Sprungmarken

Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Die Vereinten Nationen haben mit den Millennium-Entwicklungszielen ein Handlungsprogramm beschlossen. Der Aktionstag für die UN-Millenniumziele in Trier am 16. Juni 2012 informierte über diese Ziele und warb für deren zügige Realisierung.

Ziel 1: Halbierung der extremen Armut und des Hungers
Mehr als eine Milliarde Menschen leben in extremer Armut. Wer arm ist, hat oft keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitsvorsorge und ist aus seiner Gesellschaft ausgeschlossen. Bis 2015 soll die extreme Armut halbiert werden.

Ziel 2: Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung
Schulbildung ist Voraussetzung für eine bessere Zukunft. Bis 2015 sollen alle Kinder weltweit die Grundschule abschließen können.

Ziel 3: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen
Frauen tragen die Entwicklung ihrer Gesellschaft. In vielen Gesellschaften werden sie heute noch unterdrückt und ausgebeutet. Frauen müssen ausgebildet und informiert, ihre Arbeit anerkannt werden.

Ziel 4: Senkung der Kindersterblichkeit
Noch heute müssen Kinder an Unterernährung oder wegen mangelnder Hygiene, zum Beispiel verschmutztem Trinkwasser, sterben. Genügend Essen, sauberes Wasser sowie bessere medizinische Versorgung retten Kinderleben.

Ziel 5: Verbesserung der Gesundheit der Mütter
Frauen werden oft schon mit 12 Jahren verheiratet. Es fehlt medizinische Betreuung bei Schwangerschaft und Geburt. Bessere Bildung und Ausbildung von Frauen und Männern und ein besserer Zugang zu Gesundheitsdiensten sind lebensrettend.Für uns kaum vorstellbar: Jede Minute stirbt weltweit eine Frau während der Schwangerschaft oder Geburt, meist in Entwicklungsländern.

Ziel 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten
Allein schon bessere Aufklärung und Hygiene dämmen die Ausbreitung von schweren Krankheiten ein. Medizinische Hilfe vor Ort muss gewährleistet werden. Wirksame Medikamente müssen auch für Menschen mit wenig Geld bezahlbar sein.

Ziel 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
Ohne unsere natürlichen Lebensgrundlagen werden wir Menschen nicht überleben. Ökologische Nachhaltigkeit ist die wichtigste Voraussetzung für die Bekämpfung der Armut.  Der  Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ist Aufgabe politischen Handelns auf allen Ebenen.

Ziel 8: Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft
Dass die reichen Länder sich um mehr Fairness und Gerechtigkeit in der globalen Zusammenarbeit bemühen, ist ethisch geboten. Es liegt aber auch im eigenen Interesse, Unglück, Verzweiflung und Angst um das eigene Leben vor Ort zu bekämpfen, bevor sie zu Kriegen und Terror führen. Ärmere Länder müssen konsequenter Verantwortung für die eigene Entwicklung übernehmen und ihr Handeln dabei von Mitmenschlichkeit und Gerechtigkeit leiten lassen.