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05.05.2017 | Empfang des OB

Ehrenamt ist keine Einbahnstraße

Bild: Die Ehrenamtler mit OB Leibe, Kulturdezernent Thomas Schmitt und Mitgliedern des Stadtrats in den Viehmarktthermen.
Die Ehrenamtler freuen sich mit Oberbürgermeister Wolfram Leibe (hinten links) und Kulturdezernent Thomas Schmitt (hinten rechts) sowie Mitgliedern des Stadtrats über ihre Ehrung.
Wer von OB Wolfram Leibe für sein ehrenamtliches Engagement in der Stadt geehrt werden möchte, muss sich mindestens zwei Jahre lang als Trierer für Trier ehrenamtlich engagieren. Jedes Jahr schreibt die Ehrenamtsagentur alle Trierer Vereine und Organisationen an und bittet um entsprechende Vorschläge. Vorschlagsberechtigt ist mittlerweile jeder Trierer Bürger. Früher war diese Aufgabe den Ortsvorstehern vorbehalten. Die ausgewählten Personen werden dann zu einem Empfang eingeladen. So wie am Donnerstag in die Viehmarktthermen.

Beide Seiten profitieren

„Das Ergebnis der Rückmeldungen ist dann immer ganz spannend für uns, wir bekommen dann einen Querschnitt durch die ganze Gesellschaft“, weiß Carsten Müller-Meine, Geschäftsführer der Trierer Ehrenamtsagentur. Im vergangenen Jahr moderierte er erstmals gemeinsam mit Oberbürgermeister Leibe die Veranstaltung. „Das hat richtig Spaß gemacht“, erinnert er sich. Und offenbar dem OB auch gut gefallen. Denn auch in diesem Jahr traten die beiden bei der Ehrung wieder als Tandem auf.

Die Begrüßung der Bürger, die zum Teil in Begleitung gekommen waren, obliegt natürlich immer dem Oberbürgermeister. Für ihn sei dieser Empfang immer eine ganz besondere Sache, teilte Wolfram Leibe mit und lieferte auch gleich die Begründung dafür: „Sie alle sind Vorbilder. Sie machen Mitbürgern Mut, es ihnen gleichzutun. Sie alle zeigen, dass es sich lohnt, sich für unsere Gesellschaft zu engagieren.“ Denn dieses Tun und Handeln sei keine Einbahnstraße: „Man bekommt über die Menschen, für die man sich engagiert, sehr viel zurück.“ Beide Seiten würden davon profitieren, so Leibe. Ohne dieses Engagement habe eine Gesellschaft keinen Bestand: „Die Erfahrungen mit den Flüchtlingen haben gezeigt, dass eine Kommune die Herausforderungen ohne die ehrenamtliche Hilfe nicht hätte bewältigen können.“

Urkunde und Wein als Dank

Und dann war es an Carsten Müller- Meine, die einzelnen Bürgerinnen und Bürger nach vorne zu rufen. Als Zeichen des Dankes erhielten alle eine Urkunde mit dem Dank des Oberbürgermeisters, des Stadtvorstands und des Rates. Und als kleine symbolische Zugabe gab es wahlweise noch eine CD oder eine Flasche Wein. Auch bei dieser Ehrung war die Spanne des ehrenamtlichen Engagements breit aufgestellt. Feuerwehrleute waren ebenso dabei wie Betreuer für Demenzkranke und Studenten, die sich juristisch für Flüchtlinge einsetzen, standen Seite an Seite mit gestandenen Karnevalisten.

Die Geehrten

Johanna Scherf, Andreas Resch, Heiko Kratz, Volker Kreber, Alice Thiel, Renate Schmitt, Ewald Thömmes, Martin Weber, Günter Rommelfanger, Christel Schäfer, Gudrun Kypke, Brigitte Pfeiffer- Jung, Melitta Zeimet, Jürgen Jakobs, Ammar Bustami, Marion Poma, Ulrike Tüffers-Schuh, Regina Göbel, Heidi Buchholz, Siglinde Willems, Hans-Rüdiger Cadenbach, Astrid Lorig, Uwe Heinsdorf, Susanna Ingeln, Bernd Petri, Marianne Modrok, Wolfgang Funke und Helga Büdenbender.