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Fahrradstation am Hauptbahnhof

Foto: Präsentation des Projekts Fahrradstation am Hauptbahnhof.
OB Wolfram Leibe (l.) als Vertreter des Stadtvorstands, Rainer Lehnart (2. v. l.) und Thomas Albrecht (2. v. r.) aus dem Stadtrat sowie Olaf Hornfeck (r.), Frank Birkhäuer (3. v. r.) und Arndt Müller (3. v. l.) von den Stadtwerken wollen das Projekt Fahrradstation gemeinsam vorantreiben.

Die Stadtwerke Trier (SWT) und die Deutsche Bahn AG haben sich auf die Modalitäten zum Kauf des rund 1200 Quadratmeter großen Geländes an Gleis 10 Süd (ehemaliger Expressgutschuppen) des Trierer Hauptbahnhofs geeinigt. Geplant ist ein Rundum-Paket aus Fahrradstation, Werkstatt, Sanitäranlagen und Büroflächen auf rund 360 Quadratmeter Gebäudegrundfläche.

„Die Stadtwerke haben in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt in den vergangenen Jahren ein Konzept entwickelt, das neue Mobilitätslösungen rund um unseren Hauptbahnhof schafft, städtebaulich attraktiv ist und je nach Bedarf erweitert werden kann“, erklärte Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei der Projektpräsentation im Dezember 2015. SWT-Vorstand Arndt Müller erläuterte das Konzept: „Mit der neuen Fahrradstation möchten wir Mehrwert für viele Zielgruppen schaffen: Neben überdachten und überwachten Abstellmöglichkeiten kann auch Platz für touristische Fahrradleihsysteme oder Citybike-Lösungen vorgesehen werden.“

Insgesamt 164 Stellplätze auf zwei Ebenen soll die Fahrradstation im ersten Schritt bieten. Bei einem höheren Bedarf ist die Anlage modular erweiterbar. Für welchen Anbieter sich die Stadtwerke konkret entscheiden, steht noch nicht fest. Aber das Prinzip ist bei allen ähnlich: Mit einer Chipkarte sollen registrierte Nutzer über ein Drehkreuz rund um die Uhr Zugang zu den Stellplätzen haben. Diese sichern die Räder automatisch gegen Diebstahl und sind teilweise mit Lademöglichkeiten für E-Bikes ausgestattet. Außerdem sind auch Stellflächen für Fahrradanhänger vorgesehen.

In dem Neubau sollen neben der Abstellhalle die Fahrradwerkstatt und -verleihstation des Bürgerservice, eine Ladesäule mit Ökostrom für E-Bikes, eine behindertengerechte Toilette und der Wachraum der Bahnpolizei untergebracht werden. Die Investition beläuft sich voraussichtlich auf rund eine Million Euro. Verhandlungen mit dem Land Rheinland-Pfalz bezüglich möglicher Zuschüsse laufen.

Frank Birkhäuer, Leiter des SWT-Verkehrsbetriebs, freut sich, dass mit der Fahrradstation der Fächer der Mobilitätsangebote am Hauptbahnhof weiter geöffnet wird: „Damit sind perspektivisch neue Reiseketten aus klassischem Zug-, ÖPNV- und Fernbusangebot mit individuellem Carsharing oder Fahrrad möglich."

Die Bauarbeiten haben im April 2017 mit dem Abriss der alten Expressguthalle begonnen. Die Eröffnung der Fahrradstation ist für 2018 geplant.

(Stand: April 2017)

 
Bildergalerie
  • Foto: Der alte Expressgutschuppen am Hauptbahnhof
  • Foto: Lageplan mit Raumaufteilung der Fahrradstation
  • Abbrucharbeiten auf dem Gelände der alten Expressguthalle