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30.03.2020 | Gesundheitsschutz

Coronavirus - Laufend aktualisierte Informationen

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) unter dem Elektronenmikroskop. Bild: NIAID Rocky Mountain Laboratories
Das Coronavirus (SARS-CoV-2) unter dem Elektronenmikroskop. Bild: NIAID Rocky Mountain Laboratories

Mit Stand 30. März gibt es in der Stadt Trier 57 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2), im Kreis Trier-Saarburg 76. Neun Patienten werden stationär im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus behandelt. Eine Person aus dem Landkreis ist infolge einer Corona-Infektion gestorben.

Die Stadt Trier informiert auf dieser Webseite fortlaufend über aktuelle Entwicklungen. Neuigkeiten erfahren Sie ebenfalls zeitnah über den städtischen Twitter-Kanal https://twitter.com/stadt_trier.

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Hotlines
Hilfen für Unternehmen
Regeln zur Kontaktbeschränkung
Was ist geschlossen? Was bleibt geöffnet?
Öffentlicher Nahverkehr
Ärztliche Versorgung
Behördengänge
Nachbarschaftshilfe
Stadtrat und Gremien

Hotlines

Corona-Bürgertelefon: Montag bis Samstag 8 bis 20 Uhr, Sonntag 9 bis 15 Uhr: 0651/718-1817.

Behördennummer 115: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr (alles außer Corona): 115 (ohne Vorwahl, zum Ortstarif, bei Flatlines kostenlos)

Gehörlose können sich für allgemeine Informationen an das Bundesministerium für Gesundheit wenden: Fax: 030 / 340 60 66 – 07, E-Mail: info.deaf@bmg.bund.de, Gebärdentelefon (Videotelefonie) https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Das Jobcenter Trier betreibt eine Corona-Hotline unter 0651/205-7777, stellt viele Informationen aber auch auf der Jobcenter-Webseite zusammen.

Hilfen für Unternehmen

Die Wirtschaftsförderung Trier hat Informationen für Trierer Betriebe zusammengestellt, unter anderem zu Kurzarbeitergeld und KfW-Notkrediten.

Trierer Unternehmen können bei der Finanzverwaltung der Stadt Trier eine Anpassung der Steuervorauszahlungen beantragen sowie die Stundung von Steuernachzahlungen.

Kulturschaffende und Kreative können sich beim Amt für Kultur über Unterstützungsmöglichkeiten erkundigen. Auch der Deutsche Kulturrat und das Kulturbüro Rheinland-Pfalz informieren auf ihren Webseiten.

Regeln zur Kontaktbeschränkung

Personengruppen mit mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind ab Dienstag, 24. März, untersagt. Das Verlassen der eigenen Wohnräume und der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist künftig nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstands sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit ist zu diesen Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Veranstaltungen sind untersagt. Das gilt auch für Zusammenkünfte von Religions- und Glaubensgemeinschaften, insbesondere in Kirchen, Moscheen und Synagogen.

Weiterhin möglich bleiben:

  • der Weg zur Arbeit
  • der Weg zur Notbetreuung
  • Einkäufe
  • Arztbesuche
  • die Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen
  • Hilfe für andere
  • individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft
  • sowie andere notwendige Tätigkeiten

Weitere Informationen zu diesen Maßnahmen finden Sie in der 3. Corona-Bekämpfungsverordnung der Landesregierung vom 23. März und in unserer Pressemitteilung vom 24. März.

Das Innenministerium Rheinland-Pfalz hat ein konsequentes Einschreiten der Polizei bei Zuwiderhandlungen gegen die dritte Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes angekündigt. Es können Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden (Pressemitteilung des Innenministeriums vom 27. März, Auslegungshinweise mit Bußgeldkatalog des Inneministeriums).

Was ist geschlossen? Was bleibt geöffnet?

Um die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie zu verlangsamen, sind viele Institutionen und Geschäfte geschlossen. Diese Regelungen gelten vorläufig bis zum 19. April 2020.

Geschlossen sind unter anderem alle

  • Kultur-Einrichtungen
  • Sport-Einrichtungen
  • Kneipen, Clubs, Diskotheken
  • Bordelle
  • Kinos
  • Spielplätze
  • Geschäfte, deren Sortiment nicht zum täglichen Bedarf gehört (Liste der Ausnahmen siehe weiter unten)
  • Eisdielen, Internetcafes
  • Restaurants, Cafés, Kantinen für den Verzehr vor Ort in Innen- und Außengastronomie
  • Messen, Freizeit- und Tierparks und Angebote von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen
  • Fitnessstudios, Wellnessanlagen, Thermen und Solarien
  • Fahrschulen
  • Frisöre, Tattoo-/Piercingstudios, Nagelstudios und Kosmetikstudios
  • Floristen
  • Tabakläden ohne Zeitschriftensortiment
  • Sportboothäfen und ähnliche Einrichtungen

Viele Trierer Einzelhändler stellen um auf Lieferdienste und Onlineshops. Details unter www.einkaufserlebnis-trier.de/aktuelles/corona.

Weiterhin öffnen dürfen:

  • Geschäfte für Lebensmittelbedarf, Lieferservices, Getränkemärkte (dazu gehören auch Bäcker, Metzger, Brauer, etc.)
  • Restaurants, Gaststätten und Cafés für den Verkauf zur Mitnahme und den Lieferservice
  • Wochenmärkte (Neu: auf dem Viehmarktplatz jetzt Dienstag und Freitag von 8 bis 18 Uhr, im April von 7 bis 18 Uhr)
  • Apotheken und Drogerien
  • Reinigungen und Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen sowie Poststellen
  • Großhandel
  • Blutspendedienste

Spielplätze in Trier sind seit dem 18. März geschlossen.Dienstleister und Handwerker dürfen weiterhin arbeiten, sofern die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Dies gilt auch für Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand zwischen Personen kurzfristig unterschritten wird, etwa zur Anlieferung oder der Aushändigung von Waren. Für Dienstleistungen, die für die Versorgung der Bevölkerung notwendig sind (beispielsweise Optiker, Hörgeräteakustiker, Integrationshelfer, medizinische Fußpflege, Physiotherapeuten) ist ein Unterschreiten des Mindestabstands zulässig.

Die Sparkasse Trier schließt im Laufe des 23. März zunächst für zwei Wochen alle Filialen für den allgemeinen Kundenverkehr. Webseite der Sparkasse Trier

Läden und Verkaufsstellen, die für die Versorgung der Bevölkerung mit Verbrauchsgütern zwingend notwendig sind, dürfen jetzt auch an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis 18 Uhr öffnen. Diese Regelung ist bis zum 19. April 2020 befristet.

Übernachtungen in Hotels sind nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken zulässig. Das Ordnungsamt kontrolliert die Einhaltung der Schließungen sowie die Hygiene- und Abstandsregeln vor Ort. Das gilt auch für die mittlerweile geschlossenen Spielplätze in Trier. Das Ordnungsamt wird dabei von der Polizei unterstützt. Vorsätzliche Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz können mit hohen Bußgeldern oder Freiheitsstrafen geahndet werden. Dies gilt auch für den Betrieb von Wohnmobilstell- und Campingplätzen.

Die Abfallbetriebe Region Trier (A.R.T.) nehmen keine neuen Termine für die Abholung von Grünschnitt und Sperrmüll mehr an. Das Kundencenter in der Metternichstraße ist geschlossen. (A.R.T.-Webseite)

Seit Montag, 16. März, bleiben die Schulen und Kindertagesstätten in ganz Rheinland-Pfalz bis zum Ende der Osterferien am 17. April 2020 für einen regulären Betrieb geschlossen. Für Eltern, die in Berufen zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens tätig sind, gibt es eine Kinder-Notbetreuung in den Kitas und in den Schulen. Das triki-büro veröffentlicht auf der triki-Webseite Tipps für Eltern und ihre Kinder.

Öffentlicher Nahverkehr

Die Stadtbusse fahren an allen Werktagen nach einem erweiterten Sonntagsfahrplan. Die Busse starten bereits vor 5 Uhr. Der erste Anschluss am Hauptbahnhof ist um 5.15 Uhr. Letzte Abfahrt am Hauptbahnhof ist um 22.15 Uhr. Samstags ist der erste Anschluss am Hauptbahnhof um 7.15 Uhr und der letzte um 22.15 Uhr. In den Bussen findet kein Ticketverkauf mehr statt. Fahrgäste müssen durch die hinteren Türen einsteigen (SWT-Webseite).

Der Bahnverkehr in der Region ist stark eingeschränkt (DB-Fahrplanauskunft, Meldungen zum Sonderfahrplan auf der RoLPH-Webseite). Die Regionalbuslinien fahren zumeist im Ferienfahrplan (Infoseite des VRT).

Reisebusreisen sind untersagt.

Ärztliche Versorgung

Personen, die befürchten, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollten nicht zu ihrem Hausarzt in die Sprechstunde gehen. Stattdessen sollten sie sich zunächst telefonisch bei ihrem Arzt melden, um das Vorgehen zu besprechen. Sie können auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen unter der Nummer 116 117

Für Untersuchungen und Tests im Zusammenhang mit dem Corona-Virus wurde eine Fieberambulanz in Trier-Ehrang, Unter dem Dostler 2, eröffnet, die von einer Hausarztpraxis betrieben wird. Die Einrichtung ist von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Um telefonische Anmeldung unter 0651/967910-0 wird gebeten. Eine weitere Fieberambulanz gibt es in Saarburg. Das Corona-Zentrum im Trierer Messepoark ist im Standby-Modus und kann bei Bedarf wieder geöffnet werden (Pressemitteilung mit weiteren Informationen vom 27. März). Grundsätzlich sollte eine Labordiagnose nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden und wenn sich die Person innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder engen Kontakt von mehr als 15 Minuten zu einem bestätigten Fall hatte.

Das Robert Koch-Institut listet zu COVID-19 auf seiner Webseite die internationalen Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete in Deutschland auf.

Positiv diagnostizierte Patienten mit COVID-19, die stationär behandelt werden müssen, werden ab sofort zentral im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus in der Theobaldstraße von Ärzten und Fachpflegern des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen und des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier betreut (Pressemitteilung vom 18. März).

Die Trierer Krankenhäuser bitten Angehörige von Patienten, möglichst ganz auf Besuche zu verzichten. Ist dies nicht möglich, gilt die Regel ein Besucher pro Patient am Tag. In den Einrichtungen der Vereinigten Hospitien sind keine Besuche mehr möglich. Die Angehörigen der Bewohner in den Seniorenzentren der Barmherzigen Brüder in Trier und Alf werden gebeten, möglichst ganz auf Besuche zu verzichten bzw. sich vorab mit der Einrichtung abzusprechen.

Zum Schutz vor Virusinfektionen verweist die Stadt Trier auf die allgemeinen Hygienemaßnahmen des Robert Koch-Instituts:

  • Kein Händeschütteln: Begrüßen Sie sich stattdessen auf andere Art und Weise.
  • Händehygiene: Waschen Sie sich häufiger gründlich die Hände mit Wasser und Seife, insbesondere vor dem Essen und vor der Nahrungsmittelzubereitung.
  • Husten- und Nies-Etikette: Husten oder niesen Sie nicht in die Hand oder in den Raum, sondern in die Armbeuge oder in danach zu entsorgende Einmaltücher.
  • Abstand halten: Halten Sie Abstand zu Erkrankten (circa anderthalb Meter).

Behördengänge

Viele Dienstleistungen bietet das Rathaus auch online an. Viele Anträge können auch als PDF-Dokumente auf unseren Seiten heruntergeladen, ausgedruckt und unterschrieben per Post an das Rathaus geschickt werden.

Die meisten Ämter sind grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen. Nur in besonders dringlichen Fällen können telefonisch Termine vereinbart werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Webseiten der Ämter:

Nachbarschaftshilfe

Bitte achten Sie auf Ihre Nachbarn, vor allem auf Ältere, Kranke und Alleinstehende. Erkundigen Sie sich regelmäßig, ob es ihnen gut geht. Bieten Sie vor allem Älteren und Personen mit Vorerkrankungen Hilfe an, zum Beispiel, für sie einzukaufen. Achten Sie bei diesen Kontakten auf den Sicherheitsabstand und die Hygieneregeln.

Die Ehrenamtsagentur Trier koordiniert Hilfsangebote in den Ortsteilen. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Ehrenamtsagentur sowie telefonisch unter 0651/9120-702.

Durch die derzeit bestehenden Einschränkungen besteht auch die Gefahr, dass Notlagen allein lebender Menschen nicht bemerkt werden. Sollte es den begründeten Hinweis auf eine bestehende Notlage geben, alarmieren Sie Rettungsdienst und Feuerwehr unter der Notrufnummer 112.

Stadtrat und Gremien

Stadtvorstand und Stadtratsfraktionen haben sich am 16. März darauf verständigt, dass sämtliche Gremiensitzungen aufgrund der aktuellen Krisenlage in nächster Zeit abgesagt werden. Dies betrifft die Ausschüsse des Stadtrates, Ortsbeiratssitzungen, die Stadtratssitzung am 22. April sowie die Beiräte und das Jugendparlament. Sollten wichtige Entscheidungen nötig sein, um den laufenden Betrieb der Stadtverwaltung aufrecht zu erhalten, kann der Oberbürgermeister diese als Eilentscheidungen fällen. OB Wolfram Leibe kündigte an, das in enger Abstimmung mit dem Ältestenrat des Stadtrates zu tun.

 
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