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Erneuerung der Verkehrsverbindungen in Trier-West

Die Verkehrswege in Trier-West bekommen im Rahmen des Stadtumbaus ein Update: Nach der Sanierung der Luxemburger Straße stand ab Juli 2020 der Bau eines Kreisels am Knotenpunkt Römerbrücke im Blickpunkt. Nach dessen Fertigstellung fiel im Juli 2022 der Startschuss für den Bau der neuen Verbindungsstraße "Überbrücken" als Nord-Süd-Achse zwischen der Hornstraße und Im Speyer. 2023 beginnen die Bauarbeiten für den Neubau der Eisenbahnüberführung zwischen der Römerbrücke und der Eurener Straße. Für Ende 2024 ist die Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs auf der Trierer Weststrecke mit dem neuen Regionalbahn-Haltepunkt Trier-West geplant.

Sanierung Luxemburger Straße

Die Sanierung der Luxemburger Straße 2019 auf dem 1,1 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Überführung der Straße Im Speyer und dem Knotenpunkt Römerbrücke diente vor allem dem Lärmschutz, wobei das zum Teil noch vorhandene Kopfsteinpflaster herausgenommen wurde. In insgesamt acht Bauphasen wurden außerdem schadhafte Bordsteine ausgetauscht, die Entwässerungsanlagen instandgesetzt, ein neuer dreilagiger Asphaltoberbau eingebaut und ein Schutzstreifen für den Radverkehr markiert.

Römerbrückenkopf West

Edeltrud Bayer (Landesbetrieb Mobilität), Ortsvorsteher Marc Borkam und Beigeordneter Andreas Ludwig (v. l.) entfernen die letzte Barriere am neuen Römerbrückenkreisel.Neben dem Bau des Kreisels umfasste das Projekt den Ausbau der Zufahrten aus der Eurener Straße, Aachener Straße und Luxemburger Straße, die Erneuerung der Gehwege und Fußgängerquerungen, der Straßenbeleuchtung, der Bushaltestelle und der Stützmauer der Bahnrampe sowie die Verlegung neuer Wasser- und Gasleitungen durch die Stadtwerke.

Untersuchungen hatten ergeben, dass ein Kreisverkehr die künftigen Verkehrsströme, die sich durch die neue Verbindungsstraße in Trier-West und durch häufigere Schrankenschließungen bei Reaktivierung der Eisenbahn-Weststrecke ergeben werden, besser aufnehmen und ableiten kann. Da sich zum Beispiel der von der Luxemburger Straße in Richtung Eurener Straße fließende Verkehr erheblich verstärken wird, wären ohne den Kreisel zwei Linksabbiegestreifen erforderlich gewesen. Dies war aus Platzgründen jedoch nicht möglich.

An dem neu gestalteten Knotenpunkt kommen die Fußgängerinnen und Fußgänger stärker als bisher zu ihrem Recht: An jeder Einmündung in den Kreisel gibt es einen Zebrastreifen. Mit der Eröffnung des Regionalbahn-Haltepunkts Trier-West in unmittelbarer Nähe dürfte sich das Fußgängeraufkommen deutlich erhöhen.

Die gestalterische Modernisierung und Aufwertung umfasste unter anderem die Verwendung von Natursteinpflaster für die Gehwege. Für einen späteren Zeitpunkt ist im Rahmen der Städtebauförderung eine Neugestaltung und Begrünung der Platzfläche rund um die bisherige Sparkassenfiliale geplant. Durch die Schaffung von Blickachsen und neuen Abgängen zur Mosel soll nicht zuletzt die Römerbrücke besser in Szene gesetzt werden.

Nach knapp anderthalb Jahren Bauzeit wurde der Kreisel im November 2021 für den Verkehr freigegeben. Die Kosten für das vom Landesverkehrsministerium geförderte Projekt beliefen sich auf insgesamt rund 4,2 Millionen Euro.

Verbindungsstraße "Überbrücken"

Baudezernent Andreas Ludwig (3. v. l.), ADD-Präsident Thomas Linnertz (3. v . r.), Ortsvorsteher Marc Borkam (r.) und die beteiligten Bauleiter greifen zur Schippe und geben das Startsignal für die neue Straße Überbrücken. Sie wird die Verkehrsströme in Trier-West ab 2024 neu ordnen: Mit dem offiziellen Spatenstich starteten im Juli 2022 Tiefbauarbeiten für die neue Nord-Süd-Achse zwischen der Hornstraße und der Lokrichthalle. Es handelt sich um die größte Einzelinvestition im Rahmen des Stadtumbaus Trier-West.

Mit dem Bau der 1,2 Kilometer langen Verbindungsstraße, die den Namen „Überbrücken" tragen wird, verbindet sich das Ziel einer gleichmäßigen Verteilung und Entlastung der Verkehrsströme. Im Norden schließt die Trasse an den Knotenpunkt Hornstraße / Markusstraße an, der als Kreisverkehr ausgebaut wird. Mit Ausnahme des südlich des Edeka-Parkplatzes gelegenen Abschnittes verläuft die Straße dann parallel zur Eisenbahn-Weststrecke bis zur Straße „An der Lokrichthalle".

Der Neubau einer Straße ist ein sehr komplexes Projekt für eine Bauverwaltung. Entsprechend liefen die Vorbereitungen im Rathaus schon seit mehreren Jahren. Zunächst mussten Strommasten der Deutschen Bahn versetzt werden. Dann kümmerten sich die Planer um den Schutz der auf dem Areal lebenden Mauereidechsen, für die in der Nähe ein neues Habitat geschaffen wurde. Es folgte der Bau eines Kanalsystems zur Oberflächenentwässerung zusammen mit den Stadtwerken. Zuletzt stand eine Kampfmittelsondierung auf dem Programm, da es auf der geplanten Trasse Verdachtspunkte für Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gab, die sich aber zum Glück nicht erhärteten. Zusätzlich zu diesen Arbeiten vor Ort wurden im Hintergrund mit dem Grunderwerb und der Bauleitplanung die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen.

Auf 15,5 Millionen Euro wurden die Baukosten zuletzt geschätzt. Der größte Teil des Geldes fließt aus Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes.