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Förderung der zivilgesellschaftlichen Gedenkarbeit in der Stadt Trier

Die bestehende Gedenkarbeit zu den Opfern des Nationalsozialismus in Trier ist vielfältig und hat sich in den letzten Jahren durch viele Initiativen in der Zivilgesellschaft weiterentwickelt. Die Verlegung von über 200 Stolpersteinen in Trier durch die AG Frieden und den Kulturverein Kürenz, die Veranstaltungen der Jüdischen Kultusgemeinde zum Gedenken der Opfer des ersten Deportationszuges von Luxemburg über Trier ins Ghetto Lodz oder das neue Mahnmal für die deportierten jüdischen Bürgerinnen und Bürger Triers durch die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Trier im Jahr 2020 sind nur einige Beispiele für die zahlreichen Aktivitäten. Der Rat der Stadt Trier unterstützt dies und fördert Projekte zur zivilgesellschaftliche Gedenkarbeit in der Stadt Trier. Dafür steht ein Fördertopf in Höhe von insgesamt 10.000 Euro bereit.

Die Förderung soll dazu dienen,

  • der Opfer des Nationalsozialismus der Stadt Trier würdig zu gedenken und eine aktive und nachhaltige Beschäftigung mit ihren Lebensgeschichten zu ermöglichen;
  • die Orte der nationalsozialistischen Verfolgung in der Stadt Trier (und Region) sowie die Erinnerungen und Zeugnisse der Verfolgten dauerhaft zu bewahren, zu dokumentieren, zu erforschen und zugänglich zu machen;
  • die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus und zu seinen Verbrechen in der Stadt Trier zu fördern und zur Reflexion auf die Gegenwart anzuregen;
  • sich mit der Kunst und Kultur der Opfer des Nationalsozialismus aus der Stadt Trier und der Region auseinanderzusetzen;
  • Projekte zu berücksichtigen, die sich mit aktuellem Antisemitismus befassen.

Bis einschließlich 31. August 2021 können Projektskizzen eingereicht werden bei der

Stadtverwaltung Trier
Amt für Presse und Kommunikation
Augustinerhof, Verw. Geb. I
54290 Trier

Das Amt für Presse und Kommunikation sichtet die vorliegenden Projekte und entscheidet gemeinsam mit dem Oberbürgermeister über die Bezuschussung der Projekte. Diese sollten für eine öffentliche Präsentation durch die Antragsteller entweder bei oder im Umfeld einer jährlichen, feierlichen Stadtratssitzung am 27. Januar geeignet sein. Inhalt der Skizze ist die Beschreibung des Projektes mit Zielsetzung und geplantem Ablauf sowie ein Kostenfinanzierungsplan. Zu berücksichtigen ist des Weiteren, ob das Projekt bereits intern (Verwaltung) gefördert wird, eine Doppelförderung durch die Stadt Trier ist ausgeschlossen. Die maximale Förderung eines Projektes beträgt 50 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten, die Stadt Trier wird durch Nennung und Darstellung des Logos auf begleitenden Medien berücksichtigt.

Wer kann Anträge stellen?

Grundsätzlich können alle nichtstaatlichen Organisationen, eingetragenen gemeinnützigen Jugendverbände, Vereine und Fördervereine von Schulen Anträge stellen. Einzelpersonen oder andere Interessierte (zum Beispiel Schulen), die mit gemeinnützigen Organisationen kooperieren.

Mit Bewilligungsbescheid des Projektes können die Gelder per Mittelabruf verwendet werden. Im Rahmen einer vorgegebenen Frist muss dann die Verwendung nachgewiesen werden, ansonsten wird eine Rückzahlung fällig. Es gelten die Allgemeinen Bewilligungsbedingungen der Stadt Trier.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Christian Millen, Tel. 0651-718-2130.

Ansprechpartner

Institution: Amt für Presse und Kommunikation

Herr Christian Millen
Rathaus, Am Augustinerhof 54290 Trier

Telefon: 0651 / 718-2130

Telefax: 0651 / 718-1138