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Stadt am Fluss

Trier liegt zwar an der Mosel, ist dem Fluss insgesamt aber nur wenig zugewandt: Stadt und Fluss trennt eine mehrspurige Straße, der Uferbereich lädt im Innenstadtbereich kaum zum Verweilen ein. Dabei liegt in der Lage am Fluss großes Potenzial für Trier. Oberbürgermeister Klaus Jensen initiierte im Herbst 2007 daher das Großprojekt „Stadt am Fluss“, in dessen Rahmen das Moselufer durch verschiedene Maßnahmen aufgewertet werden soll.

Projektvorschläge

Das Landschaftsarchitekturbüro Bielefeld-Gillich-Heckel erstellte 2009 eine Rahmenstudie, die die aktuellen Defizite benannte, die noch ungehobenen Schätze aufzeigte und konkrete Projektvorschläge skizzierte. Aus einer ausführlichen Analyse leiteten die Planer fünf „Leuchtturmprojekte“ ab, die mit „überschaubarem finanziellem und technischem Aufwand“ umgesetzt werden könnten:

  1. Im Umfeld der Römerbrücke wird ein breites Schwimmdeck mit Gastronomie vorgeschlagen.
  2. Verringerte Verkehrsflächen rund um die Römerbrücke. Für den westlichen Brückenkopf wird ein Kreisverkehr vorgeschlagen, der die gleiche Fahrzeugmenge auf wesentlich geringerer Fläche bewältigen könne. Insgesamt soll das Kulturdenkmal maximal einen Fahrstreifen je Richtung haben.
  3. Eine attraktive Fuß- und Radwegeverbindung vom Moselufer zur Innenstadt. Dieser könnte über die verkehrsberuhigte Johannis- und Krahnenstraße geschaffen werden; für den Durchbruch zur Mosel wird eine großzügiger Tunnel unter der Uferstraße vorgeschlagen.
  4. Schon früher gab es in Trier-Nord ein Strandbad. In Zukunft könnte auf dem weitgehend brach liegenden Moselvorland zwischen Jugendherberge und Nordbad wieder ein attraktiver, leicht zugänglicher Uferabschnitt mit Bademöglichkeit entstehen.
  5. Allein mit einer besseren Pflege der Grünstreifen und Lichtung der Ufergehölze ließe sich die Attraktivität der Radwege an beiden Ufern steigern. Empfohlen wird außerdem der Ausbau des von Fußgängern und Radfahrern stark frequentierten Weges am Krahnen- und Katharinenufer zu einer echten Promenade.

Auch für die Außenbezirke werden Entwicklungsschwerpunkte genannt: Zewen-Oberkirch (Sport, Freizeit), Schloss Monaise (Parkgestaltung, Ausflugsgastronomie), Ex-Brückenbauschule (Campingplatz, Flussbühne, Beachclub), Hafen (neue Trasse des Moselradwegs mit Brücke über der Hafeneinfahrt).

Bessere Pflege der Grünstreifen

Im März 2010 stimmte der Stadtrat der Bereitstellung von 50.000 Euro für die verstärkte Reinigung und Pflege des Moselufers zu, so wie im „Leuchtturmprojekt 5“ vorgeschlagen. Das Ufer wurde für die Pflege in zwei Zonen unterteilt: im Innenstadtbereich zwischen Verteilerkreis und Löllberg bzw. am Westufer zwischen Messepark und Ortsausgang Pallien fährt jetzt einmal pro Woche eine saugende Kehrmaschine über den Fuß- und Radweg. Im gleichen Turnus werden 26 Treppen und 80 Bänke gepflegt, 54 Papierkörbe geleert und die Flächen zusätzlich von Hand gesäubert. In einer zweiten Zone, die im Süden und Norden jeweils bis zum Stadtrand reicht, sind die Reinigungsgruppen auf einer Gesamtlänge von 16,3 Kilometer alle 14 Tage mit dem „Sauger“ im Einsatz. Das Gelände der Schiffsanlegestelle Zurlauben, wo sich ebenfalls viel Müll ansammelt, lässt das städtischen Grünflächenamt von einer externen Firma pflegen. Um die Uferwiesen an der Jugendherberge, am Krahnenufer sowie in Pallien attraktiver für Erholungssuchende zu machen, gelten künftig kürzere Intervalle beim Mähen.

Umfeld Römerbrücke
2011/12 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb zur Neugestaltung des Umfelds der Römerbrücke durchgeführt. Im Dezember 2012 wurden vier Arbeiten prämiert und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aufwertung des Moselufers Trier-Nord als Modellvorhaben der Raumordnung
Strandbad, Promenade und Sitzstufen: Für die Aufwertung des Moselufers in Trier-Nord liegt seit 2013 ein fertiges Konzept vor, das in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Das Projekt wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung als „Modellvorhaben der Raumordnung“ (MORO) im Rahmen der Initiative "Landschaftsnetz Mosel"  gefördert.

 
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