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Umgestaltung Römerbrückenkopf West

Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Platzes am westlichen Römerbrückenkopf.
Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Platzes am westlichen Römerbrückenkopf.

Die Verkehrswege in Trier-West bekommen ein Update: Nach der Erneuerung der Luxemburger Straße steht ab Juli 2020 der Bau eines Kreisels am Knotenpunkt Römerbrücke im Blickpunkt. Die Kosten für das Vorhaben, das auch die Erneuerung von Versorgungsleitungen umfasst, belaufen sich auf insgesamt rund 4,2 Millionen Euro. Verkehrsminister Volker Wissing überreichte am 9. Dezember 2019 für das Projekt einen Förderbescheid der Landesregierung in Höhe von gut zwei Millionen Euro an Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Sperrungen und Umleitungen

In der abschließenden Bauphase, ab 18. Oktober 2021, wird unter anderem die neue Fahrbahndecke aufgebracht. Der Knotenpunkt und die Römerbrücke müssen für diese Arbeiten voll gesperrt werden. Die Aachener Straße ist von Norden, die Luxemburger Straße von Süden her bis jeweils zur Baustelle anfahrbar. Die im Baufeld liegenden Betriebe und Gebäude sind jedoch nur fußläufig erreichbar. Die Römerbrücke ist für Kraftfahrzeuge in beide Richtungen gesperrt. Die Baustelle ist jederzeit für Fußgänger und Radfahrer, unter der Auflage „Radfahrer absteigen“, auf den ausgeschilderten Routen passierbar. Die Zufahrt aus der Eurener Straße und Hornstraße über die Eisenbahnbrücke auf den Knotenpunkt bleibt gesperrt. Der Schwerlastverkehr wird weiträumig über die Adenauer-Brücke und das rechte Moselufer umgelenkt. Für den Pkw-Verkehr verläuft die Umleitung ab Luxemburger Straße über Im Speyer, Eurener Straße und Hornstraße zur Kölner Straße und umgekehrt.

Die Stadtbus-Linie 1 wird über die Konrad-Adenauer-Brücke umgeleitet, fährt weiter über die Straße Im Speyer und teilt sich dort zur Erschließung von Euren in zwei unterschiedliche Routen auf. Die Sternbuslinie 81 wird weiträumig über die Kaiser-Wilhelm-Brücke umgeleitet.

Diese Verkehrsregelungen gelten voraussichtlich bis Mitte/Ende November 2021. Anschließend wird der neue Kreisel für den Verkehr freigegeben. 

Was wird gebaut?

Neben dem Bau des Kreisels umfasst das Projekt den Ausbau der Zufahrten aus der Eurener Straße, Aachener Straße und Luxemburger Straße, die Erneuerung der Gehwege und Fußgängerquerungen, der Straßenbeleuchtung, der Bushaltestelle und der Stützmauer der Bahnrampe umfasst sowie die Verlegung neuer Wasser- und Gasleitungen durch die Stadtwerke.

Untersuchungen haben ergeben, dass ein Kreisverkehr die künftigen Verkehrsströme, die sich durch die neue Verbindungsstraße in Trier-West und durch häufigere Schrankenschließungen bei Reaktivierung der Eisenbahn-Weststrecke ergeben werden, besser aufnehmen und ableiten kann. Da sich zum Beispiel der von der Luxemburger Straße in Richtung Eurener Straße fließende Verkehr erheblich verstärken wird, wären ohne den Kreisel zwei Linksabbiegestreifen erforderlich gewesen. Dies ist aus Platzgründen jedoch nicht möglich.

Künftig sollen an dem Knotenpunkt die Fußgängerinnen und Fußgänger stärker zu ihrem Recht kommen: An jeder Einmündung des Kreisels ist ein Zebrastreifen geplant. Mit der Eröffnung des Regionalbahn-Haltepunkts Trier-West in unmittelbarer Nähe dürfte sich das Fußgängeraufkommen deutlich erhöhen.

Damit der Römerbrückenkopf zu einem echten Eingangstor für Trier-West wird, ist auch eine gestalterische Modernisierung und Aufwertung vorgesehen, unter anderem mit Natursteinpflaster auf den Gehwegen. Nach der Fertigstellung des Kreisverkehrs ist im Rahmen der Städtebauförderung eine Neugestaltung und Begrünung der Platzfläche rund um die bisherige Sparkassenfiliale geplant. Durch die Schaffung von Blickachsen und neuen Abgängen zur Mosel soll nicht zuletzt die Römerbrücke besser in Szene gesetzt werden.

 
Bildergalerie
  • Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Platzes am westlichen Römerbrückenkopf.
  • OB Wolfram Leibe und Baudezernent Andreas Ludwig freuen sich über den Förderbescheid für den Knotenpunkt Römerbrücke West, den Verkehrsminister Volker Wissing (2. v. l.) und Hans-Michael Bartnick (r.), stellvertretender Leiter des Landesbetriebs Mobilität Trier, ins Rathaus mitgebracht haben.

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