Sprungmarken
26.06.2018

Schulzweckverband Irsch bleibt

Bild: Teilansicht Grundschule Irsch
Das Irscher Gebäude wurde im Herbst 1962 als katholische Volksschule eingeweiht und erhielt den Namen des heiligen Georg, der rechts auf der Fassade zu sehen ist.

Nach einer intensiven Debatte in den zuständigen Ausschüssen sowie in den drei betroffenen Ortsbeiräten hat der Stadtrat den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, den Schulzweckverband Irsch aufzulösen und die Grundschule in die Trägerschaft der Stadtverwaltung zu übergeben. Die 36 Nein-Stimmen kamen von der CDU, der SPD, der UBT und der AfD. Für die Vorlage sprachen sich die Fraktionen der Grünen und der FDP, zwei Vertreter der Linken sowie OB Wolfram Leibe aus.

Die Grundschule Irsch wird derzeit von 130 Schülern in acht Klassen besucht, von denen zwölf aus dem nicht zu Trier stammenden Nachbarort Hockweiler stammen. Der Bezirk der Grundschule umfasst die Stadtteile Irsch, Filsch und Kernscheid sowie Hockweiler (VG Trier-Land).

Der Zweckverband soll sicherstellen, dass die Kinder aus Hockweiler sichere Plätze in der Grundschule Irsch haben. Langfristig wird deren Zahl nach Einschätzung des Schulamts sinken, weil die Kinder aus Hockweiler nicht mehr die Kita in dem zum Schulbezirk Irsch gehörenden Stadtteil Kernscheid besuchen, sondern in Gusterath betreut werden. Die Stadtverwaltung und die Verbandsgemeinde Trier-Land hatten ihren Vorschlag der Auflösung des Zweckverbands damit begründet, dass der Aufwand mit einer eigenen Haushaltsführung, Gremiensitzungen und eigenen Jahresabschlüssen zu hoch sei. Zudem hatte Elmar Kandels, Leiter der Abteilung Zentrale Finanzen im Rathaus, in der Stadtratssitzung darauf verwiesen, dass sich die Einwerbung von Zuschüssen für die Grundschule Irsch nach einem Wechsel in städtische Trägerschaft unkomplizierter gestalten könne.

Die Gegner einer Zweckverbandsauflösung argumentierten, dass damit eine seit Jahrzehnten erfolgreiche Kooperation ohne Not aufgegeben werde. „Dort gibt es kurze Kommunikationswege. Warum sollen wir diese bewährte leistungsfähige Struktur aufgeben?", betonte CDU-Sprecherin Dr. Elisabeth Tressel. SPD-Schulexpertin Carola Siemon wies darauf hin, dass es nicht nur im Schulbereich enge Verbindungen zwischen Irsch und Hockweiler gebe, die durch eine Auflösung des Zweckverbands gefährdet wären.

Solche Befürchtungen hielt dagegen Grünen-Sprecher Bernhard Hügle für unbegründet. Tobias Schneider (FDP) verwies in der Debatte darauf, dass die Auflösung des Zweckverbands keine gravierenden Folgen hätte: „Der Schulbezirk Irsch bleibt auf jeden Fall erhalten."