Sprungmarken

Rathausbienen

Honigbiene beim Sammeln von Nektar und Pollen an einer Blüte
Honigbienen ernähren sich von Blütennektar und Pollen, die sie in einem „Körbchen“ am Hinterbein sammeln. Foto: Siegfried Niesen

Seit 2017 leben auf einer Wiese am Augustinerhof zwei Bienenvölker mit mehreren zehntausend Tieren. In der Umgebung von etwa zwei Kilometern Luftlinie rund um das Rathaus sammeln sie dann ihren Pollen und Nektar. Das Rathaus leistet damit einen aktiven Beitrag gegen das Bienensterben: Der seit einigen Jahrzehnten erhöhte Winterverlust von Bienenvölkern wird zum Teil durch Milbenbefall verursacht, zum Teil werden auch Pestizide für die Entwicklung verantwortlich gemacht.

Die Idee für die Rathausbienen stammt vom städtischen Umweltberater Johannes Hill, der nach dem Garten vor dem Rathaus weitere Grünflächen „beleben“ möchte. „Die Pflanzen, die wir ja auch im Rahmen des ‚urban gardening‘ heranziehen, müssen bestäubt werden. Deshalb brauchen wir die Bienen“, erläuterte er.

Für die Idee der „Rathaus-Bienen“ hat Hill zwei Hobby-Imker zum Mitmachen motiviert: Petra Eickhoff, die bereits mehrere Bienenvölker im internationalen Frauengarten in Ehrang betreut, suchte einen innenstadtnahen Standort für ihre Bienenvölker und war sofort begeistert. Mit Siegfried Niesen vom städtischen Jugendamt unterstützt ein weiterer Imker aktiv das spannende Vorhaben. Hill, der selbst seit 15 Jahren als Imker aktiv ist, ist sich sicher, dass die Bienen in der Stadt mehr Honig produzieren als im Umland.

Wenn die Honigernte gut ausfällt, soll er ähnlich wie der Trierer Stadtkaffee vermarktet werden, der Erlös soll nachhaltigen Projekten zufließen. Angedacht sind weiterhin Kooperationen mit dem Trierer Bienenzuchtverein, Patenschaften zur Förderung der Stadtimkerei und Schulungen für den Imkernachwuchs.

 
Bildergalerie
  • Rathausbieneninitiator Johannes Hill besucht das von Siegfried Niesen betreute Volk am Augustinerhof.
  • Am Flugloch der Bienenkiste herrscht schon Hochbetrieb.