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22.06.2022

Spektakuläre Leihgabe für Sonderausstellung der Schatzkammer

Gemma Constantiniana
Die kostbare Umrahmung der „Gemma Constantiniana“ wurde in der Barockzeit angefügt. Foto: Rijksmuseum Leiden/Robbert Jan Looman

(pe) Rechtzeitig vor dem Start der Ausstellung über das Fortwirken Roms in der Bildungsgeschichte des Mittelalters, die die Wissenschaftliche Bibliothek im Rahmenprogramm der Landesausstellung zum Untergang des Römischen Reichs zeigt, wurde mit der „Gemma Constantiniana“ ein spektakuläres Leihobjekt angeliefert.

Die Kostbarkeit aus der späten Antike, die motivische Paralellen zum Kameo im Einband des Trierer „Ada-Evangeliars“ aufweist und auch repräsentativen Zwecken diente, hat das Museum für Altertumskunde in Leiden für die Trierer Ausstellung zur Verfügung gestellt. Sie besteht aus aufwendig und kunstvoll verarbeiteten uns zusammengefügten Steinen. Dargestellt ist Kaiser Konstantin im Triumphgestus zusammen mit seiner Mutter Helena, seiner Frau Fausta und seinem ältesten Sohn Crispus. Die kostbare Leihgabe wurde vermutlich um 315/16 vom römischen Senat in Auftrag gegeben. Anlass dürfte das zehnjährige Thronjubiläum Konstantins gewesen sein.

Die Besitzgeschichte der „Gemma Constantiniana“ ist nach Angaben von Bibliotheksdirektor Professor Michael Embach abenteuerlich: Mit der Gründung Konstantinopels um 330 in den Osten gelangt, kehrte sie nach dem vierten Kreuzzug (1204) in den Westen zurück. 1622 befand sie sich im Besitz des berühmten Malers Peter Paul Rubens. Pläne für einen Verkauf an den Hof des Großmoguls von Ostindien scheiterten durch die Havarie des Handelsschiffs „Batavia vor Australien.

Im 19. Jahrhundert erwarb der niederländische König Willem I. die „Gemma Constantiniana“, seit 2014 gehört sie zum Bestand des Museums in Leiden. Erst kürzlich war sie zu einer Rubens-Ausstellung in das Getty-Museum Los Angeles entliehen worden und bildet nun eines der Leitobjekte der Ausstellung der Schatzkammer, die am Samstag 25. Juni, startet. Sie spiegelt die antike Herrschaftsauffassung der römischen Kaiser wider und schlägt eine Brücke zur Kaiseridee des Mittelalters.

Hinweis an die Redaktionen:
Unter „Downloads“ finden Sie das zur Veröffentlichung freigegebene Foto in hoher Auflösung. Bitte geben Sie als Bildnachweis „Rijksmuseum Leiden/Robbert Jan Looman“ an.

 

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