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Jahresrückblick 2010

Januar

„Lernen vor Ort“ beginnt
Das zehnköpfige Projektteam, das das Bildungsförderprogramm „Lernen vor Ort“ umsetzt, nimmt die Arbeit auf. Es soll die Chancen „bildungsferner“ Schichten deutlich verbessern, sich eine eigenständige berufliche Existenz aufzubauen. Ein weiteres Ziel des vom Bund und dem EU-Sozialfonds geförderten Projekts ist die Erleichterung von Übergängen, zum Beispiel von der Schule in den Beruf. Die Stadt erhofft sich unter anderem fundierte Grundlagen für politische Entscheidungen, die in den nächsten Jahren nicht zuletzt wegen des demografischen Wandels zu treffen sind. (5. Januar)

Bürgerempfang
Seine kommunalpolitische Agenda für 2010 skizziert Oberbürgermeister Klaus Jensen beim Bürgerempfang, der zum zweiten Mal in eher lockerem und für alle Interessenten offenem Rahmen stattfindet. Als wichtige Investitionen nennt er Schulsanierungen, den Straßenbau sowie den Ausbau der Kleinkindbetreuung. Zu den zentralen Projekten 2010 zählt Jensen die Gründung der Städtepartnerschaft mit Xiamen und die Fortsetzung des Bürgerhaushalts. Verantwortlich für die im Vergleich zur Premiere 2009 geringere Besucherzahl mit rund 500 Gästen in der Arena ist auch der eintretende starke Schneefall am Abend. (7. Januar)

Ex-OB Wagner wird 80
Beim Empfang der Landesregierung zum 80. Geburtstag von Carl-Ludwig Wagner  (Foto) würdigt OB Klaus Jensen seinen Amtsvorgänger, der von 1976 bis 1979 die Stadt regierte. Zu Wagners Verdiensten zählen der Bau der Europahalle, der Ausbau der Universität, die Entwicklung zur Kongress- und Tagungsstadt und sein grenzüberschreitendes Engagement, dem Trier die Entwicklung zu einer europäischen Stadt verdankt. (8. Januar)

Konstituierende Sitzung
Mit 13 von 18 Stimmen wählen die Mitglieder des neuen Beirats für Migration und Integration Dr. Maria Duran Kremer bei ihrer konstituierenden Sitzung zur Vorsitzenden. Die Etablierung des Gremiums, das den Ausländerbeirat ablöst und jeweils fünf Jahre im Amt ist, basiert auf einem Landesgesetz vom März 2008. Es sieht unter anderem vor, dass die Kommunen Ratsmitglieder zusätzlich berufen können. (12. Januar)

Ratsinformationssystem
Umfassende Informationen über die Arbeit kommunalpolitischer Gremien wie Stadtrat, Ausschüsse und Ortsbeiräte können Bürger unter https://info.trier.de/bi abrufen. Dort sind Sitzungstermine, Tagesordnungen, öffentliche Vorlagen und Niederschriften einsehbar. OB Klaus Jensen wertet die Freischaltung als weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung. (15. Januar)

Haus des Jugendrechts entsteht
Den Startschuss für den Umbau der früheren Gneisenaukaserne in ein Haus des Jugendrechts geben OB Klaus Jensen, Innenminister Karl Peter Bruch, Bürgermeister Georg Bernarding und Kreisbeigeordneter Dieter Schmitt, indem sie ein Stück Mauerwerk aus dem maroden Mittelbau herausbrechen. Er soll bis Sommer 2011 durch einen Neubau ersetzt werden. Die denkmalgeschützten Eckelemente von 1899 werden restauriert. Ziel des Haus des Jugendrechts ist, die Kriminalprävention zu stärken, die Verfolgung junger Straftäter zu beschleunigen und deren Resozialisierung zu verbessern. (20. Januar)

Neu im Stadtvorstand: Angelika Birk und Thomas Egger (rechts).
Neu im Stadtvorstand: Angelika Birk und
Thomas Egger (rechts).
Birk und Egger vereidigt
Auf ihre neuen Ämter werden Bürgermeisterin Angelika Birk (B 90/Grüne) und Beigeordneter Thomas Egger (FDP) vor den Mitgliedern des Stadtrats und im Beisein zahlreicher Besucher vereidigt. Die ehemalige Ministerin aus Schleswig-Holstein übernimmt die Leitung des Dezernats II mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales, Jugend und Sport, während der bislang als Rechtsanwalt tätige Egger für das Dezernat III mit den Aufgabengebieten Wirtschaft, Kultur, Sicherheit und Ordnung verantwortlich zeichnet. Sie lösen am 14. Februar Bürgermeister Georg Bernarding und Beigeordneten Ulrich Holkenbrink ab. (28. Januar)

Hybridbus oder Seilbahn
Trier unternimmt einen neuen Anlauf für eine direkte ÖPNV-Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und den Höhenstadtteilen. Mit großer Mehrheit votiert der Stadtrat für eine vertiefte Prüfung der technischen und finanziellen Rahmenbedingungen. Auf ein Verkehrssystem für den Petrisbergaufstieg wollen sich die Kommunalpolitiker noch nicht festlegen. Auch die Seilbahn bleibt neben dem Hybridbus im Gespräch. (28. Januar)

Februar

Masterplan für Trier-West
Einen städtebaulichen Rahmen für eine zukunftsorientierte Entwicklung von Trier-West formuliert der Mas-terplan. Vertieft analysiert sind die wichtigsten Potenzialflächen, etwa im Bereich Eurener-/Hornstraße, das Moselufer sowie die für neue Nutzungen bereit stehenden Areale der Jägerkaserne, des Busdepots, des Bahnausbesserungswerks und des Güterbahnhofs. (10. Februar)

Abschied vom Rathaus
Nach 28 Jahren, davon 23 als Jugend-, Sport- und Feuerwehrdezernent, endet die Amtszeit von Bürgermeister Georg Bernarding am 13. Februar. Zu seinen Verdiensten zählen die Erweiterung des Moselstadions,  und die Eröffnung der ersten Integrierten Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr. Nach acht Jahren scheidet auch Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink aus dem Stadtvorstand aus. In seine Amtszeit fallen die Konstantin-Ausstellung mit der Erweiterung und Renovierung des Stadtmuseums Simeonstift sowie die Fortentwicklung der Bildungslandschaft mit vielen ergänzenden Angeboten im schulischen Bereich. (13. Februar)

Bundespräsident Horst Köhler beim letzten Regionalbesuch seiner Amtszeit.
Bundespräsident Horst Köhler beim letzten Regionalbesuch
seiner Amtszeit.
Bundespräsident in Trier
Der erste Regionalbesuch seiner zweiten Amtszeit führt Bundespräsident Horst Köhler nach Trier. Bei Besichtigungen von zwei Trierer Unternehmen stehen innovative Produkte und die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt im Blickpunkt. (18. Februar)

„Xynthia“ wütet in der Stadt
In fünf Stunden gehen 2 500 Notrufe ein, als Orkan „Xynthia“ über Trier wütet. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz sind stundenlang im Einsatz, um Sturmschäden zu beseitigen. (28. Februar)

März

Energieagentur gegründet
Eine Trendwende soll die Energieagentur unterstützen, die von regionalen Sparkassen und Volksbanken gefördert wird. Sie hat ihren Sitz im Umweltzentrum der Handwerkskammer und versteht sich als flächendeckende Anlaufstelle im Energiesektor mit den Schwerpunkten Produktion, Einsparung und Effizienzsteigerung. Aus einer Analyse der Stärken und Schwächen beim Verbrauch und der Produktion von Energie will die Agentur eine effek-tive Strategie erarbeiten, um den Wandel zum Energieexporteur zu schaffen (9. März)

Unfallschwerpunkte
An 24 Kreuzungen im Stadtgebiet gab es 2009 eine auffällige Häufung von Unfällen. Besonders stark betroffenen war schon allein wegen des hohen Verkehrsaufkommens die östliche Moseluferstraße, wie die Unfall-kommission, bestehend aus Exper-ten von Polizei, Rathaus und Landesbetrieb Mobilität, bei einer Begehung mitteilt. Auch die Kreuzung Schöndorfer-/Schönbornstraße zählte im vergangenen Jahr zu den neuen Gefahrenstellen (Foto). Drei  Stellen konnten 2009 entschärft werden. (11. März)

Max Lazarus: St. Gangolf von der Porta Nigra
Max Lazarus: St. Gangolf von
der Porta Nigra
Jüdisches Künstlerschicksal
Das Schaffen des 1892 in Trier geborenen Max Lazarus würdigt eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift. Nach der Emigration 1938  geriet der jüdische Maler lange in Vergessenheit. Aus seinem Nachlass beförderte Kuratorin Dr. Bärbel Schulte erstmals Skizzen und Fotos von acht Synagogen zu Tage, die Lazarus ab den 1920er Jahren ausgemalt hat. Darunter befand sich auch die Trierer Synagoge, von der es bisher keine Dokumente mehr gab. (21. März)

Kunden sind zufrieden
Mehr als 90 Prozent der A.R.T.-Kunden sind mit dem Service des kommunalen Abfallentsorgers zufrieden. Das belegt eine Umfrage unter 300 zufällig ausgewählten Bürgern aus Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg. Häufiger Kritikpunkt sind die oft verschmutzten und überfüllten Altglascontainer. (23. März)

Trier vergisst nicht
Vom Schicksal der über 600 Juden aus Trier und dem Umland, die von den Nationalsozialisten in die Konzentrationslager deportiert und ermodert wurden, berichtet die Dokumentation „Trier vergisst nicht“. OB Klaus Jensen bezeichnet das Gedenkbuch als Pflichtaufgabe der Stadt. (24. März)

Kita wieder geschlossen
Um eine weitere Gesundheitsgefährdung von Kindern und Erzieherinnen auszuschließen, ist die Kindertagesstätte Trimmelter Hof erneut geschlossen. Auslöser für den drastischen Schritt sind neue Messungen, die eine hohe Schadstoffkonzentration in den Bodenbelägen einiger Räume ergeben hatten. (26. März)

April

Preisgekröntes Konzept
Trier gehört zu den zehn Gewinnern, die sich beim Wettbewerb „Kommunen im neuen Licht“ über eine Förderung von zwei Millionen Euro freuen können. Ausgezeichnet wird die Umsetzung des Konzepts zur Beleuchtung des Schulzentrums Mäusheckerweg, das in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken und der Universität entstand. Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani wertet den unerwarteten Zuschlag als Anerkennung für die Arbeit der städtischen Gebäudewirtschaft. (9. April)

Aschewolke hat Folgen
Die Aschewolke aus Island, die den Flugverkehr stark beeinträchtigt, hat auch Folgen für die offizielle Besiegelung der Städtepartnerschaft zwischen Trier und Xiamen. Die sechs Mitglieder umfassende Delegation aus China kann wegen der Schließung der europäischen Flughäfen ihre Reise nach Frankfurt nicht antreten. (18. April)

Auch Fahrräder können bei der Online-Auktion des Fundbüros ersteigert werden.
Auch Fahrräder können bei der Online-Auktion
des Fundbüros ersteigert werden.
Online-Auktion
Als erste rheinland-pfälzische Stadt versteigert Trier nicht abgeholte Fundstücke über das Portal www.sonderauktionen.net und hat mit der virtuellen Auktion großen Erfolg. Die rund 180 Fundsachen, darunter mehrere Fahrräder, Handys, Digitalkameras und Schmuck, waren zunächst vier Wochen in einer Vorschau zu sehen. (22. April)

Ökostrom forciert
Die Stadtwerke setzen weiter auf erneuerbare Energien: Bei Reinsfeld werden zwei Windräder offiziell in Betrieb genommen, die zusammen 5,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Vorstand Dr. Olaf Hornfeck bekennt sich zu dem Ziel, 50 Prozent des Stromabsatzes aus regional erzeugter, erneuerbarer Energie zu bestreiten. Das Ziel, das von der Einspeisevergütung und der Raumordnung abhänge, sei eventuell zwischen 2025 und 2030 erreicht. Zudem nutzen mehrere Hundert Besucher den „Tag der erneuerbaren Energien“, um sich an drei Standorten über die beachtlichen Ökostromaktivitäten der Stadtwerke zu informieren. (24./25. April)

Trommel-Weltmeister
Guinness World Records bestätigt offiziell den Trommel-Weltrekord. Die Urkunde überreicht OB Klaus Jensen an die Lebenshilfe-Werke. Unter Leitung von Guildo Horn hatten am 30. August 2009 insgesamt 1 682 Personen für fünf Minuten und zwei Sekunden auf Snaredrums einen Trommelwirbel erzeugt. (30. April)

Mai

Integrationskonzept
Großer Handlungsbedarf für die Integration der in Trier lebenden Migranten besteht in den Bereichen Spracherwerb, Bildung und Arbeit. Das geht aus der Zwischenbilanz des Trierer Integrationskonzepts hervor. Nötig sind unter anderem kleinere Kitagruppen, „Deutsch als Fremdsprache“ als verbindlicher Unterricht und Vorbereitungsklassen für junge Quereinsteiger ins deutsche Bildungssystem. Bürger können über die städtische Homepage Anregungen abgeben, die in das Konzept einfließen. (3. Mai)

40 Jahre Freundschaft
Um das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Trier und Pula zu feiern, reist eine Trierer Delegation, angeführt von Bürgermeisterin Angelika Birk, in die kroatische Stadt. Neben den Feierlichkeiten im Rathaus stehen auch eine Stadtbesichtigung und eine Ausstellungseröffnung mit Trier-Motiven auf dem Programm. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit auf den unterschiedlichsten Ebenen intensivieren und dabei vor allem die Bürger stärker integrieren. (4. bis 6. Mai)

Die Trierer haben ihr Südbad wieder.
Die Trierer haben ihr Südbad wieder.
Das neue Südbad eröffnet
Das rundum erneuerte Südbad öffnet 15 Monate nach Baubeginn wieder seine Pforten. Nach dem Festakt nehmen bei frühsommerlichem Wetter Hunderte Besucher aller Altersgruppen das Freibad nach einjähriger Pause wieder in Betrieb. Für insgesamt 9,36 Millionen Euro wurden unter anderem die Becken mit Edelstahl ausgekleidet, die Filtertechnik modernisiert und das Eingangsgebäude saniert. (21. Mai)

Stadt des fairen Handels
Als 16. Kommune in Deutschland darf Trier den Titel „Fair-Trade-Stadt“ führen und steht damit in einer Reihe mit Metropolen wie London, Vancouver und Rom. Die Auszeichnung würdigt den vielfältigen Einsatz für den Verkauf von Produkten, die den Herstellern in Ländern der Dritten Welt gerechte Preise und soziale Arbeitsbedingungen ermöglichen. (29. Mai)

Balduin ist wieder da
Den sanierten Balduinbrunnen und den neu gestalteten Platz am Alleenring weihen zahlreiche Bürger und Repräsentanten des öffentlichen Lebens mit einer Feier ein. Neben der Restaurierung von Bronzefigur, Trögen und Säulen war unter anderem auch die Erneuerung der Wassertechnik notwendig. (29. Mai)

Juni

Zweiter Bürgerhaushalt
Mit der Freischaltung der Online-Plattform gibt OB Klaus Jensen den Startschuss für den zweiten Bürgerhaushalt. Wie bei der erfolgreichen Premiere 2009, an der sich mehr als 1500 Bürger beteiligten, können unter www.buergerhaushalt-trier.de Vorschläge für Investitionen, Einnahmen und Einsparungen im städtischen Etat eingebracht, kommentiert und bewertet werden. (1. Juni)

Zentrum für Feyen-Weismark
Die frühere französische Kaserne Castelnau in Feyen-Weismark soll sich künftig als Wohngebiet mit Nahversorgungszentrum in die gewachsene Struktur des Stadtteils einfügen. Darauf verständigt sich das Rathaus  mit seinem Wunschpartner, der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP). Die Einzelheiten sollen in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt werden. (2. Juni)

Neustart der Antikenfestspiele
Von einem „Neustart der Antikenfestspiele“, deren Profil durch eine gezielte Stückeauswahl geschärft werde, spricht Festspielintendant Gerhard Weber bei der Präsentation des Programms. Bewusst habe man sich vom beliebig austauschbaren „Mainstream“ populärer Werke verabschiedet. Künftig werde der Fokus auf Meisterwerke mit antikem Hintergrund gerichtet, wie dies bei der Oper „Nerone“ von Arrigo Boito der Fall sei. Als wichtige Neuerung bezeichnet Weber die erstmalige Installation eines Daches für das Orchester. Die Antikenfestspiele beginnen am 26. Juni mit den Tragödien „Ödipus und Antigone“. (8. Juni)

Werbesatzung bestätigt
Das rheinland-pfälzische Oberverwaltungsgericht weist eine Normenkontrollklage gegen die Satzung der Stadt zur Gestaltung von Werbeflächen ab. In ihrem Urteil bezeichnen es die Richter als „durchaus zumutbar“, Werbemöglichkeiten an Gebäuden zum Schutz „der historisch überkommenen Prägung der Innenstadt von Trier“ einzuschränken. Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani sieht das Urteil als Bestätigung des Ziels, einen Ausgleich zwischen den Interessen der Einzelhändler und dem Erscheinungsbild der Altstadt mit ihren vielen denkmalgeschützten Gebäuden herbeizuführen. (18. Juni)

Schimmelpilzherd gefunden
Die von einem Wittener Fachinstitut eingesetzten Spürhunde finden die ursächlichen Schimmelquellen in der Kindertagesstätte Trimmelter Hof. Der gesamte Estrich und das Fußbodendämmmaterial im Parterre sind zwar trocken, aber dennoch sind flächendeckend abgestorbene Schimmelsporen nachweisbar. Für Fachleute ist das ein Indiz, dass beim Bau feuchtes Material verwendet wurde. Die erforderliche Sanierung umfasst den Austausch des gesamten Fußbodenaufbaus mit Trittschalldämmung, Fußbodenheizung, Estrich und Bodenbelag sowie einigen Wandteilen. (18. Juni)

30. Altstadtfest
Das 30. Altstadtfest, das rund 160.000 Besucher in die Innenstadt lockt, erfüllt alle Erwartungen. Bei der karibischen Nacht vor der erleuchteten Porta Nigra mit Tanzshows, Salsa- und Raggaemusik lassen zahlreiche Besucher die Hüften kreisen. Die Bühnenprogramme stehen im Zeichen der Tribute- und Revivalbands: Von Elvis über Queen bis Robbie Williams wird einiges geboten. Neben dem Stadtlauf, der wieder ins Fest integriert ist, geht es auch auf dem Viehmarkt sportlich zu: Beim Public Viewing feiern Fußballfans das 4:1 der deutschen Elf gegen England, bevor Guildo Horn mit seinen Orthopädischen Strümpfen den Gästen zum krönenden Abschluss noch einmal richtig einheizt. (25. bis 27. Juni)

Die verhüllte Tufa.
Die verhüllte Tufa.
Tufa verschwindet und feiert Geburtstag
Weiße Stoffbahnen verdecken die Fassaden der Tuchfabrik (hinten im Bild). Die Aktion „Tufa undercover“ unter Leitung von Christina Biundo bietet einen Anreiz, neu über das Kulturzentum nachzudenken, das in diesem Jahr mit einer Vielzahl weiterer Aktion, etwa der Gründung des Landes „Tufatopia“ Anfang Juli (vorne im Bild), sein 25-jähriges Bestehen feiert. (28. Juni)

Etatentwurf 2011
Für eine „neue Solidarität“ zugunsten Not leidender Kommunen sowie zwischen Rat und Verwaltung und den Bürgern in Trier spricht sich OB Klaus Jensen bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs 2011 im Stadtrat aus. Dieser weist im Ergebnishaushalt ein Defizit von 64,1 Millionen Euro aus. Bei den Investitionen im Finanzhaushalt sind 41 Millionen eingeplant. (29. Juni)

Juli

Zweiter Bürgerhaushalt beendet
In der Online-Phase des zweiten Trierer Bürgerhaushalts werden 388 Vorschläge und 31.687 Bewertungen abgegeben. Der Anteil der Spar- und Einnahmevorschläge liegt bei 39 Prozent.  Wichtigstes Thema ist erneut der Verkehr: Allein 31 Bürgerwünsche befassen sich mit Ampelphasen, Bustickets oder Radwegen. Auf der Internet-Plattform des Bürgerhaushalts sind jetzt rund 2000 Teilnehmer registriert. (1. Juli)

Helmut Kress gestorben
Im Alter von 81 Jahren stirbt Helmut Kress (Foto). Der lang-jährige Ortsvorsteher von Trier-West/Pallien gehörte 40 Jahre für die SPD dem Stadtrat an und engagierte sich auch als Schiedsmann in seinem Stadtteil. Bürgermeisterin Angelika Birk würdigt Kress als „he-rausragende kommunalpolitische Persönlichkeit“. (5. Juli)

„Olivia“ fällt Bäume  
Nach einer Hitzewelle mit Temperaturen um 37 Grad fegt Gewittertief „Olivia“ über Trier hinweg. Stromausfälle nach Blitzeinschlag sind die Folge. In der Nordallee blockiert ein umgestürzter Baum den Verkehr. Mitarbeiter des Grünflächenamts sind im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen. (14. Juli)

Mit
Mit "Nerone" enden die Antikenfestspiele.
Raue Schönheit
Die Ausstellung „Raue Schönheit. Eifel und Ardennen im Blick der Künstler“ mit Landschaftsmalerei aus dem 19. und 20. Jahrhundert wird im Stadtmuseum Simeonstift eröffnet. Die 140 Gemälde, darunter Werke von William Turner und Fritz von Wille, werden zum Publikumsmagneten: Rund 20 000 Besucher werden in den kommenden drei Monaten gezählt. (17. Juli)

Schlussakkord
Mit einer Aufführung der unbekannten italienischen Oper „Nerone“ von Arrigo Boito im Amphitheater gehen die XII. Antikenfestspiele nach drei Wochen zu Ende. Der Zuschauerzuspruch bei den auf hohem künstlerischem Niveau stehenden Festspielen bleibt mit insgesamt nur 6800 Besuchern weit hinter den Erwartungen zurück, zumal ein Großteil von ihnen nicht den regulären Eintrittspreis bezahlt. (18. Juli)

August

Zuschuss für Kreuzgang
Das 2009 erstmals vom Bund aufgelegte Investitionsprogramm für UNESCO-Welterbestätten geht in die nächste Runde. Trier erhält daraus einen Zuschuss von rund 1,2 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich mit weiteren 133.600 Euro, so dass insgesamt knapp 1,34 Millionen Euro bereitstehen, die für die weitere Restaurierung des Domkreuzgangs verwendet werden. (9. August)

Führung mit „Mäderchern“
Die Tourist-Information erweitert das Spektrum ihrer Kostümführungen um einen Rundgang mit drei „Trierer Mäderchern“. Kaiserin Helena, die im Spätmittelalter vielfältig engagierte Mäzenin Adelheid von Besselich und Karl Marx’ Ehefrau Jenny von Westphalen führen vom Dom zum Kornmarkt und schlagen einen Bogen von der Spätantike über das Mittelalter ins 19. Jahrhundert. (10. August)

20.000 bei Brot und Spiele
Trotz teilweise regnerischer und kühler Witterung werden beim dreitägigen Römerfestival „Brot und Spiele“ rund 20.000 Zuschauer gezählt. Drei der vier Vorstellungen des Spectaculums „Der Kampf des Herkules“ im Amphitheater sind ausverkauft. In den Kaiserthermen werden 12.000 Besucher registriert, darunter ungewöhnlich viele auswärtige Gäste. (13.–15. August)

Lieferung für das HGT im Rahmen der neuen Schulbuchleihe.
Lieferung für das HGT im Rahmen der
neuen Schulbuchleihe.
Start für IGS und Realschule plus
Mit Beginn des neuen Schuljahrs feiern Triers erste Integrierte Gesamtschule auf dem Wolfsberg und die erste Realschule plus in Trier-Süd ihre Premiere. Die dafür erforderlichen Umbauten dauern bis in die letzte Ferienwoche. Für Hektik vor Schulbeginn sorgt auch die von der Landesregierung eingeführte Schulbuchausleihe für die Sekundarstufe I, die vor Ort von der städtischen Schulverwaltung organisiert wird. 25.000 Bücher werden in einer Halle in Irsch zwischengelagert und mit Hilfe des Bürgerservice an die Schulen ausgeliefert. Im Dezernatsausschuss II wird vom Land eine Erstattung der Kosten für diese zusätzliche kommunale Aufgabe gefordert. (16. August)

Loeb zum Achten
Nach einjähriger Pause gibt sich die Weltelite des Rallyesports erneut ein Stelldichein in der Region. Sportliche Überraschungen bleiben bei der ADAC-Rallye Deutschland aus: Seriensieger Sébastien Loeb aus Frankreich (Foto) holt sich seinen achten Titel. Höhepunkte in Trier sind der Showstart und der Rundkurs durch die Innenstadt. (19.-22. August)

Sanierung der Bitburger steht an
Bei einer Sitzung des Bau-Dezernatsausschusses wird bekannt, dass die täglich von mehr als 20.000 Fahrzeugen benutzte Bitburger Straße im unteren Abschnitt erheblichen Sanierungsbedarf aufweist. Neben der Erneuerung der Fahrbahn stehen auch die Sanierung einer Brücke und der Neubau einer Stützwand an. Das Tiefbauamt rechnet mit Kosten von knapp 800.000 Euro. Ebenso gravierend ist, dass die Einfallstraße aus Richtung Westen während der Bauarbeiten gesperrt werden muss. (26. August)

September

Startschuss für den Behördenruf 115.
Startschuss für den Behördenruf 115.
Neue Behördenrufnummer 115
Die Stadt Trier und der Kreis Trier-Saarburg führen als erste Gebietskörperschaften in Rheinland-Pfalz die einheitliche Behördenrufnummer 115 ein. In einem eigens installierten gemeinsamen Servicecenter beantworten neun Mitarbeiterinnen werktags von 8 bis 18 Uhr die Bürgeranfragen oder verbinden zur zuständigen Stelle. Ziel ist, 75 Prozent der 115er-Anrufe innerhalb einer Frist von 30 Sekunden anzunehmen und über die Hälfte schon beim ersten Kontakt zu beantworten. (1. September)

Zeichen gegen Rechts
Mit der Aberkennung der 1933 an Adolf Hitler und den NS-Erziehungspolitiker Bernhard Rust verliehenen Ehrenbürgerwürde setzt der Stadtrat auf Initiative von Oberbürgermeister Klaus Jensen ein politisches Zeichen gegen Rechts. Die Aberkennung ist zwar formaljuris-tisch nicht relevant, da die Ehrenbürgerwürde mit dem Tode erlischt. Jensen geht es jedoch darum, „unmissverständlich letzte Zweifel und Unstimmigkeiten auszuräumen“, die immer wieder zu Anfragen aus dem In- und Ausland geführt hatten. (2. September)

Parkgebühren steigen
Wichtigstes Ziel des vom Stadtrat beschlossenen Parkraumkonzepts ist es, die Autos von der Straße in die bei weitem nicht ausgelasteten Parkhäuser zu lenken. Entsprechend steigt die Parkgebühr „unter freiem Himmel“ erstmals seit 1994 von einem auf 1,60 Euro pro Stunde. Im Gegenzug soll in den Parkhäusern der Abrechnungstakt verkürzt werden. (2. September)  

Ehrung für Hans-Jochen Vogel
Die Stadt ehrt den Nell-Breuning-Preisträger Hans-Jochen Vogel nachträglich mit einem feierlichen Empfang im Rathaus. Der 84-jährige SPD-Politiker und frühere Bundesjustizminister war 2009 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard ausgezeichnet worden, konnte aber wegen einer Erkrankung nicht an der Preisübergabe teilnehmen. Bei seinem Besuch in Trier besichtigt Vogel mit seiner Frau Liselotte das frühere Gut der Familie Nell-Breuning in Mariahof und trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. (3. September)

Bündnis für Familie
27 Trierer Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schließen sich zum Lokalen Bündnis für Familie zusammen. Der Schwerpunkt des Netzwerks liegt auf einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gemeinsame Initiativen zur Schaffung flexibler Kinderbetreuung oder zum leichteren Wiedereinstieg in den Beruf stehen auf der Agenda. (8. September)

's-Hertogenbosch präsentiert sich
Beim zweiten Partnerschaftsfestival unter dem Motto „Konstantin lädt ein“ dreht sich alles um 's-Hertogenbosch. 342 Gäste aus der niederländischen Partnerstadt, darunter Bürgermeister Ton Rombouts, reisen an, um die Trierer ein Wochenende lang mit den kulturellen und kulinarischen Besonderheiten ihrer Heimat zu verwöhnen. (25./26. September)   

Müllentsorgung billiger
Ab September 2012 wird die Entsorgung der in Mertesdorf vorbehandelten Hausabfälle deutlich kostengünstiger. Zwar kann Verbandsvorsteher Heinz Onnertz wegen des laufenden Vergabeverfahrens in der Verbandsversammlung noch keine genauen Zahlen nennen, aber der Trend ist eindeutig. (28. September)

Oktober

Stadtteilbudgets
Die von der ADD geforderte Neuordnung der Ortsbeiratsbudgets sorgt im Stadtrat für teilweise heftige Diskussionen. Die von der Verwaltung für 2011 vorgeschlagene 22-prozentige Kürzung des Gesamtbudgets findet keine Mehrheit. Stattdessen wird das Budget nur um rund zehn Prozent reduziert. (5. Oktober)

Realschule plus ins Maarviertel
In Trier entstehen nach dem Willen des Stadtrats eine dreizügige Realschulen plus am Mäusheckerweg und in der Kurfürst Balduin-Schule (Trier-West). Die Realschule plus in Trier-Süd soll in die Scholl-Schule im Maarviertel umziehen. Vor der Ratssitzung überreicht eine Gruppe aus Trier-Süd Bürgermeisterin Angelika Birk rund 3.000 Unterschriften gegen die Verlagerung der Realschule plus. (5. Oktober)

Bombe entschärft
Der Kampfmittelräumdienst entschärft eine britische Fliegerbombe von 1944 an der Güterstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Zuvor werden knapp 4 000 Anwohner evakuiert und der Bahnverkehr eingestellt. Die Bombe war bei Bauarbeiten entdeckt worden. (15. Oktober)

Bibliothek im Netz
Im Online-Katalog der Stadtbibliothek können die Kunden unter https: //opac.trier.de 2 500 Romane, Sach- und Hörbücher, Zeitschriften sowie Videos als elektronische Dateien von zu Hause oder unterwegs kostenlos „ausleihen“. Dazu erhalten sie eine befristete Lizenz. (20. Oktober)

Jobcenter kommt
Zum 1. Januar 2011 soll die Arge der Stadt und der Agentur für Arbeit in ein Jobcenter umgewandelt werden. Mit dieser Weichenstellung reagieren beide Partner auf eine Grundgesetzänderung und können ihre bewährte Zusammenarbeit fortsetzen  Die Umstellung bedeutet für die Arge-Kunden nach Aussage von Geschäftsführerin Marita Wallrich keine gravierenden Änderungen. (12. Oktober)

Kaiser Maximilian lud zum Reichstag nach Trier.
Kaiser Maximilian lud zum Reichstag nach
Trier.
Reichstag 1512 im Forscherblick
1512 stand Trier mehrere Monate lang im Blickpunkt der europäischen Politik, als auf Einladung von Kaiser Maximilian I. (Bild) zum ersten und einzigen Mal ein Reichstag in der Bischofsstadt stattfand. Eine Forschungstagung in der Stadtbibliothek befasst mit dem für Trier epochalen Ereignis vor knapp 500 Jahren, bei dem der Heilige Rock erstmals präsentiert wurde. 2012 findet wieder eine Wallfahrt statt. (19. bis 21. Oktober)

Jobmotor läuft
Trier hat die Wirtschaftskrise, die vor zwei Jahren die Finanzwelt erschütterte, auf dem Arbeitsmarkt gut überwunden. Im Oktober 2008 lag die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent, zwei Jahre später ermittelt die Arbeitsagentur nur noch 5,9 Prozent. Damit steht Trier gut da: Koblenz meldet sieben, Ludwigshafen, Kaiserslautern und Saarbrücken über neun Prozent. (28. Oktober)

November

Die Partnerschaft Trier-Xiamen ist perfekt.
Die Partnerschaft Trier-Xiamen ist perfekt.
Partnerstadt Xiamen
Triers neunte Partnerstadt heißt Xiamen. OB Klaus Jensen und Cangzhou Zhan, stellvertretender Bürgermeister von Xiamen, besiegeln mit ihrer Unterschrift die freundschaftliche Verbindung zwischen der ältesten Stadt Deutschlands und der Millionenmetropole an der Südostküste der Volksrepublik China. Mit rund 2,5 Millionen Einwohnern ist Xiamen die mit Abstand größte Trierer Partnerstadt und nach Nagaoka (Japan) die zweite in Asien. Bestandteil der Partnerschaft ist nach Jensens Auffassung auch der „Dialog über die Entwicklung der Menschenrechte“. Für deren Einhaltung und bessere Sozialstandards in chinesischen Betrieben demonstrieren vor der Feierstunde im Großen Rathaussaal Menschenrechtsgruppen und Sozialverbände. (11. November)

Aus für Antikenfestspiele
Der Stadtrat entscheidet sich gegen die Fortsetzung der Antikenfestspiele. Im Sommer hatte das Festival, für das nach einjähriger Pause ein neues Konzept entwickelt worden war, mit einer Auslastung von lediglich 54  Prozent nur ein geringes Besucherinteresse gefunden. Das Defizit beträgt 220 000 Euro. Eine knappe Mehrheit gibt es dagegen im Stadtrat für die Einführung einer Förderabgabe für Kultur und Tourismus. Durch den Aufschlag von einem Euro pro Übernachtungsgast wird mit Einnahmen von 600.000 Euro gerechnet. Sie sollen für die Kulturförderung und das Tourismusmarketing verwendet werden. (16. November)

Nell-Breuning-Preis für Blüm
Als Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält der frühere Bundesarbeitsminis-ter und CDU-Sozialpolitiker Dr. Norbert Blüm (75) den mit 10 000 Euro dotierten Oswald von Nell-Breuning-Preis der Stadt Trier 2011. Damit würdigt die Jury insbesondere den langjährigen, von Respekt, Vertrauen und hoher Wertschätzung geprägten Gedankenaustausch zwischen Nell-Breuning als „Nestor der Katholischen Soziallehre“ und Blüm. Die Verleihung findet am 6. April 2011 statt. (22. November)

Winterliches Trier mit Eisbahn
Die neue Eisbahn auf dem Kornmarkt ist schon am ersten Wochenende die Attraktion in der Innenstadt. Mehr als 1000 Schlittschuhläufer stürzen sich an den ersten Tagen bei winterlichem Wetter ins Ver-gnügen. Der Trierer Gastronom Eric Naunheim betreibt die 15 mal 25 Meter große Eisarena in Kooperation mit dem Rathaus. Sie ist ein Highlight des neuen Programms „Winterliches Trier“, das das Rathaus mit zahlreichen Partnern initiiert hat. Es soll zusätzliche Gäste anlocken. Bislang sind in dieser Zeit die Hotels schlechter ausgelastet als von Frühjahr bis Herbst. (26. November)

Dezember

Verlängertes Römerfestival
Der Vorverkauf für „Brot und Spiele“ 2011 beginnt. Erstmals findet das Römerfestival an zwei Wochenenden statt und wird in den September verschoben. Davon erhoffen sich die Veranstalter noch bessere Besucherzahlen. Nach der großen Resonanz 2010 findet erneut ein Herkules-Spektakulum im Amphitheater statt. Mit dabei ist eine Königin der Amazonen, die die Fernsehschauspielerin Katy Karrenbauer verkörpert. (2. Dezember)

Stadt kauft Leihbrücke
Der Bauausschuss beschließt einstimmig, für 64.000 Euro die bisher gemietete Behelfsbrücke in der Aulstraße (Foto) zu kaufen. Wenn an dieser Bahnüberführung  wie geplant 2014 die neue Brücke fertig ist, könnte die Behelfskonstruktion die marode Hermesbrücke im Gartenfeld ersetzen. Insgesamt steht der Stadt für die Brückenunterhaltung deutlich zu wenig Geld zur Verfügung: Statt der benötigten 630.000 Euro im Jahr sind gerade mal 130.000 Euro verfügbar. (2. Dezember)

Ideen für die Neugestaltung des Umfelds der Porta Nigra bringt der Architektenwettbewerb.
Ideen für die Neugestaltung des
Umfelds der Porta Nigra bringt der
Architektenwettbewerb.
Porta-Umfeld aufwerten
Mit einem Konzept, das besonderen Wert auf das Freistellen und Präsentieren des Baudenkmals legt, gewinnt das Büro Atelier Loidl aus Berlin mit Partner Leonard Grosch beim Gestaltungswettbewerb „Umfeld Porta Nigra“ den mit 32.500 Euro dotierten ersten Preis. Die Entwürfe sollten Vorschläge unterbreiten, wie der Platz auf beiden Seiten einladender gestaltet und klarer gegliedert, die bewegte Baugeschichte des römischen Stadttors hervorgehoben und eine Verbindung zur Fußgängerzone in der Simeonstraße hergestellt werden kann. (10. Dezember)

Bestandsgarantie für 16 Friedhöfe
Der Stadtrat stimmt dem Friedhofskonzept 2050 zu, das eine Bestandsgarantie für 16 Anlagen im Stadtgebiet enthält. Dagegen soll der Höhenfriedhof wegen der schwierigen Bodenverhältnisse nicht weiterentwickelt werden. Außerdem nimmt der Stadtrat nach intensiver Debatte das Schulentwicklungskonzept bis 2020 zur Kenntnis. (14. Dezember)

Kein Haushalt 2011
In der letzten Sitzung 2010 lehnt der Stadtrat mit dem äußerst knappen Votum von 26:27 Stimmen den Haushalt 2011 ab. Für den Etat sprechen sich fast alle Mitglieder des „Ampel“-Bündnisses aus, die Gegenstimmen kommen von der CDU, der FWG, der NPD sowie von jeweils einem Vertreter von SPD, Linken und FDP. (16. Dezember)

Zwei Ramboux-Preisträgerinnen
Der Ramboux-Preis für Bildende Kunst geht zu gleichen Teilen an die Trierer Fotokünstlerin Nicole Ahland und die in Daun geborene Judith Röder für ihre Glasobjekte. Die alle zwei Jahre von der Stadt verliehene Auszeichnung ist mit Ankäufen im Wert von 6000 Euro und einer Einzelausstellung im Stadtmuseum verbunden. Sie erinnert an den Porträtmaler und Trierer Ehrenbürger Johann Anton Ramboux (1790-1866). Der Preis kann für ein Lebenswerk vergeben werden, zielt aber vor allem auf die Aus- und Weiterbildung junger Künstler aus der Region Trier ab. (19. Dezember)