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Arbeitskreis Radverkehr

Wie werden die Bedingungen für den Radverkehr verbessert? Welche konkreten Maßnahmen sollen und können umgesetzt werden?

Der Arbeitskreis Radverkehr , der bereits die Aufstellung des Trierer Radverkehrskonzeptes begleitet hatte, tagt seit 2016 zunächst circa viermal im Jahr, um die im Radverkehrskonzept und Mobilitätskonzept allgemein formulierten Radverkehrsziele beziehungsweise die konkreten Maßnahmenvorschläge zu diskutieren.

Geleitet wird das Gremium vom Beigeordneten Andreas Ludwig. Organisiert und strukturiert werden die Sitzungen durch das Stadtplanungsamt. Der Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern folgender Gruppierungen und Institutionen zusammen:

  • Stadtratsfraktionen
  • Jugendparlament
  • Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Trier-Saarburg
  • Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Trier e.V.
  • Lokale Agenda Trier e.V.
  • Polizeiinspektion Trier
  • Tiefbauamt
  • Straßenverkehrsamt
  • Stadtplanungsamt

Im Einzelfall wird der Arbeitskreis je nach Fragestellung um zusätzliche Akteure erweitert.

Ziel des Arbeitskreises ist es, bei der konkreten Maßnahmenplanung im Bereich des Radverkehrs alle relevanten Belange zu berücksichtigen und einen möglichst breiten Konsens für die Umsetzung zu finden.

Im Arbeitskreis werden die aktuellen Radverkehrsplanungen der Verwaltung (gegebenenfalls in verschiedenen Varianten) vorgestellt und mit den Teilnehmern erörtert. Die Ergebnisse werden von der Verwaltung im Rahmen der Überarbeitung der Planungen eingearbeitet beziehungsweise als Empfehlungen an den zuständigen Dezernatsausschuss IV im Rahmen der Beschlussvorlage weitergegeben.

4. Sitzung (24. April 2017)

Mangelhafte / fehlende Radführung in der Hindenburgstraße
Mangelhafte Radführung
in der Hindenburgstraße
Wichtigste diskutierte Projekte:

Festsetzung der Radverkehrsmaßnahmen, die noch 2017 (und ggf. 2018) umgesetzt werden sollen (entsprechende Personalressourcen vorausgesetzt):

Radverkehrsmittel-Haushalt (125.000 Euro konsumtiv)

  • Radführung Hindenburgstraße im Zuge Neuorganisation des Parkens
  • Optimierung der Markierung Parkierungsflächen Gartenfeldstraße (Verbesserung für Radverkehr)
  • Piktogrammkette Weberbach

Über eigene / andere Haushaltspositionen:

  • Radweg im Zuge Dammerneuerung Zurlauben
  • Verbesserungen Radquerungen an den Knotenpunkten Südallee (Querung der Knoten „in einem Zug“ ermöglichen, optimierte Linienführung) im Zuge Austausch Steuergeräte
  • Neuordnung Radverkehrsführung im Zuge Bachrenaturierung Olewig (ggf. 2018)

Finanzierung über SWT:

  • Fahrradstation am Hauptbahnhof (Beginn in 2017 geplant, Fertigstellung 2018)

In Umsetzung befindliche / zu großen Teilen abgeschlossene Maßnahmen:

  • Lückenschluss Rindertanzstraße (Verfüllung Unterführung / Pflasterung / Verbreiterung Seitenraum / Bordsteinabsenkung / Beschilderung fehlt noch)
  • Lückenschluss Straßburger Allee
  • Öffnung Busspuren im Bereich Zufahrt Hauptbahnhof mit Radfahrerampel, weitere Optimierungen noch erforderlich
  • Radführung Kohlenstraße bergauf (ampelsignalisierte Fußgängerquerung im Bereich der Umweltspur fehlt noch)
  • Loebstraße: Radweg bis zur Unterführung Autobahn/Anschluss Moselradweg
  • Anpassung der Beschilderung im Zuge der Freigabe Parkanlagen für den Radverkehr (Mattheiser Weiher abgeschlossen, weitere Parkanlagen folgen)

3. Sitzung (7. Februar 2017)


Visualisierung einer möglichen
Fahrrad-Piktogrammspur
in der Straße Weberbach
Wichtigste diskutierte Projekte:
  • Sanierung Hochwasserschutzdamm Zurlauben: Im Zuge der umfangreiche Dammsanierungsmaßnahmen werden auch die Bedingungen für den Radverkehr optimiert (so wird beispielsweise der Weg auf der Dammkrone auf 3,00 Meter verbreitert).
  • Ehranger Straße und Eurener Straße: Es wurden die Möglichkeiten der (Wiederherstellung) spezieller Radführungselemente diskutiert.
  • Fahrradstraße Eberhardstraße – Zellstraße – Krausstraße – Hubert-Neuerburg-Straße – Im Nonnenfeld – Rodestraße: Als Ziel wurde festgehalten, bis zum nächsten Arbeitskreis die konkrete Planung der „Fahrradstraße Süd“ auszuarbeiten und im Gremium vorzustellen. Die Maßnahme soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
  • Freigabe des Radfahrens in Grünanlagen: Es erfolgt eine systematische Bestandsaufnahme der vorhandenen Beschilderungen in den Grünanlagen. Ziel ist die Herstellung eines Zustandes in allen Grünanlagen, der den Regelungen der städtischen Grünflächensatzung entspricht (Freigabe aller Wege für Radfahrer).
  • Radführung durch eine Piktogrammkette: Die Stadt Trier hat sich zur Teilnahme an einem Forschungsprojekt beworben, das sich mit der Wirkung von Piktogrammketten für Radfahrer auf Fahrbahnen ohne gesonderte Radführungen (Schutzstreifen und Radfahrstreifen) befasst. Anwendungsgebiet soll vor allem die Weberbach sein, falls möglich auch die Saarstraße/Matthiasstraße und die Paulinstraße. Der Arbeitskreis spricht sich dafür aus, auch unabhängig vom Forschungsprojekt die Markierung von Piktogrammspuren als Verkehrsversuch auf der Straße Weberbach zu markieren.

2. Sitzung (23. November 2016)


Radverkehrslückenschluss im
Zuge der Verfüllung einer
ehemaligen Unterführung
an der Porta Nigra
Wichtigste diskutierte Projekte bzw. Ergebnisse:
  • Radverkehrsverbindung Simeonstraße – Rindertanzstraße: Im Zuge der Verfüllung der ehemaligen Unterführung an der Porta Nigra wird eine Radverbindung geschaffen. Hiermit wird unter anderem die zentrale Innenstadt-Ost-Achse zwischen Nord- und Südallee durchgängig mit dem Rad befahrbar gemacht.
  • Radweg auf ehemaligem Gelände der Moselbahn (Verlängerung des Ruwerradwegs parallel zur Ruwerer Straße bis Einmündung Am Grüneberg): Vorstellung der aktualisierten Detailplanungen. Der Radweg soll nach derzeitigem Stand 2018 fertiggestellt sein.
  • Radweg entlang Loebstraße – Vorstellung der Planungen zum Lückenschluss des Radweges bis zur Unterführung unter der A 602 in Höhe der Einmündung Dasbachstraße: Der Radweg soll 2018 fertig gestellt sein und den Arbeiten zur parallel verlaufenden Fahrbahn vorgezogen werden.
  • Verlängerung des Radwegs durch die Olewiger Kleingartenanlage: Im Zuge einer Renaturierungsmaßnahme (Umgestaltung eines Teilbereichs des Bachlaufs) soll ein direkter Anschluss des Radwegs an die Straße Im Tiergarten erfolgen. Baubeginn ist Mitte 2017, Abschluss ist voraussichtlich Ende 2017.
  • Einrichtung einer Pendlerradroute Konz – Trier – Schweich: In 2017 soll in Zusammenarbeit der drei Verwaltungen durch ein externes Fachbüro eine Machbarkeitsstudie zur Durchführung einer solchen hochwertigen Radverbindung des Alltagsradverkehrs erarbeitet werden.
  • Radführung entlang der Kohlenstraße: Im Zuge einer Deckensanierung wird eine Radverkehrsführung zwischen Keuneweg und Robert-Schuman-Allee bergauf im Seitenraum eingerichtet, indem der westliche Gehweg für den Radverkehr freigegeben und ertüchtigt wird. Hierzu wurden bereits die Bordsteine an den Einmündungen abgesenkt und auf der Fahrbahn ein Sicherheitsrennstreifen markiert. Auf einem Teilabschnitt ist eine Radverkehrsführung über einen freigegebenen Bussonderfahrstreifen (sogenannte Umweltspur) vorgesehen. In 2017 soll diese Umwelstpur komplett durchgezogen werden und die dafür notwendige Lichtsignalanlage errichtet werden.
  • Radführung entlang der Gartenfeldstraße: Es werden konkrete Planungen vorgestellt und diskutiert, wie die Situation insbesondere für Radfahrer und Fußgänger unter Neuordnung des Parkens verbessert werden kann. Der Arbeitskreis spricht sich eindeutig für eine der drei Varianten aus, die nun die Basis für die konkrete Umsetzung bilden wird.
  • Radführung entlang Hindenburgstraße: Es werden konkrete Planungen vorgestellt und diskutiert, wie die Situation insbesondere für Radfahrer und Fußgänger unter Neuordnung des Parkens kurzfristig verbessert werden kann. Aus dem Arbeitskreis kommen wichtige Anregungen, die bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.

1. Sitzung: Konstituierende Sitzung (12. Juli 2016)


Karte, die die Befahrbarkeit
per Rad sowie die Maßnahmen
des Radverkehrskonzepts
darstellt (Ausschnitt)
Am 12. Juli 2016 traf sich der Arbeitskreis Radverkehr das erste Mal nach der Beschlussfassung des Radverkehrskonzeptes durch den Stadtrat. Kern der Sitzung war die Formulierung der konkreten Ziele sowie die Abstimmung und Festlegung des äußeren Rahmens. So wurde der Teilnehmerkreises festgelegt und vereinbart, vierteljährlich zu tagen. Es wurde angeregt, die Planungen des Radverkehrskonzepts zum Radroutennetz verständlicher aufzubereiten und zusätzlich auch Informationen zur aktuellen Nutzbarkeit der einzelnen Routen mit darzustellen.

Interne Dokumente

Mitglieder des AK Radverkehr können die Protokolle und Präsentationen der Sitzungen in einem passwortgeschützten Bereich herunterladen. Die Zugangsdaten erhalten alle hierzu berechtigten Personen beim Fahrradbeauftragten Jonas Klöpfer.