Sprungmarken

Wettbewerb Umfeld Porta Nigra

Visualisierung des Siegerentwurfs: Der Blick über die Nordallee zur Porta Nigra zeigt, wie sich der Umrisse des römischen Stadttors in der unterschiedlichen Pflasterung des Platzes abzeichnet. Abb.: Atelier Loidl
Visualisierung des Siegerentwurfs: Der Blick über die Nordallee zur Porta Nigra zeigt, wie sich der Umrisse des römischen Stadttors in der unterschiedlichen Pflasterung des Platzes abzeichnet. Abb.: Atelier Loidl
Im Herbst 2010 veranstaltete die Stadt Trier einen Wettbewerb zur Neugestaltung des Umfelds der Weltkulturerbestätte Porta Nigra. Von 25 Landschaftsarchitektur- und Stadtplanungsbüros, die anhand ihrer Bewerbung zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert wurden, hatten 15 einen Beitrag abgegeben. Den mit 32.500 Euro dotierten ersten Preis gewann der Entwurf des Berliner Ateliers Loidl, Leonard Grosch.

Darüber hinaus hat die Jury drei dritte Preise und eine Anerkennung vergeben. Die jeweils mit 14.500 dotierten dritten Preise gingen an die GbR Hahn von Hantelmann (Hamburg), an die Landschaftsarchitekten Schmid, Treiber und Partner (Leonberg) und an die Arbeitsgemeinschaft WW+ Architektur und terra.nova Landschaftsarchitektur (Esch-sur-Alzette/München). 9000 Euro und eine Anerkennung gehen an die Wandel Höfer Lorch GmbH aus Saarbrücken mit BGHplan aus Trier.

Dem Preisgericht unter der Leitung von Prof. Kunibert Wachten gehörten Oberbürgermeister Klaus Jensen, Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani, Thomas Metz (Generaldirektion Kulturelles Erbe), Dr. Christian Schüller-Beigang (Landeskulturministerium), Rainer Lehnart (Stadtrat), der Landschaftsarchitekt Klaus Bierbaum, der Architekt Jürgen Minkus und der Stadtplaner Prof. Oskar Spital-Frenking an.

Der Wettbewerb wurde mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm für nationale UNESCO-Welterbestätten gefördert.  „Es ging darum, das herausragende Kulturdenkmal Porta Nigra in Szene zu setzen, ohne dabei die heutigen Bedürfnisse wie ÖPNV-Anbindung und Aufenthaltsqualität zu vernachlässigen“, beschrieb Kaes-Torchiani anlässlich der Preisverleihung die Aufgabenstellung. Die Porta liege heute nicht mehr am Rand, sondern mitten in der Stadt, dennoch solle durch die Neugestaltung ihres Umfelds ihre ursprüngliche Funktion als Stadttor dokumentiert werden, so die Dezernentin.

Ausschlaggebend für das Preisgericht sei die Einfachheit des Konzepts Loidl und die Rücksichtnahme auf das Denkmal mit bewusstem Verzicht auf eine kleingliedrige Ausstattung des Platzes gewesen, so Kaes-Torchiani. Für die Verlegung des Bussteigs in die Christophstraße sei eine gute Lösung gefunden worden.

Die eindeutige Entscheidung der Jury bedeutet nicht, dass das Konzept des Ateliers Loidl eins zu eins verwirklicht wird. „Wir haben jetzt eine wichtige Grundlage, aber es war kein Umsetzungswettbewerb“, betonte Kaes-Torchiani. Zumal die Finanzierung des neuen Porta-Nigra-Platzes ohne eine weitere Förderung durch die Bundesregierung kaum möglich sein wird. Für die nahe Zukunft kündigte die Baudezernentin einen öffentlichen Workshop und einen Bürgerdialog zu den Wettbewerbsergebnissen an.

Wettbewerbsunterlagen der prämierten Entwürfe

Ein genaueres Bild von den einzelnen prämierten Gestaltungsentwürfen bieten die Wettbewerbsunterlagen mit Erläuterungen, die hier jeweils als pdf-Dateien zum Herunterladen bereit stehen:

(Tipp: Zum Herunterladen mit der rechten Maustaste auf den Link klicken und "Speichern unter" oder "Sichern unter" wählen)

 
Zuständiges Amt