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Klimaschutz und Energiewende in Trier

Bild: Aufbau einer Windkraftanlage der Stadtwerke Trier
Aufbau einer Windkraftanlage der Stadtwerke Trier. Foto: SWT

In Trier wurde am 25. Juli 2019 erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen eine Temperatur von über 40 Grad gemessen. Ein Einzelereignis, das ein Schlaglicht auf den weltweiten Klimawandel wirft, dessen Eindämmung durch eine Reduktion des CO2-Ausstoßes auch die Kommunen vor neue Herausforderungen stellt.

Der Trierer Stadtrat hat im September 2019 mit großer Mehrheit eine Resolution zum Klimanotstand beschlossen. Darin heißt es: "Der Stadtrat Trier erkennt an, dass die Klimakrise eine existentielle Bedrohung ist und deswegen schnell und konsequent gehandelt werden muss."     

Bereits 2007 hatte sich der Stadtrat in einem Grundsatzubeschluss zur Förderung der Stromversorgung und -erzeugung aus erneuerbaren Energien bekannt. Die Versorgungs-GmbH der Stadtwerke Trier (SWT) hat sich in der Zwischenzeit von einem lokalen Energieversorger zu einem wichtigen regionalen Energieproduzenten entwickelt. Ein dreistelliger Millionenbetrag wurde in Beteiligungen und in den Bau eigener Windkraft- und Photovoltaikanlagen investiert, darunter das Windkraftwerk Nusbaum mit einer Nennleistung von 29,9 Megawatt und das Solarkraftwerk Föhren mit 8,4 Megawatt. Die regionalen Erzeugungsanlagen der SWT produzieren zusammen rund 165 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht der Versorgung von 47.000 Musterhaushalten. 

Nächstes Großprojekt unter Beteiligung der Stadt Trier und der SWT ist der Energie- und Technikpark (ETP) im Stadtteil Kürenz, ein gemeinsamer Betriebshof mit über 400 Arbeitsplätzen und einer weitgehend autarken Energieversorgung, die zum Teil aus dem benachbarten Klärwerk der Stadtwerke generiert wird. Der ETP wurde als nachhaltiges Gewerbegebiet zertifiziert.

Ein weiteres Vorhaben im Rahmen der regionalen Energiewende ist der Bau eines Pumpspeicherkraftwerks bei Mehring an der Mosel, wobei zur Zeit Fördermöglichkeiten durch die Europäische Union abgeklärt werden.

Jede Kilowattstunde regional und regenerativ erzeugten Stroms dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern stärkt auch die Wertschöpfung vor Ort. Daher fördert die Stadt mit einer Reihe weiterer Initiativen die Energiewende:

  • Das Energiequartier Trier-Innenstadt (EQTI) soll beispielhaft Wege zu Energieeffizienz und Klimaneutralität in einem Viertel der Altstadt aufzeigen 
  • Das Solardachkataster ermöglicht es allen Hauseigentümern mit wenigen Klicks zu recherchieren, ob sich die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach rechnet
  • Nachdem die Energieagentur des Vereins Lokale Agenda 21 bereits mehrere Bürgersolarkraftwerke auf Dächern von städtischen Schulgebäuden initiiert hatte, ging 2012 auf dem Petrisberg die von der Trierer Energiegenossenschaft (Treneg) betriebene erste freistehende Photovoltaikanlage im Trierer Stadtgebiet in Betrieb
  • Das Klimasparbuch gibt Tipps und Hinweise für einen energieeffizienten Alltag in Trier und Umgebung.
 
Bildergalerie
  • Aufbau einer Windkraftanlage der Stadtwerke Trier
  • Am Grüneberg im Stadtteil Kürenz wird ein früheres Fabrikgelände in den gemeinsamen Energie- und Technikpark der Stadt Trier und der SWT umgewandelt.
  • Solarkraftwerk der Stadtwerke Trier bei Föhren.
 
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