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Der Trierer Immobilienmarkt des Jahres 2020 im Überblick

Petrisberg: École Maternelle
Petrisberg: École Maternelle

Die Ereignisse und Entwicklungen auf dem Trierer Immobilienmarkt 2020 lassen sich zu folgendem Überblick zusammenfassen:

Mit 1.546 registrierten Kaufverträgen lag der monetäre Immobilienumsatz mit 546 Millionen € um rd. 29 % über dem Niveau des Vorjahres. Bei den bebauten Grundstücken wurde ein Umsatzzuwachs von rd. 39 % und bei den Eigentumswohnungen ein Zuwachs von rd. 12 % festgestellt. Das Umsatzvolumen des Baulandes lag mit 29 Millionen € deutlich über dem des Vorjahres. 

Von den insgesamt 821 verkauften und zur Auswertung geeigneten Eigentumswohnungen entfielen 255 Wohnungen, 3 % mehr als 2019, auf den Neubau. Auf den Erstverkauf von zu Wohnungseigentum umgewandelten überwiegend sanierten Altbauten entfielen 120 Wohnungen, 45 % mehr als 2019. Bei den übrigen 446 Kauffällen handelt es sich um Wiederverkäufe gebrauchter Wohnungen, was im Vergleich zu 2019 rd. 9 % oder 36 Wohnungen mehr waren als 2019. Die Anzahl der verkauften Neubauwohnungen hat sich, nachdem sie 2019 um rd. 11 % sank, wieder um rd. 3 % zugenommen. Die umgesetzte Wohnfläche aller verkauften Eigentumswohnungen betrug rund 55.000 m².

  
Abb. 1 Anzahl der Verträge


Abb. 2 Geldumsatz in Millionen Euro

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen mit einer Wohnfläche von mehr als 40 m² liegen 7 % über dem Niveau des Vorjahres. Normal unterhaltene Gebrauchtwohnungen wurden im Jahr 2020 rund 9% über dem Vorjahresniveau gehandelt; kleine Gebrauchtwohnungen lagen rd. 6 % über dem Vorjahresniveau.

Die Kaufpreise vergleichbarer gebrauchter Einfamilienhäuser lagen im Durchschnitt um ca. 7 % höher als im Vorjahr. Berücksichtigt man das niedrigere durchschnittliche Gebäudealter so liegt das monetäre Niveau noch höher.

Die Kaufpreise von vergleichbaren Mehrfamilienhäusern legten im Jahresvergleich um ca. 13 % zu, gemischt genutzte Objekte außerhalb der Fußgängerzone legten um ca. 8 % zu.

Marktschwerpunkte für individuell bebaubare Wohnbaugrundstücke des Ein- und Zweifamilienhausbaus waren 2020 nicht zu erkennen.

Die Preise in der Talstadt und in den städtischen Randlagen entwickelten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich + 15 %. Ausgenommen hiervon sind die nordwestlichen Stadtteile, die nach Jahren der Stagnation oder teilweise rückläufigen Entwicklung erstmals wieder nennenswert (+ 10 %) zulegten. Auch in Ruwer wurde eine Steigerung von 10 % ermittelt.
Bestätigt haben sich im Bereich der ganzen Stadt die mit rd. 15 % höheren Kaufpreise für Wohnbaugrundstücke, die sich für den Bau von Mehrfamilienhäusern (vielfach Eigentumswohnungen) eignen und entsprechend bebaut werden.

Weitere Informationen zum Trierer Immobilienmarkt, wie beispielsweise Umsatzzahlen, Mittelwerte und die gemäß § 193 Baugesetzbuch sonstigen zur Wertermittlung erforderlichen Daten (Indexreihen, Marktanpassungsfaktoren, Gebäude- und Ertragsfaktoren) enthält der Grundstücksmarktbericht Grundstücksmarktbericht 2021.

 
Zuständiges Amt

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