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16.04.2024

Impulse weit über das Viertel hinaus

Festliche Open-Air-Veranstaltung mit Zuschauerreihen und einer Bühne vor einem künstlichen See
Bei bestem Frühlingswetter startete am 22. April 2004 die Landesgartenschau in Trier. Dazu gehörte eine Eröffnungsshow unter dem Motto „Zauber der Elemente“. Vor zahlreichen Gästen trat unter anderem eine Trommlergruppe am Wasserband auf. Dieser Bereich wurde schnell zu einer zentralen Flaniermeile.

Viel mehr als ein Landschaftspark: Das vor 20 Jahren, am 22. April 2004, mit zahlreichen Gästen eröffnete Landesgartenschaugelände auf dem Petrisberg war nicht nur ein Besuchermagnet, sondern auch der erhoffte kräftige Motor zur nachhaltigen Entwicklung des Konversionsgeländes und weit darüber hinaus. 

Mit rund 270 Einfamilienhäusern, über 500 Eigentumswohnungen und 650 Studentenapartments gehört der Petrisberg nach Angaben der EGP, die das gesamte Gelände von Anfang an  entwickelte, zu einem der beliebtesten Wohnquartiere in Trier. Eine weitere zentrale Säule des Konzepts mit Blick auf die Schaffung zukunftsfähiger Arbeitsplätze war der Wissenschaftspark (WIP), der in den verschiedenen früher militärisch genutzten Gebäuden der „Krone Belvedère“, aber im Laufe der Zeit auch in diversen Neubauten entstanden ist. Für über 190 Firmen mit rund 1350 Mitarbeitenden bietet der WIP nach Einschätzung der EGP „mit seinen repräsentativen Büro- und Gewerbeflächen, seiner Nähe zur Universität und seiner guten Erreichbarkeit optimale Bedingungen für Unternehmen.

Dem Aspekt einer nachhaltigen Quartiersentwicklung wurde bei dem Projekt auf dem Petrisberg nicht zuletzt dadurch Rechnung getragen, dass das LGS-Gelände von Beginn an als dauerhafte Naherholungsfläche für die ganze Stadt, aber auch viele Gäste angelegt war. Es hat den Vorteil, attraktiv inmitten mehrerer Weinbauflächen zu liegen, die durch Wege gut erschlossen sind. Zudem ist der sehr beliebte Aussichtspunkt an der Sickingenstraße nicht weit weg.

Pünktlich zum LGS-Jubiläum nimmt die nächste Etappe bei der Umgestaltung des Konversionsgeländes immer konkretere Formen an: Nach der ersten Erweiterung mit dem Wohnbauprojekt Ecole Maternelle einschließlich des in einen Neubau gewechselten Kindergartens steht nun das dahinterliegende Burgunderviertel im Fokus. Nachdem dort viele Gebäude abgerissen wurden, stehen jetzt vor allem Erschließungs- und Tiefbauarbeiten im Blickpunkt. Das Burgunderviertel stellt auch die städtebauliche Verbindung zwischen einem Ende des Petrisbergs (Richtung Tarforst/Aveler Tal) und dem Stadtviertel Neu-Kürenz her.

Petra Lohse

Vertiefende Details zur Entwicklung des Gelände bietet ein dokumentarisches Portal der EGP: www.petrisberg-dokumentation.de. Zudem gibt es die Internetseite www.petrisberg.de mit einem Überblick