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Förderung der zivilgesellschaftlichen Gedenkarbeit in der Stadt Trier

Die bestehende Gedenkarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus in Trier ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren durch viele Initiativen in der Zivilgesellschaft weiterentwickelt. Die Ausstellung „Gemeinsam gegen Antisemitismus“ des Vereines „Für ein Buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts“ und die mediale Lichtinstallation „Erinnerlicht“ der Arbeitsgemeinschaft Frieden aus dem Jahr 2021 sind nur zwei Beispiele für die zahlreichen Aktivitäten. Der Rat der Stadt Trier unterstützt dies und fördert Projekte zur zivilgesellschaftliche Gedenkarbeit in der Stadt Trier. Dafür steht ein Fördertopf in Höhe von insgesamt 10.000 Euro bereit.

Die Förderung soll dazu dienen,

  • der Opfer des Nationalsozialismus der Stadt Trier würdig zu gedenken und eine aktive und nachhaltige Beschäftigung mit ihren Lebensgeschichten zu ermöglichen;
  • die Orte der nationalsozialistischen Verfolgung in der Stadt Trier (und Region) sowie die Erinnerungen und Zeugnisse der Verfolgten dauerhaft zu bewahren, zu dokumentieren, zu erforschen und zugänglich zu machen;
  • die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zu seinen Verbrechen in der Stadt Trier zu fördern und zur Reflexion auf die Gegenwart anzuregen.
  • sich mit der Kunst und Kultur der Opfer des Nationalsozialismus aus der Stadt Trier und der Region auseinanderzusetzen
  • Projekte zu berücksichtigen, die sich mit aktuellem Antisemitismus befassen

Bis einschließlich 31. Oktober 2022 können Projektskizzen bei der Stadtverwaltung Trier unter der Mailadresse
zivilgedenken@trier.de
eingereicht werden.

Das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz sowie das Amt für Presse und Kommunikation der Stadt Trier sichten die vorliegenden Projekte und entscheiden gemeinsam mit den zuständigen Dezernenten über die Bezuschussung der Projekte. Diese sollten für eine öffentliche Präsentation durch die Antragsteller entweder bei oder im Umfeld einer jährlichen, feierlichen Stadtratssitzung am 27. Januar geeignet sein. Inhalt der Skizze ist die Beschreibung des Projektes mit Zielsetzung und geplantem Ablauf sowie ein Kostenfinanzierungsplan. Hierfür stehen Vorlagen zur Verfügung (siehe Downloads auf dieser Seite). Zu berücksichtigen ist des Weiteren, ob das Projekt bereits intern (Verwaltung) gefördert wird, denn eine Doppelförderung durch die Stadt Trier ist ausgeschlossen. Die maximale Förderung eines Projektes beträgt 50 % der veranschlagten Gesamtkosten, die Stadt Trier wird durch Nennung und Darstellung des Logos auf begleitenden Medien berücksichtigt.

Wer kann Anträge stellen?

Grundsätzlich können alle nichtstaatlichen Organisationen, eingetragene gemeinnützige Jugendverbände, Vereine, Fördervereine von Schulen Anträge stellen. Einzelpersonen oder andere Interessierte (z.B. Schulen), die mit gemeinnützigen Organisationen kooperieren.

Mit Bewilligungsbescheid des Projektes können die Gelder nach Mittelabruf verwendet werden. Im Rahmen einer vorgegebenen Frist muss dann die Verwendung nachgewiesen werden, ansonsten wird eine Rückzahlung fällig. Es gelten die Allgemeinen Bewilligungsbedingungen der Stadt Trier.