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06.04.2021

Endlich angekommen

OB Wolfram Leibe bürgert Familie Sulaiman aus Syrien ein

OB Wolfram Leibe (l.) freut sich mit Familie Sulaiman aus Syrien über deren Einbürgerung.
OB Wolfram Leibe (l.) freut sich mit Familie Sulaiman aus Syrien über deren Einbürgerung. Sami Sulaiman kam 2014 nach Deutschland, seine Frau Jveen folgte ihm sieben Monate später.

Es war ein großer Tag für Familie Sulaiman aus Syrien. Von Oberbürgermeister Wolfram Leibe persönlich erhielt sie ihre Einbürgerungsurkunden und hat damit offiziell die deutsche Staatsangehörigkeit. 2014 entschieden sich Sami Sulaiman und seine Frau Jveen Yusef angesichts des Bürgerkriegs in Syrien dafür, ihre Heimat im Nordosten des Landes, nahe der Grenze zur Türkei, zu verlassen. Sulaiman flüchtete zunächst ohne seine Frau und kam im September 2014 über Bulgarien und die Türkei nach Deutschland.

Sieben Monate später folgte ihm seine Frau. Beide fingen sofort an, die deutsche Sprache zu lernen. 2016 kam Tochter Klara zur Welt, 2019 folgte Sohn Roni. Nur anderthalb Jahre nach seiner Ankunft in Deutschland begann Sulaiman wieder, als Arzt zu arbeiten. Der 41-Jährige ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie. War er zunächst am Klinikum Bitburg tätig, wechselte er Anfang des Jahres zum St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil. Sein großer Wunsch, so sagte es Sulaiman, sei, irgendwann wieder als Gastroenterologe in seiner eigenen Praxis zu arbeiten – wie er es auch in Syrien getan habe.

Jveen Yusef hat in Syrien englische Literatur studiert und als Lehrerin gearbeitet. Die 32-Jährige ist aktuell auf der Suche nach einer Arbeitsstelle und lernt weiter die deutsche Sprache. In Trier fühlt sich die Familie sehr wohl. Sie mag vor allem die Innenstadt und hat sich einen Freundeskreis aufgebaut. Ein Großteil ihrer Verwandtschaft lebt noch im bürgerkriegsgeplagten Syrien. „Wir versuchen, sie zu unterstützen wo es geht“, sagte Sami Sulaiman.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe freute sich, Familie Sulaiman die Einbürgerungsurkunden überreichen zu dürfen: „Viele verstehen nicht, was es bedeutet, Heimat und Kultur zu wechseln. Ich freue mich, dass sie in unserer Gesellschaft angekommen sind“, sagte Leibe.

 
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