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06.04.2021

Digitale Premiere hat gut funktioniert

Wettbewerb „Jugend musiziert“ unter Pandemie-Bedingungen

Gitarristin Liv Schwickerath spielt bei dem Konzert für den Wettbewerb.
Die Gitarristin Liv Schwickerath aus Trier gewann für die Karl-Berg-Musikschule den ersten Preis und geht nun außerdem beim Bundeswettbewerb an den Start. Foto: Karl-Berg-Musikschule

Bereits seit 14. Dezember 2020 kann der Musikschulunterricht nicht unter Präsenzbedingungen stattfinden. Zwar gibt es stattdessen Online-Formate, die auch zur Vorbereitung auf den „Jugend musiziert“-Wettbewerb genutzt wurden. Aber vor allem bei Duos und Ensembles ist wegen der Kontaktbeschränkungen das für die Abstimmung sehr wichtige Musizieren in einem Raum nur sehr eingeschränkt möglich. Zudem wurde 2020 wegen der Pandemie der komplette „Jugend musiziert“-Wettbewerb auf Landes- und Bundesebene abgesagt. Daher war es den Organisatoren des Regionalausscheids mit Pia Langer, Leiterin der städtischen Karl-Berg-Musikschule, an der Spitze ein besonders Anliegen, 2021 eine bestmögliche Umsetzung des Wettstreits zu ermöglichen.

Das Ergebnis bestätigt für Langer, dass sich die Bemühungen gelohnt haben: Bei dem Wettbewerb, der wegen Corona digital stattfand, waren in ganz Rheinland-Pfalz 321 begabte Nachwuchsmusiker am Start. 96 vertreten das Land an Pfingsten beim Bundeswettbewerb in Bremen und Bremerhaven, der teilweise in Präsenz und teilweise digital geplant ist.

Beim Regionalwettbewerb gingen 30 junge Musikerinnen und Musiker an den Start. Die neun Trierer waren überdurchschnittlich erfolgreich: Alle erreichten einen ersten Preis und sieben starten beim Bundeswettbewerb (siehe Info unten). Regionalleiterin Langer: „Ein ganz toller Erfolg. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Auflagen das Musizieren und die Vorbereitung auf den Wettbewerb immens erschwert haben, verdienen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Lehrkräfte Anerkennung.“

Die Pandemie hatte im Januar den turnusmäßigen Start der Regionalwettbewerbe verhindert, auch weil über mehrere Wochen kein Üben mit Partnerinnen und Partnern möglich war. So wurden alle gemeldeten Teilnehmenden der Altersgruppen III bis VII direkt zum digitalen Wettbewerb eingeladen. Für die jüngeren Altersgruppen I und II, für die laut Ausschreibung keine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb vorgesehen ist, soll ein Ersatzausscheid im Sommer stattfinden.

Alle Mitwirkenden aus Rheinland- Pfalz reichten ihre Beiträge als Video ein. In der wichtigen Endphase der Vorbereitungen sahen sich die Lehrkräfte und Schülerinnen nur online. Die Feinabstimmung und das gemeinsame Proben und Einstudieren mit Klavier blieben aber auf der Strecke. Dies betraf besonders die Schlagzeugensembles. Hier blieb nur das Verschieben der Wertungen bis zum Bundesentscheid in der Hoffnung, dass die Proben und das Musizieren im Ensemble bis dahin wieder möglich sind. Für diese Ensembles und die neue Kategorie „Jumu open“ ist der Wettbewerb am 19./20. Juni in Mainz geplant.

Trierer Erfolge

Die Ergebnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Trier auf einen Blick:

  • Helena Dolk (Blockflöte): 24 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung Bundeswettbewerb.
  • Lars Benjamin Müller- Oehring (Blockflöte): 21 Punkte, erster Preis.
  • Louisa Sieveke (Blockflöte): 25 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb.
  • Louisa Sieveke (Fagott): 23 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung Bundeswettbewerb.
  • Lukas Hering (Horn): 21 Punkte, erster Preis.
  • Johanna Antonia Köster (Trompete): 24 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung Bundeswettbewerb.
  • Liv Schwickerath (Gitarre): 23 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung Bundeswettbewerb.
  • Moritz Krüger/Ringaudas Ignotas Daraškevičius (Violoncello) 24 Punkte, erster Preis mit Weiterleitung Bundeswettbewerb.
 
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