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Der Untergang des römischen Reichs

Landesausstellung in Trier vom 25. Juni bis 27. November 2022

Plakat der Landesausstellung
Offizielles Plakat zur Landesausstellung. (c) Büro Wilhelm, Amberg/Rheinisches Landesmuseum Trier (GDKE)
2022 findet in Trier die Landesausstellung "Der Untergang des römischen Reichs" statt. Wie schon in der Vergangenheit bei den Ausstellungen zu den römischen Kaisern Konstantin und Nero sowie zum 200. Geburtstag von Karl Marx handelt es sich um eine Gemeinschaftsausstellung der Museumsstadt Trier mit den drei Standorten Rheinisches Landesmuseum, Stadtmuseum Simeonstift und Museum am Dom. Insgesamt werden auf einer Ausstellungsfläche von rund 2000 Quadratmetern in 31 Sälen 700 Exponate gezeigt, die aus 130 Museen in 20 Ländern stammen.

Das römische Imperium war gewaltig. Es nahm auf seinem Höhepunkt ein riesiges Gebiet ein, das die meisten Teile des heutigen Europas, Nordafrikas sowie des Nahen Ostens umfasste. Nur dank intelligenter Führung, einer straffen Verwaltung und innovativer Infrastruktur konnte es Jahrhunderte überdauern. Und trotzdem ging das Römische Reich unter – aber warum und wie? Die Gründe werden schon lange diskutiert. Gab es Vorboten des Zerfalls? Wie verwaisen einstmals blühende Metropolen? Und was ist das Erbe des gefallenen Imperiums?

Das Rheinische Landesmuseum Trier wird sich den beiden letzten, „dunklen“ Jahrhunderten der römischen Geschichte widmen. Mit internationalen Spitzenexponaten wird die Geschichte des Römischen Reiches in der Spätantike lebendig und zeigt, welche historischen Ereignisse und Prozesse zum Niedergang des römischen Staates führten.

Das Stadtmuseum Simeonstift breitet die spannende Rezeptionsgeschichte des Themas in der abendländischen Geistes- und Kunstgeschichte aus: In der Vorstellung des 19. Jahrhunderts bedeutete der Untergang des Römischen Reiches Unabhängigkeit und Freiheit für ehemals Beherrschte. Die Erzählungen um Nibelungen, Dietrich von Bern und Uther Pendragon verarbeiteten das Geschehen auf sagenhafte Weise und trugen so zur Identitätsbildung der modernen europäischen Völker bei. Zahlreiche Gemälde vor allem des 19. Jahrhunderts beschäftigen sich mit den Gründen für den Untergang des römischen Reichs.

Das Museum am Dom befasst sich mit der Rolle des Christentums sowie dem grundlegenden Wandel der religiösen Welt in dieser Übergangszeit.

Besucherinfos

Eröffnung: 25. Juni 2022
Letzter Tag: 27. November 2022

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreis: 22 Euro, ermäßigt 19 Euro (Kombiticket für alle Museen). Daneben gibt es Sondertarife für Familien und Gruppen sowie Tickets für die einzelnen Museen.

Sonderausstellung der Schatzkammer

Zeitlich parallel zur Landesausstellung und passend zur Thematik zeigt die Schatzkammer der Wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt Trier die Sonderausstellung "Das Fortwirken Roms in der Bildungsgeschichte des Mittelalters". Sie dokumentiert die Wirkung der antiken Konzeption der sieben freien Künste im Spiegel kostbarer Handschriften und früher Drucke aus eigenen Beständen. Der Bogen spannt sich vom frühen Mittelalter bis in den Humanismus und die Renaissance. 

Kulturprogramm

Das Amt für Stadtkultur und Denkmalschutz und die Trier Tourismus & Marketing Gmbh präsentieren ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm zur Landesausstellung mit insgesamt 25 Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Multimediaevents, Bühnenproduktionen und Bildungsangebote. Weitere Informationen und alle Termine finden sich unter www.untergang-rom-kulturprogramm.de 

 
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