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Städtische Wohnungen

Die Stadt Trier verfügt derzeit noch über rund 650 Wohnungen in unterschiedlicher Größe und Ausstattung. Der Wohnungsbestand liegt schwerpunktmäßig in den Stadtteilen Trier-West und Mariahof, ist aber auch vereinzelt über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt über die Wohnungsberatungsstelle nach vorheriger Wohnungsbewerbung und nach sozialen Auswahlkriterien.

Die städtischen Wohnungen sind das vorrangige Angebot, auf das sich viele Menschen bewerben, weil sie aus unterschiedlichen Gründen auf dem freien Markt keine für sie finanziell tragbaren Wohnungen finden können. Dies sind auf der einen Seite Haushalte, die als Ergebnis von Räumungsurteilen wohnungslos geworden sind (gesetzliche Unterbringungsverpflichtung) und auf der anderen Seite Haushalte, die auf Grund ihrer speziellen Lebenssituation von Vermietern oft abgelehnt werden, sowie Haushalte, die ihren Lebensunterhalt noch aus eigener Kraft tragen können, allerdings auf preiswerte Wohnungen mit geringerem Standard angewiesen sind.

Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre haben sich bei der Wohnungsberatungsstelle jährlich 520 Haushalte für eine städtische Wohnung beworben. In der Regel konnte nur etwa der Hälfte der Bewerbungen eine Wohnung auf dem freien Markt oder im städtischen Bestand erfolgreich vermittelt werden.

Sanierungen und Neubau

Die städtischen Wohnungen sind derzeit in einem sanierungsbedürftigen baulichen Zustand. Der Abbau des Sanierungsstaus hat begonnen, so konnten im Februar 2017 sanierte Wohnungen in der Magnerichstraße wieder von ihren Mietern bezogen werden. Im Stadtteil Mariahof ist die Innen- und Außensanierung städtischer Wohnblocks angelaufen. Um der großen Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum gerecht zu werden, ist die Stadt Trier wieder in den Neubau von Sozialwohnungen eingestiegen: Als erstes Projekt entsteht östlich des Hofguts Mariahof ab Juni 2017 ein Neubau in Modulbauweise mit 31 Wohnungen. Ein ähnliches Projekt, das ebenfalls bereits vom Stadtrat beschlossen wurde, ist für das Baugebiet BU 14 im Stadtteil Filsch geplant.

Wohnungsbaugesellschaft

Um die Sanierung und Erneuerung der städtischen Sozialwohnungen zu forcieren, plant das Rathaus die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft mit privater Beteiligung. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat im November 2017 gefasst. Demnach soll mit europaweiter Ausschreibung ein Partnerunternehmen gesucht werden, das in eine gemeinsame GmbH mit der Stadt einsteigt. Daran soll die Stadt 49 Prozent der Anteile halten, der private Partner 51 Prozent – wobei der Stadt das Recht eingeräumt werden soll, im Konfliktfall die Anteilsverteilung umzukehren. Die Anteilsmehrheit des privaten Partners hat den Vorteil, dass die Gesellschaft nicht an das Vergaberecht gebunden ist, bei Ausschreibungen von Baumaßnahmen also auch nachverhandeln und Wohnungen damit günstiger sanieren kann als die Verwaltung.

Zu den Aufgaben der Gesellschaft soll nicht nur das Sanieren von städtischen Wohnungen gehören. Dort, wo die Wohnungen sehr marode sind, sollen auch Häuser abgerissen und durch größere Neubauten ersetzt werden. Ziel ist, diese Aufgabe innerhalb von 15 Jahren abzuschließen.

 
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