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07.01.2021

Das Nordbad wird modernisiert

Bild: Sebastian Schön und Werner Bonertz präsentieren die Pläne für das neue Nordbad.
Sebastian Schön (Leiter der Gebäudewirtschaft Trier) und Werner Bonertz (Geschäftsführer der SWT Bäder GmbH) präsentieren die Pläne für das neue Nordbad. Foto: Stadtwerke Trier

Das Freibad Nord ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen der Stadt, was die Zahl von durchschnittlich 60.000 Badegäste pro Saison unterstreicht. Doch das 1956 in Betrieb genommene Bad ist in die Jahre gekommen und muss für rund 7,8 Millionen Euro saniert werden. Von diesem Betrag entfallen alleine 6,3 Millionen Euro auf die SWT Bäder GmbH, ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Trier, das ab 2021 die Betriebsführung aller Trierer Schwimmbäder übernimmt. Weitere 1,5 Millionen Euro kommen von der Stadt und dem Land Rheinland-Pfalz. Da die Arbeiten umfangreich sind und viel Zeit erfordern, fällt in diesem Jahr die Badesaison aus.

Oberbürgermeister Wolfram Leibe betont die Vorteile, die die Zusammenführung der Bäder in einer Gesellschaft bringen wird: „Wir haben den Stadtwerken als Tochterunternehmen der Stadt diese Aufgabe übertragen. Das ermöglicht uns den wirtschaftlichen Umgang mit Haushaltsmitteln und – wie hier im Nordbad - schnelle Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger durch die Investitionen in eine bessere und moderne Ausstattung des Freibads. Die Bädergesellschaft ist damit ein Gewinn für alle Seiten.“

Werner Bonertz, Geschäftsführer der neu gegründeten Bädergesellschaft, erläutert die Hintergründe für die gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Trier abgestimmte Komplettsanierung des Nordbades: "Die Bedürfnisse der Menschen haben sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Und da wir alle Zielgruppen erreichen wollen, tragen wir dem nun mit einer familien- und seniorenfreundlichen sowie sportlerorientierten Planung Rechnung." Was für ihn mindestens ebenso wichtig ist: "Unser besonderer Augenmerk liegt auf einer energieeffizienten Technik, zum Beispiel durch Solarmodule, wir erneuern die Heizsysteme, die Wasseraufbereitung, die Verrohrung und sanieren die Technikräume." Auch an die Fahrzeuge der Besucher haben die Planer gedacht - mit Ladepunkten für E-Autos sowie Ladeboxen für E-Bikes und Smartphones. 

Rutsche mit Wellen

Die ersten Arbeiten sind angelaufen. Das alte, etwas abseits gelegene Planschbecken sowie ein sanierungsbedürftiger Teil der umgebenen Begrenzungsmauer haben die Bagger bereits abgerissen. Auch in Zukunft wird es für die Kleinen ein Planschbecken mit Spielbereich und Sonnensegel geben, doch diese Anlage befindet sich künftig näher an dem neuen Nichtschwimmerbereich. Die alte Wasserrutsche wird durch eine neue, in Wellen geformte Breitrutsche mit mehreren parallel laufenden Bahnen ersetzt. Anders als die alte Rutsche mündet die neue Breitrutsche nicht in das große Becken, sondern hat ein eigenes sogenanntes Landebecken.

Durch den Einbau einer Edelstahlkonstruktion erfährt auch das große Schwimmbecken eine Modernisierung. Die Größe verändert sich nicht, wohl aber die Einteilung. Statt der bislang acht Bahnen mit einer Länge von 50 Metern wird es künftig nur noch sechs geben. Dazu kommen zwei Bahnen mit einer Länge von 25 Metern.  Auf der restklichen Fläche befindet sich künftig der Nichtschwimmerbereich mit Attraktionen für Kinder und Erwachsene. Dazu gehören sechs Whirlpool-Liegen, Wassersprudel und ein Wasserschleierpilz.

Schwimmsportvereine beteiligt

Die Schwimmsportvereine, die das Bad auch für Wettkämpfe nutzen, waren an den Planungen beteiligt und haben den neuen Plänen zugestimmt. „Das bestehende Funktionsgebäude bleibt erhalten und wird durch die Stadt Trier generalsaniert. Dabei werden beispielsweise das Dach, die Fenster und die Geländer erneuert, barrierefreie Umkleide- und Duschräume errichtet sowie neue Akustikdecken, Trennwandanlagen, Wechselkabinen und Nassraumtüren eingebaut“, erklärt Susanne Nipp, verantwortliche Architektin der Stadt Trier. Sebastian Schön, Leiter der Gebäudewirtschaft Trier, weist darauf hin, dass das Gebäude künftig barrierefrei sein wird und auch das Obergeschoss per Aufzug erschlossen wird. Der Vorplatz und der Eingang werden ebenfalls neu gestaltet.