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Grundstücksmarktbericht 2016

Der Trierer Immobilienmarkt im Überblick

Castelnau Nr. 1 mit Ladenzeile
Das ehemalige Kasernengebäude "Castelnau Nr. 1" wurde in ein Stadthaus mit 80 Eigentumswohnungen umgewandelt. Foto: Gutachterausschuss

Die Ereignisse und Entwicklungen auf dem Trierer Immobilienmarkt innerhalb des Berichtsjahres 2015 lassen sich zu folgendem Überblick zusammenfassen:

Mit rund 1650 registrierten Kaufverträgen lag der monetäre Gesamtumsatz mit 506 Millionen Euro rund 54 % über dem Vorjahresniveau. Stiegen die Umsätze der bebauten Grundstücke bei einer um rund 6 % höheren Vertragsanzahl im Vergleich zum Vorjahr überwiegend aufgrund großvolumiger Gewerbeobjekte um 70 % (bereinigt um besondere Kauffälle um 13 %), so fielen bei gleicher Vertragszahl die Geld- und Flächenumsätze bei den unbebauten Grundstücken um 15 % bzw. 25 %. Im größten Marktsegment des Trierer Immobilienmarktes, dem Wohnungs- und Teileigentum, wurde mit einem Geldumsatz von 175,2 Millionen Euro bei 925 Kaufverträgen eine höhere Aktivität im Vergleich zum umsatzschwachen Vorjahr (+ 54 % Umsatz / + 26 % Verträge) verzeichnet. Mit 707 Eigentumswohnungen und 166 Studentenappartements (Kleinwohnungen bis 40 m² Wohnfläche) wurden bezogen auf 2014 185 Wohnungen und 166 Appartements mehr verkauft. Während sich Anzahl und Umsatz von Neubau- und umgewandelten Wohnungen sich im Vergleich zu 2014 verdoppelt haben und damit wieder auf dem Niveau des umsatzstarken Jahres 2012 liegen, rangierten Preise für weiterverkaufte Gebrauchtwohnungen auf dem Vorjahresniveau. Die umgesetzte Wohn-/ Nutzfläche aller verkauften Eigentumswohnungen betrug rund 61.000 Quadratmeter (inklusive 3.750 m² Wohnfläche für Studentenappartements).

Die Preise für Neubauwohnungen in der Stadt stiegen im Mittel leicht um 4 %. Die höchsten Preise von durchschnittlich 4.150 Euro/m² Wohnfläche wurden im Bereich der Innenstadt erzielt.

Bei den gebrauchten Eigentumswohnungen wurde eine Preissteigerung von durchschnittlich 3 % beobachtet. Gebrauchte Eigentumswohnungen in den westlichen Stadtteilen wurden zu rund 7 % höheren Preisen als in 2014 gehandelt, bilden aber weiterhin das untere Ende der lagebezogenen Preisskala.

Gebrauchte normal unterhaltene Einfamilienhäuser verteuerten sich um durchschnittlich 3 %. Die Kaufpreise für ältere Häuser (Baujahre bis 1980) in den einfachen Wohnlagen gaben um bis zu 9 % nach, in den übrigen Lagen wurden für Objekte mit Baujahren bis 1990 ähnliche Preise wie in 2014 erzielt. Kaufpreise für neuere Häuser lagen um 3 % (mittlere / gute Lage), 6 % (einfache Lage) und 10 % (sehr gute Lage) über denen des Vorjahres.

Die Kaufpreise von Ertragsobjekten haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Für rein wohnwirtschaftlich genutzte Mehrfamilienhäuser wurden im Durchschnitt rund 10 %, für Objekte mit gewerblichen Anteil im Durchschnitt rund 5 % höhere Kaufpreise als 2014 erzielt

Die Schwerpunkte des Marktes für individuell bebaubare Wohnbaugrundstücke lagen im vergangenen Jahr im Neubaugebiet BU 13 in Filsch sowie im Neubau- und Konversionsgebiet „Castelnau“ in Feyen. Die Preise für Wohnbaugrundstücke blieben im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr stabil.

Weitere Informationen zum Trierer Immobilienmarkt, wie beispielsweise Umsatzzahlen, Mittelwerte und die gemäß § 193 Baugesetzbuch sonstigen zur Wertermittlung erforderlichen Daten (Indexreihen, Marktanpassungsfaktoren, Gebäude- und Ertragsfaktoren) enthält der Grundstücksmarktbericht 2016.

 
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