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12.12.2021

Fahnen werben für Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben“ in Deutschland

Eine große Gruppe Menschen präsentiert vor dem Rathaus eine der Fahnen
Kulturdezernent Markus Nöhl (5. v. l.) präsentiert eine der Fahnen, die bis zum Jahresende vor dem Trierer Rathaus wehen, mit Vertretern der Jüdischen Kultusgemeinde, der Universität, des Stadtrats sowie des Stadtmuseums und der Wissenschaftlichen Bibliothek Weberbach. Foto: Presseamt Trier

(pe) Seit Samstag wehen drei Fahnen vor dem Trierer Rathaus, die an das Jubiläum 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnern. Das Datum der kurzen Zeremonie war kein Zufall: Auf den Tag genau vor 1700 Jahren erließ Kaiser Konstantin ein Dekret, das die Berufung von Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung in Köln ermöglichte. Zum Trierer Jubiläumsprogramm steuerte das Stadtmuseum die Ausstellung „Orte jüdischen Lebens in Trier. Eine Spurensuche in Interviews“ bei. Zu sehen waren 30 Video-Interviews aus Trier und der Region. Die Wissenschaftliche Bibliothek an der Weberbach zeigte mehrere Ausstellungen in ihrem Foyer, die diverse (kultur)-historische Aspekte jüdischen Lebens beleuchteten, darunter die Geschichte der jüdischen Familie Loeb, sowie mehrere Podcasts. Zudem gibt es jetzt eine App über Orte jüdischen Leben im Trierer Stadtgebiet.

Nöhl betonte, die Stadt sei „sehr stolz, dass wir eine der ältesten jüdischen Gemeinden in Deutschland haben, die schon sehr lange Teil unseres städtischen Lebens ist und es bereichert.“ Deren Vorsitzende Jeanne Bakal zog ein positives Fazit des bisherigen Jubiläumsprogramms in Trier: Der gegenseitige Austausch aller Beteiligten sei sehr befruchtend gewesen. „Zudem hat die Ausstellung im Stadtmuseum sehr viel bewirkt“, betonte sie. Das bisherige Jubiläumsprogramm umfasste außerdem Führungen, Vorträge sowie die Veranstaltung „Frag den Rabbi“. Weitere Informationen, auch zu den dauerhaften Angeboten in Trier: www.juedischestrier2021.de.

Am Samstag wurde außerdem bekannt, dass das bundesweite Jubiläumsprogramm wegen der coronabedingten Ausfälle im Jahr 2021 um sechs Monate verlängert werden soll. Das teilte der frühere nordrein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers als Kuratoriumsvorsitzender des Vereins „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ in einem Beitrag für den Kölner Stadt-Anzeiger mit.

Hinweis an die Redaktionen: Unter „Downloads“ finden Sie das zur Veröffentlichung freigegebene Foto in hoher Auflösung. Bitte geben Sie als Bildnachweis „Presseamt Trier“ an.

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