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26.06.2020 | Stadtumbau

Umfangreiche Bauarbeiten für neues Eingangstor nach Trier-West

Bild: Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Platzes am westlichen Römerbrückenkopf.
Entwurfsplanung für die Umgestaltung des Platzes am westlichen Römerbrückenkopf.

In den Sommerferien geht es los: Die stark frequentierte Kreuzung am westlichen Ende der Römerbrücke wird erneuert und dabei zu einem Kreisverkehr umgebaut. Während der Bauzeit bis in den Frühling 2022 ist die Römerbrücke für den stadtauswärts fließenden Verkehr gesperrt. Ausnahme: Zu Fuß und mit dem Fahrrad kann die Baustelle passiert werden.

Für die Achse Aachener Straße – Luxemburger Straße gilt eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Süden (Zewen/Luxemburg). Aus der Aachener Straße ist auch die Zufahrt auf die Römerbrücke in Richtung Innenstadt möglich. Sowohl in der Aachener Straße als auch in der Luxemburger Straße ist die Ein- und Ausfahrt bis zur Absperrung des Baufelds in beiden Fahrtrichtungen möglich. Für den Fahrzeugverkehr aus Richtung Eurener Straße ist der Römerbrückenkopf gesperrt.

Der Schwerlastverkehr wird weiträumig über die Adenauer-Brücke und das rechte Moselufer umgelenkt. Für den Pkw-Verkehr aus Richtung Luxemburger Straße gilt eine Umleitung über Im Speyer, Eurener Straße und Hornstraße zur Kölner Straße.

Störung und Gewöhnung

Verkehrsdezernent Andreas Ludwig rechnet aufgrund der Sperrungen und Umleitungen vor allem zu Beginn der Bauarbeiten mit Verkehrsbehinderungen in Trier-West. „Bauen ist eine Lust, aber es verursacht auch Störungen. Wir haben deshalb den Start am Römerbrückenkopf bewusst in die Sommerferien gelegt, wenn das allgemeine Verkehrsaufkommen geringer ist. Erfahrungsgemäß tritt nach einigen Tagen ein Gewöhnungseffekt ein.“

Neben dem Bau des Kreisels umfasst das Projekt den Ausbau der Zufahrten aus der Eurener Straße, Aachener Straße und Luxemburger Straße, die Erneuerung der Gehwege und Fußgängerquerungen, der Straßenbeleuchtung, der Bushaltestelle und der Stützmauer der Bahnrampe umfasst sowie die Verlegung neuer Wasser- und Gasleitungen durch die Stadtwerke. Dafür müssen auch die Stadtbuslinien 1 und 81 auf eine andere Strecke ausweichen. Da die Römerbrücke gesperrt ist, wird die Linie 1 über die Konrad-Adenauer-Brücke umgeleitet, fährt weiter über die Straße Im Speyer und teilt sich dort zur Erschließung von Euren in zwei unterschiedliche Routen auf. Die Linie 81 wird weiträumig über die Kaiser-Wilhelm-Brücke umgeleitet.

Als Starttermin für die Bauarbeiten peilt Ludwig den 27. Juli an, doch fix ist dieses Datum noch nicht: „Wir müssen dies noch mit der beauftragten Baufirma absprechen. Außerdem müssen wir abwarten, ob die derzeitigen Bauarbeiten auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke wie geplant am 20. Juni abgeschlossen sind. Sollte es dort zu Verzögerungen kommen, müssen wir den Baubeginn an der Römerbrücke nach hinten verschieben, denn die gleichzeitige Sperrung der Kaiser-Wilhelm- und der Römerbrücke würde unsere Verkehrswege überlasten.“

Bessere Abwicklung

Der Kreisverkehr am Römerbrückenkopf wird benötigt, um die künftigen Verkehrsströme, die sich durch die neue Verbindungsstraße in Trier-West und durch häufigere Schrankenschließungen bei Reaktivierung der Eisenbahn-Weststrecke ergeben werden, besser aufzunehmen und abzuleiten. Da sich zum Beispiel der von der Luxemburger Straße in Richtung Eurener Straße fließende Verkehr erheblich verstärken wird, wären ohne den Kreisel zwei Linksabbiegestreifen erforderlich gewesen. Dies ist aus Platzgründen jedoch nicht möglich.

Künftig sollen an dem Knotenpunkt die Fußgängerinnen und Fußgänger stärker zu ihrem Recht kommen: An jeder Einmündung des Kreisels ist ein Zebrastreifen geplant. Mit der Eröffnung des Regionalbahn-Haltepunkts Trier-West in unmittelbarer Nähe dürfte sich das Fußgängeraufkommen deutlich erhöhen.

Damit der Römerbrückenkopf zu einem echten Eingangstor für Trier-West wird, ist auch eine gestalterische Modernisierung und Aufwertung vorgesehen, unter anderem mit Natursteinpflaster auf den Gehwegen. Nach der Fertigstellung des Kreisverkehrs ist im Rahmen der Städtebauförderung eine Neugestaltung und Begrünung der Platzfläche rund um die bisherige Sparkassenfiliale geplant. Durch die Schaffung von Blickachsen und neuen Abgängen zur Mosel soll nicht zuletzt die Römerbrücke besser in Szene gesetzt werden.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Römerbrückenkopfs inklusive der Leitungserneuerung durch die Stadtwerke belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro. Das Landesverkehrsministerium hatte im Dezember 2019 einen Zuschuss von rund zwei Millionen Euro bewilligt.