchungsgebietes die Ziele der künftigen Entwicklung und priorisiert die Maßnahmen, die im Rahmen der Städtebaufördermaßnahme zur Umsetzung kommen. Der vorläufige Untersuchungsbereich mit einer Größe von knapp 80 Hektar umfasst den zentralen Kern der Innenstadt in der Achse Hauptbahnhof - Porta Nigra - Fußgängerzone - Augustinerhof – Römerbrücke.

Stadtratsbeschluss und Schlussdokument

Knapp ein Jahr nach der Auftaktveranstaltung hat der Stadtrat das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept in seiner Sitzung am 7. Dezember 2023 einstimmig beschlossen. 

Priorisierte strategische Maßnahmen:

  • Gestaltungsleitfaden Stadtmöblierung
  • Untersützung klimaangepasster Städtebau
  • Nutzungspool "Innenstadt für Alle"

Priorisierte gesamträumliche Maßnahmen:

  • Urbanes Sicherheitskonzept
  • Öffnung und Vernetzung von Freiräumen
  • Stärkung Umweltverbund
  • Konzept öffentliche Toiletten

Priorisierte teilräumliche Maßnahmen:

  • Neugestaltung Umfeld Porta Nigra
  • Gestalterische und klimatische Aufwertung Fußgängerzone
  • Neugestaltung Rindertanzplatz
  • Rautenstrauchpark und Umfeld Frankenturm

Download Schlussdokument (47 MB)

ISEK LZ Innenstadt - Stadt Trier

 

 
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