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Baugebiet BU 14 "Ober der Herrnwiese"

Bewerbungs- und Vergabeverfahren für Bauträger und Investoren

Im Lageplan des Baugebiets BU 14 sind die für Reihen- und Mehrfamilienhäuser vorgesehenen Grundstücke rot hervorgehoben. Klicken Sie auf das Bild, um zur Gesamtansicht zu gelangen.Folgende Grundstücke sind Gegenstand der Ausschreibung:

  • ein Mehrfamilienhausgrundstück „B“ für besondere Wohnformen, welches in einem Los vergeben wird
  • acht Reihenhausbaufelder, welche in sechs Losen vergeben werden

Für weitere Informationen finden Sie die Aufteilung der Lose in der beigefügten Preisliste.

Die Vergabe der Grundstücke erfolgt im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens bei dem Konzepte zur Bebauung des/der beworbenen Grundstücks/e zu entwickeln sind. Diese Konzepte werden u.a. Teil des notariellen Kaufvertrages.

Bewerbungsunterlagen

Folgende Unterlagen sind dem/den Konzept/en beizufügen:
  • Lageplan im Maßstab 1:200 (Lage und Größe des Wohngebäudes und aller Nebengebäude wie Garagen, Carports, Kellerersatzräume)
  • Darstellung der Außenanlagen einschließlich Stellplatzanlagen (Zufahrtssituation und Zuwegung zum Haupteingang, Einfriedung des Grundstücks, besonders im Übergang zum öffentlichen Raum, Lage und Größe von Stellplätzen, Müllboxen etc.)
  • Darstellung der Modellierung des Grundstücks anhand von Höhenangaben und vermaßten Geländeprofilen
  • Lage, Größe, Gestaltung und Berechnung der vorzusehenden Mulden/Rigolen/Zisternen
  • Darstellung und Beschreibung der zu pflanzenden Bäume, Hecken und Sträucher besonders im Übergangsbereich zum öffentlichen Raum
  • Grundrisspläne, Schnitte und Ansichten des Gebäudes im Maßstab 1:100 einschließlich Aussagen zur beabsichtigten Verwendung von Farben und Materialien der Haupt- und Nebengebäude
  • Nachweis des Passivhausstandards (für Mehrfamilien- und Reihenhäuser) durch Einreichen des unterschriebenen Nachweisblatts sowie der vollständigen PHPP (Passivhaus Projektierungspaket) Berechnungsgrundlage in elektronischer Form
  • Nachweis Ihrer Eignung als Bewerber (wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit, Referenzen)

Zusätzlich für das Mehrfamilienhausgrundstück „B“ besondere Wohnformen: Erläuterung zur geplanten Umsetzung der Anforderungen zum öffentlich geförderten Wohnungsbau. Die geförderten Wohneinheiten sind im Rahmen der öffentlichen Mietwohnraumförderung des Landes Rheinland-Pfalz auf der Grundlage des Wohnraumförderungsgesetzes vom 13. September 2001 (BGBl. I S. 2376), das zuletzt durch Artikel 42 des Gesetzes vom 20. November 2019 (BGBl. I S. 1626) geändert worden ist (Wohnraumförderungsgesetz-WoFG) und dessen landesrechtlichen Bestimmungen zu errichten. Maßgeblich ist das Jahresprogramm des Landes Rheinland-Pfalz über die öffentliche Mietwohnraumförderung in der jeweils gültigen Fassung.

Folgende Konzeptinhalte müssen bei einer Bewerbung für das Mehrfamilienhausgrundstück „B“ ablesbar sein:

  1. Wohnungs-/Haustypologie, Nutzungskonzept (z.B. Gemeinschaftsräume, besondere Nutzungskonzepte / Nutzergruppen, Nutzungsmischung etc.);
  2. Soziale Aspekte (z.B. Schaffung von Wohnraum für Menschen mit Schwierigkeiten auf dem freien Wohnungsmarkt etc.);
  3. Freiflächenkonzept (z.B. gemeinschaftliche Freiflächen etc.);
  4. Energetisches Konzept (zu beachten: Passivhausstandard);
  5. Mindestens 33 Prozent der Wohnungen im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau und
  6. Mindestens 25 Prozent der Wohnungen barrierefrei auf Grundlage LBauO § 51 Satz 1 „Barrierefreiheit“ (in Anlehnung an die jeweils geltende Fassung der DIN 18040-2). Diese Wohnungen sind in den gemäß Punkt 5 zu verwirklichenden öffentlich geförderten Mietwohnungen zu realisieren.

Wichtige Hinweise

  • Die Höhenlinien des ursprünglichen natürlichen Geländes sind dem Bebauungsplan und dem Höhenlinienplan zu entnehmen. Ein Höhenplan zum Straßenendausbau ist beim Tiefbauamt zu beziehen. Das Einholen dieser Daten wird ausdrücklich empfohlen.
  • Berücksichtigung der bereits verlegten Hausanschlüsse, Auskunft durch die SWT: www.swt.de/netzauskunft

Energieeffizientes Bauen

Als wesentliches Ziel der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wird das Baugebiet BU 14 als Projekt zum Thema „energieeffizientes Bauen“ umgesetzt. Für die Umsetzung im Baugebiet BU 14 werden folgende Mindeststandards für die künftige Bebauung der Grundstücke verbindlich in den privatrechtlichen Grundstückskaufverträgen vorgegeben:
  • Mehrfamilienhäuser und Reihenhäuser – Passivhausstandard

Statt eines ursprünglich geplanten Nahwärmenetzes zur Deckung des geringen Restwärmebedarfs sollen vor dem Hintergrund neuer technischer Entwicklungen und gesetzlicher Anforderungen innovative und kostengünstigere Einzellösungen ermöglicht werden. Der Anschluss an eine Gasversorgung ist nicht möglich.

Leitlinien

Neben der Übereinstimmung mit den Bebauungsplanfestsetzungen werden für die Einhaltung der Ziele der Entwicklungsmaßnahme (Leitlinien zum Baugebiet BU 14) und dem Erhalt der entwicklungsrechtlichen Genehmigung an das Konzept folgende Forderungen gestellt:
  • eine zeitgemäße, moderne Architektur mit regionalem Bezug,
  • stimmige Proportionen,
  • eine harmonische Fassadengestaltung,
  • eine ruhige Dachlandschaft sowie
  • eine homogene Material- und Farbwahl.

Auswahlverfahren

Die Auswahl der Konzepte für die Reihenhausbaufelder erfolgt anhand folgender städtebaulich-architektonischer Kriterien:
  • Qualitätsbewusstes und nachhaltig kostengünstiges Konzept
  • Städtebauliche und architektonische Lösung mit Blick auf die Umgebung (Umfeld- und Nachbarschaftsverträglichkeit)
  • Innovationsgehalt und Schlüssigkeit des Energiekonzepts

Die Auswahl der Konzepte für das Mehrfamilienhausgrundstück „B“ erfolgt analog anhand der v.g. Kriterien für die Reihenhausgrundstücke, sowie ergänzend anhand der besonderen Anforderungen an die o.g. Konzeptinhalte für das Mehrfamilienhausgrundstück „B“.

Bewerbung / Grundstücksvergabe

Die Bewerbung einschließlich des auf der Grundlage der v.g. Kriterien erarbeiteten Konzeptes zur Bebauung der/des von Ihnen beworbenen Grundstücke/s ist bis zum 4. Juni 2020 (Datum des Poststempels) beim Amt für Bodenmanagement und Geoinformation einzureichen.

Die Bewerbung auf mehrere Grundstücke ist grundsätzlich zulässig, wobei die Reihenfolge anzugeben ist, in der die Zuteilung favorisiert wird. Eine Bewerbung kann auf 3 Lose im Bereich der Reihenhausbaufelder erfolgen. Selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass dann auch der Erwerb aller genannten Grundstücke gewünscht und realisierbar ist. Die Stadt Trier behält sich vor, bei städtebaulich gleichwertigen Konzepten die Grundstücke auf mehrere Bewerber zu verteilen.

Ein Rechtsanspruch auf Zuteilung eines Grundstücks besteht nicht. Die Stadt Trier behält sich nach Sichtung der eingereichten Unterlagen die Entscheidung vor, ob das Konzept die vorgenannten Voraussetzungen erfüllt oder sie die Grundstücke, für die aus ihrer Sicht keine geeigneten Konzepte vorgelegt wurden, erneut ausschreibt.

Unvollständige oder unzureichende Unterlagen und Nachweise sowie Widersprüche zu den grundsätzlichen Anforderungen an die Bebauungs- und Nutzungskonzeption führen zum Ausschluss vom Verfahren.

Wir weisen darauf hin, dass von der Stadt Trier keine dem Bewerber entstandenen Planungskosten (z.B. Architektenkosten etc.) und sonstigen Auslagen, übernommen werden. Diese gehen in jedem Falle ausschließlich zu Lasten des Bewerbers.

Reservierungsentgelt

Der Stadtrat entscheidet abschließend über die Zuteilung der Baugrundstücke. Nach Erteilung einer Reservierung auf das/die Grundstück/e ist ein Reservierungsentgelt in Höhe von 5000 Euro je Reihenhausgruppe bzw. für das Grundstück „B“ - innerhalb eines Monats ab Erteilung der Reservierung - zu entrichten. Dieser Betrag wird später auf den Kaufpreis angerechnet. Nach der Einreichung der unterschriebenen Reservierungsvereinbarung sowie der Zahlung des Reservierungsentgelts ist das Baufeld für den jeweiligen Erwerber für 4 Monate reserviert.

Kommt es durch Umstände, die die Stadt Trier nicht zu vertreten hat, nicht zu dem geplanten Erwerb des/der Grundstücks/e, wird die Stadt Trier die im Rahmen der Reservierung angefallenen Aufwendungen und Zinsverluste geltend machen, da hierdurch und durch eine wesentlich spätere Übereignung als geplant, der Stadt Trier ein Schaden entsteht, den diese im Rahmen eines pauschalen Schadensersatzes geltend macht. Dem Kaufinteressenten bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass ein Schaden nicht entstanden oder dieser wesentlich niedriger als die Pauschale ist. Der Schadenersatz wird mit der hinterlegten Summe verrechnet, so dass nur noch der überschießende Teil der hinterlegten Summe erstattet wird.

Kaufpreis

Die Grundstücke liegen im Entwicklungsgebiet und werden daher zum jeweils aktuellen Verkehrswert zum Zeitpunkt der Kaufvertragsunterzeichnung veräußert. Der Verkehrswert wird von dem zuständigen Gutachterausschuss für Grundstückswerte für den Bereich der Stadt Trier ermittelt. Die zur Zeit aktuellen Grundstückspreise sind aus der als Download hinterlegten Preisliste zu entnehmen.In dem Kaufpreis sind Zu- und Abschläge, z.B. für Randlagen, Grundstücksgröße, Dienstbarkeiten und Entwässerung bereits berücksichtigt. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bis zu einem notariellen Beurkundungstermin eine Wertfortschreibung stattfinden kann.

Genehmigung / Vertrag / Baubeginn

Entwicklungsrechtliche Genehmigung
Nach Erteilung einer verbindlichen Reservierung ist zunächst ein Antrag auf entwicklungsrechtliche Genehmigung auf Grundlage der eingereichten Unterlagen beim Stadtplanungsamt einzureichen. Nach Erhalt der entwicklungsrechtlichen Genehmigung ist das bauordnungsrechtliche Verfahren innerhalb eines Monats beim Amt für Bauen, Umwelt und Denkmalpflege einzuleiten.

Kaufvertrag/Baubeginn
Der notarielle Kaufvertrag ist innerhalb von 4 Monaten nach Zahlung des Reservierungsentgelts zu schließen. Der Baubeginn muss innerhalb eines Jahres, die Fertigstellung innerhalb von 3 Jahren, jeweils gerechnet ab der Vertragsunterzeichnung erfolgen. Um diese Fristen sicherzustellen, wird in dem abzuschließenden notariellen Kaufvertrag eine Bestimmung aufgenommen, nach der das/die Grundstück/e – falls der Erwerber eine Bebauung nicht vornimmt – an die Stadt zurück zu übertragen ist/sind. Im Grundbuch wird für die Stadt Trier ein entsprechendes Recht (Rückauflassungsvormerkung) eingetragen. Dem Erwerber wird in diesem Fall nur der gezahlte Kaufpreis ohne Zinsen und sonstige Geldbeschaffungskosten zurückerstattet.

Vermessung/Baugrund
Eine Aussage über den Baugrund für jedes einzelne Baugrundstück kann nicht getroffen werden. Das Risiko, bei der Gründung des vorgesehenen Bauwerks Mehraufwendungen wegen schlechter Baugrundverhältnisse aufbringen zu müssen, trägt der Erwerber.
Die Kosten für die erstmalige katastermäßige Vermessung und Aufteilung der einzelnen Reihenhausgrundstücke ist im Kaufpreis enthalten und gehen zu Lasten der Stadt Trier. Die Durchführung erfolgt durch das Amt für Bodenmanagement und Geoinformation der Stadt Trier. Etwaige weitergehende Vermessungen, wie etwa die Vermessung von Dienstbarkeitswegen, gehen ausschließlich zu Lasten der Erwerber.

Städtebaulicher Vertrag
Für das Mehrfamilienhausgrundstück „B“ wird u.a. zur Absicherung der Umsetzung des ausgewählten Konzeptes, der Verwirklichung des öffentlich geförderten Mietwohnungsbaus zwischen der Stadt Trier und dem künftigen Erwerber zusätzlich zu dem Kaufvertrag ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen. In diesem städtebaulichen Vertrag werden Verpflichtungen des Erwerbers, wie z.B. die Errichtung öffentlich geförderter Mietwohnungen, mit Vertragsstrafen belegt. Zur Absicherung des öffentlich geförderten Mietwohnungsbaus wird im Grundbuch zu Gunsten der Stadt Trier eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit eingetragen.

Allgemeine Informationen

Alle tatsächlichen und rechtlichen Angaben in diesen Ausschreibungsunterlagen sind mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt worden. Gleichwohl kann für die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden. Dies schließt auch die in den Ausschreibungsunterlagen enthaltenen und beigefügten Pläne, Preise, Abbildungen und Flächenangaben ein. Die genannten Daten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jeder Bewerber / Interessent wird daher aufgefordert, sich über den Zustand und die Lage der Grundstücke selbst zu informieren und die notwendigen Feststellungen zu treffen.

Die persönlichen Daten werden ausschließlich für Zwecke des Verkaufs der Reihenhausgrundstücke sowie des Verkaufs des Mehrfamilienhausgrundstücks „B“ erhoben und genutzt. Mit der Abgabe eines Kaufangebotes entsteht kein Anspruch auf Abschluss eines Kaufvertrages.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass es sich um eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe von Erwerbsanfragen handelt.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass mit der Übersendung/Download der Ausschreibungsunterlagen zu diesen Objekten keine Beauftragung von Maklerdiensten verbunden ist. Ebenso kann mit der Zusendung/Download der Ausschreibungsunterlagen kein Anspruch auf Erwerb der Liegenschaften hergeleitet werden.

Alle Bewerbungen und im Zusammenhang mit evtl. verbundenen Vorarbeiten von Seiten der Bewerber/Interessenten (wie z. B. Fertigung von Plänen, die Stellungnahme einer Bauvoranfrage etc.) erfolgen auf eigenes Risiko. Entstehende Kosten sind vom Bewerber/Interessenten zu tragen.