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Medard-Schule

Förderschwerpunkte Lernen und Sprache - Stammschule für die Integrierte Förderung in Trier - Stammschule für die Schwerpunktschulen in Trier - Medienkompetenzschule


Leitbild

Die Medard-Schule ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten Lernen und Sprache (SFL/S). Wie aus der Bezeichnung unserer Schule ersichtlich ist, sind wir eine Schule, die versucht, Kinder und Jugendliche mit Sprach- und Lernbeeinträchtigungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und in der Bewältigung der schulischen Anforderungen so zu unterstützen und zu fördern, dass es ihnen gelingt, die Schule und später ihren Alltag und eine berufliche Tätigkeit erfolgreich zu bewältigen. Seit dem 01.08.2016 ist die Medard-Schule auch Förder- und Beratungszentrum zum Thema schulische Inklusion für die Stadt Trier. Damit wird insbesondere sichergestellt, dass Regelschulen eine qualifizierte sonderpädagogische Beratung und Unterstützung bei der Umsetzung inklusiven Unterrichts erhalten.

Die Lehrkräfte der Medard-Schule versuchen, gemäß dem Auftrag einer Förderschule mit den o.g. Schwerpunkten, der Schülerin/dem Schüler durch eine spezifische Unterrichtsgestaltung in Verbindung mit individuellen Förderangeboten dabei zu helfen, wieder an eine Regelschule zurück zu kehren oder einen ihrer/seiner Leistungsfähigkeit entsprechenden Abschluss an der Medard-Schule zu erwerben (Abschluss der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder Erwerb der Berufsreife – Hauptschulabschluss - nach dem erfolgreichen Besuch des freiwilligen 10. Schuljahres).

Förderschwerpunkt „Sprache“

Förderzeitraum:

Die Förderung im Bereich „Sprache“ findet maximal bis zum Ende der 2. Klasse statt. Bei Bedarf kann jedoch die 1. Klasse wiederholt werden, ohne dass dieses Jahr auf die Schulbesuchszeit angerechnet wird. (Der Besuch der „Sprachheilschule“ kann somit auf 3 Jahre erweitert werden.) Die Einschulung kann schon mit 5 1/2 Jahren erfolgen („Kann-Kinder“).

Klassengröße:

Die Lerngruppen sind relativ klein (ca. 10 – 12 Kinder).

Lehrkräfte:

Ein/e Förderlehrer/in und eine Pädagogische Fachkraft unterrichten und fördern gemeinsam in der Klasse.

Basale Förderung:

In unserer Schule wird z.B. das Würzburger Programm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit weitergeführt.

Rückführung an die Regelschule:

Wir sind als „Sprachheilschule“ Durchgangsschule und unterrichten nach dem Lehrplan der Grundschule (wobei ein Schwerpunkt auf der basalen Förderung liegt). Ist keine sprachsonderpädagogische Förderung mehr notwendig, werden die Kinder an der Regelgrundschule weiter beschult.

Unterrichts-/Förderzeit:

Die Schule ist als Ganztagsschule organisiert. Der gemeinsame Unterricht findet von Montag bis Donnerstag von 8.00h-14.30h statt. Freitags endet der Unterricht um 12.15h. (Den Kindern stehen somit 33 Wochenstunden für Unterricht und individuelle Förderung zur Verfügung.) Die Kinder essen in der Schule. Sie werden mit Bussen zur Schule gebracht. Die Kosten übernimmt der Schulträger. Des Weiteren besteht Lernmittelfreiheit.

Kooperation mit anderen Fachkräften und Institutionen:

Die Medard-Schule arbeitet eng mit Therapeuten wie Logopäden, Ergotherapeuten und ähnlichen Berufsgruppen zusammen.

Förderschwerpunkt „Lernen“

Im Hinblick auf eine individuelle Förderung und um die Schüler wieder zum Lernen zu motivieren, bieten wir folgende Angebote an:

  • differenzierte Förderdiagnostik; Binnendifferenzierung --> individualisierte Lerninhalte mit entsprechenden Aufgaben;
  • individualisiertes Arbeiten in Kleingruppen in einzelnen Unterrichtsstunden;
  • Auflockerung des Unterrichts durch eine Verzahnung von theoretischem und praxisbezogenem Unterricht; Mitbeteiligung von Schülerinnen und Schülern bei der Auswahl von Unterrichtsinhalten und der Gestaltung von Unterricht (--> themen- und situationsabhängig);
  • vielfältige handlungsorientierte Unterrichtsangebote im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und Projekten (z.B. Medarder-Arbeitsweltprojekte);
  • begleitende und unterstützende Angebote durch den Schulsozialarbeiter.

Partizipation

Schule gestalten – mit einander und füreinander

Schule gestalten – mit einander und füreinander, dies ist das Motto unserer Schule. Unser Anliegen ist es, eine Schule zu verwirklichen, in der Schulverdrossenheit und Schulverweigerung, wenn möglich, nicht auftreten. Falls doch, müssen wir genau hinschauen und mit den Schülerinnen und Schülern, mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und mit den Institutionen, die die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten, sprechen. Wir müssen anhören und hinhören, was uns mitgeteilt wird und dann gemeinsam neue Wege suchen.

Um Schulverdrossenheit und Schulverweigerung zu vermeiden, ist es wichtig, dass Menschen motiviert sind, sich einzubringen und dass sie bereit sind, die Angebote – hier von Seiten der Schule – auch anzunehmen.

Hier stellt sich die Frage nach den Bedingungen, die gegeben sein müssen, um Menschen zu motivieren. Aus unserer Sicht muss es die Möglichkeit geben, dass die Schülerinnen und Schüler:

  • für sich und andere die Verantwortung übernehmen können (z. B. in einer Funktion als Pate oder Tutor, Mitverantwortung bei Aufsichten, aktive Teilnahme an dem Klassenrat, Übernahme des Amtes als Klassensprecher/in, Mitglied in der Klassensprecherversammlung oder in der Schülervertretung);
  • Aufgaben bewältigen können/dürfen, die eine Bedeutung für einzelne / für eine Gemeinschaft haben (z. B. Mitglied in der Klassensprecherversammlung oder in der Schülervertretung, Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Schülerzeitung“);
  • Tätigkeiten ausüben, die nicht nur Selbstzweck sind sondern etwas bewirken (z. B. Mitarbeit im Schülercafé, in den Medarder – Arbeitsweltprojekten oder bei schulischen Projekten --> Stichwort: lebensbedeutsames Lernen);
  • das „Leben“ innerhalb und außerhalb der Schule als miteinander verzahnt erleben (Schüler/innen arbeiten z. B. mit anderen Menschen und Institutionen zusammen --> Medarder-Arbeitsweltprojekte; „Expertinnen/Experten“ von außen sind Begleiter auf dem Weg in die Arbeitswelt --> z. B. Angebote des Integrationsfachdienstes der Caritas Trier, der Jugendhilfeeinrichtung „Palais  e. V., „Lernen Fördern“ - Trägergesellschaft Rheinland-Pfalz und der Firma H. Bösen im Rahmen der Vertieften Berufsorientierung, der Berufseinstiegsbegleitung und der Begleitung beim Übergang von Schule in die Berufsschule bzw. in eine Ausbildung);
  • sich in Arbeitsfeldern erleben können, die auch eine Perspektive bieten (mehrwöchige Praktika und Tagespraktika in Betrieben / Firmen, in denen die Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Schule evtl. ein Eingliederungsqualifizierungsjahr (EQJ) absolvieren dürfen, mit der Möglichkeit in ein Ausbildungsverhältnis übernommen zu werden oder direkt mit einer Ausbildung beginnen können).

Sächliche Ressourcen

Die Medard-Schule verfügt über:

  • einen barrierefreien Zugang, einen Fahrstuhl, Duschen auf der 1. Etage und in der Turnhalle und eine spezielle Toilette für Menschen mit Behinderungen;
  • Mädchen- und Jungentoiletten auf jeder Etage, im Umkleidebereich der Turnhalle und auf dem Schulhof:
  • 1 PC – Raum mit 15 Schülerarbeitsplätzen, 2 Medienräume mit Smartboards, 1 Mehrzweckraum mit Beamer und Smartboard, mobile Koffer mit Laptops; Internetzugang in allen Klassenräumen;
  • einen Fachraum für Naturwissenschaften;
  • eine Lehrküche;
  • einen Werkraum;
  • einen Raum für die Arbeit mit Ton und Gips;
  • einen Handarbeitsraum;
  • einen Raum für Bildende Kunst;
  • eine große Turnhalle und einen Psychomotorikraum;
  • eine Schülerbücherei;
  • einen Ruheraum;
  • einen großen Schulhof mit Basketball- und Fußballfeld;
  • einen abgegrenzten Spielplatz für die jüngeren Schüler/innen;
  • einen großen Fuhrpark zur Förderung der Körperkoordination und der Wahrnehmung;
  • Mofas für die praktische Prüfung im Rahmen des Erwerbs des Mofa-Führerscheins.

Schulleben und Kooperationen

Die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit an der Medard-Schule liegen in der:

  • individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen
  • Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung der Schüler/innen
  • Arbeitsweltorientierung (Medarder-Arbeitsweltprojekte = M-A-P)

Kooperationspartner bzgl. der Umsetzung unserer Arbeitsweltprojekte sind das Kloster St. Matthias, das Stift St. Josef, der Integrationsfachdienst der Caritas Trier, „Lernen Fördern“ Trägergesellschaft Rheinland-Pfalz, die Firma Hugo Bösen im Rahmen der „Berufseinstiegsbegleitung“ und die Jugendhilfeeinrichtung „Palais e. V.“. In diesen Arbeitsweltprojekten bzw. Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung erwerben die Schüler/innen grundlegende Qualifikationen in folgenden Berufen:

  • Gartenbau und Landschaftsgestaltung
  • Holz- und Metallbearbeitung
  • Hauswirtschaft
  • Pflege und Betreuung von älteren Menschen

Außerdem:

  • erfolgen Bewerbungstrainings
  • gibt es Hilfen und Unterstützung für die Jugendlichen bei der Kontaktaufnahme zu Firmen und Betrieben
  • erfolgt eine Begleitung bei dem Übergang von der Medard-Schule in die Berufsschule bzw. in ein Ausbildungsverhältnis.
 
Verweisliste

Ansprechpartner

Institution: Medard-Schule

Medardstraße 2
54294 Trier

E-Mail: sekretariat@medardschule.de

Telefon: 0651 - 9937968-0

Telefax: 0651 - 9937968-20

Schulleiter: Rainer Graß

Schulsozialarbeit: nein

Schulträger: Stadt Trier

Ganztagsschule (GTS): verpflichtend im Förderschwerpunkt Sprache, in Angebotsform im Förderschwerpunkt Lernen

Betreuungsmaßnahmen außerhalb der GTS: nein

Sprachförderung Deutsch als Zweitsprache: nein