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Lichtmasterplan

Beleuchtung des Petrusbrunnens. Foto: PA
Neben der Beleuchtung des Petrusbrunnens dominiert auf dem Hauptmarkt vor allem das zum Teil grelle Schaufensterlicht der Geschäfte, während die oberen Stockwerke der Gebäude im Dunkeln liegen. Der Lichtmasterplan zeigt viel Verbesserungspotenzial für die abendliche Inszenierung der Trierer Plätze auf.

Mit einem ambitionierten Leitbild nimmt Trier die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Angriff. Der 118 Seiten starke und vom Stadtrat im Juli 2014 einstimmig beschlossene Lichtmasterplan soll zu einer besseren nächtlichen Präsentation der Plätze und Baudenkmäler, aber auch zu Energie- und Kostenersparnissen führen. Das Konzept wurde vom Büro Licht-Raum-Stadtplanung (Wuppertal, Karlsruhe) erarbeitet, das mit seinem Team von Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Lichttechnikern bereits in 35 Städten, darunter Leipzig, Stuttgart, Bamberg und Esch-sur-Alzette ähnliche Projekte umgesetzt hat.

Umstellung auf die energiesparende LED-Technik, weniger Streulicht, eine Abstufung der Lichtpunkthöhen je nach der Funktion Haupt-, Sammel- oder Wohnstraße: Diese Vorgaben gelten für die gesamte Straßenbeleuchtung in Trier und sollen bereits 2014/15 bei den Bauprojekten Walramsneustraße, Umgehung Ehrang, Hafenstraße und Loebstraße umgesetzt werden. Bei der Auswahl der Leuchte, die jetzt sukzessive die alten Laternen ersetzen soll, entschied man sich für den Typ „Luma“ von Philips.

Fußgängerzone

Möglichst bald soll auch die Situation in der Fußgängerzone, die in dem Konzept besonders ausführlich behandelt wird, verbessert werden. Definiert werden dabei folgende Ziele:

  • Leuchtentypen:
    schlanke Lichtstelen und Pendelleuchten, die im Unterschied zu Mastleuchten an einem die Straße überspannenden Seil befestigt sind. Zusätzlich zur Ausleuchtung der Plätze: an den Fassaden angebrachte Traufstrahler.
  • Lichtfarbe:
    Gelblich-weiß, also ein „warmes“ Licht im Bereich von 3000 Kelvin. Die Hauptverkehrsachsen, wie zum Beispiel der Alleenring, sollen eine „kühlere“ Lichtfarbe im Bereich von 4000 Kelvin erhalten, so dass das Straßennetz besser ablesbar wird.
  • Lichtpunkthöhen:
    fünf bis acht Meter.
  • Lichttechnik:
    Umrüstung auf LED.

Akzentbeleuchtung

Unter der Überschrift „Akzentbeleuchtung“ sind im Masterplan Vorschläge zusammengefasst, die das nächtliche Stadtbild insgesamt betreffen. So soll durch eine Hervorhebung des Ensembles Dom/Liebfrauen, der Konstantinbasilika, der Gangolf- und der Pauluskirche eine unverwechselbare nächtliche Stadtsilhouette entstehen. Zugleich soll die Innenstadt durch Lichtbrücken mit dem Moselufer verbunden werden.

Die Verabschiedung des Lichtmasterplans geht einher mit einer Veränderung in den Eigentumsverhältnissen: Bisher befanden sich 7900 Leuchten im Besitz der Stadt Trier, während die Versorgungs-GmbH der Stadtwerke (SWT) für 3000 Laternen zuständig war. Künftig soll die gesamte Straßenbeleuchtung in Trier in das Eigentum der SWT-AöR, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt, übergehen.

 
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