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14.08.2020

Bezeichnung „Wissenschaftliche Bibliothek“ würdigt einzigartige Bestände

(pe) Seit knapp drei Monaten hat die Stadtbibliothek an der Weberbach einen neuen Namen: Wissenschaftliche Bibliothek der Stadt Trier. Geblieben sind die Bezeichnungen Stadtarchiv und Schatzkammer. Für die Bibliothek an der Weberbach bedeutet die Bezeichnung nach Einschätzung ihres Direktors Professor Michael Embach eine deutliche Aufwertung: „Sie betont den wissenschaftlichen Charakter und lenkt den Blick auf die einzigartigen Bestände. Mit ihren gut 3000 Handschriften aus dem Mittelalter und ebenso vielen Drucken aus der Zeit Gutenbergs gehört die Trierer Bibliothek zu den bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art.“

Der „Codex Egberti“ ist seit 2004 Teil des Unesco-Weltdokumentenerbes, für die „Ada“-Handschrift ist dieser Status beantragt. Das angegliederte Archiv hat reiche Bestände aus kurfürstlicher, französischer und preußischer Zeit. Mehr als 5000 mittelalterliche Urkunden dokumentieren die Geschichte der Stadt und des früheren Kurfürstentums. Unter den vielen Papst- und Kaiserurkunden finden sich Stücke, die bis in die Zeit um 1000 zurückreichen. Embach: „Als Gedächtnis der Stadt ist das Trierer Stadtarchiv ein gern besuchter Ort der Forschung, Information und Wissensvermittlung.“ Die Schatzkammer als weitere angegliederte Einrichtung hat eine eindrucksvolle Sammlung kostbarer Handschriften und Drucke aus 1000 Jahren.

Der Name Wissenschaftliche Bibliothek verdeutlicht, so Embach, zudem das hohe Engagement der Stadt für die Kultur: „Nur ganz wenige Städte in Deutschland sind in der Lage, Bibliotheken und Archive mit einer nationalen und internationalen Bedeutung zu unterhalten. In Trier geschieht dies aus dem lebendigen Bewusstsein heraus, einer europäischen Kernregion anzugehören, für die der Austausch von Kultur und Bildung traditionell einen hohen Wert hat.“

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