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Trier wird inklusiv

Die Teilnehmer in der Aula des Angela-Merici-Gymnasiums
Die Aula des Angela-Merici-Gymnasiums, in der die Auftaktveranstaltung stattfand, war gut besucht. Schrift- und Gebärdendolmetscher sorgten zusätzlich für Verständigung.

Inklusion bedeutet: Alle Menschen können selbstbestimmt und ohne Einschränkung am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Auf den ersten Blick ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alle Menschen Teil einer Gemeinschaft sind, doch noch immer stehen vielen Personen Barrieren im Weg. 2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen ein Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, welches klarstellt, dass diese ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe besitzen.

Landesspiele Special Olympics

In diesem Geist wird Trier 2017 die Landesspiele Special Olympics durchführen. 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter 1000 Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung, werden zu diesem sportlichen Großevent in der Moselstadt erwartet.

Aktionsplan Inklusion

Im Juli 2016 hat die Stadt Trier einen Aktionsplan Inklusion veröffentlicht, der besonders die Situation von Menschen mit Behinderungen beachtet. Er setzt Ziele für ein besseres Miteinander aller Triererinnen und Trierer und führt entsprechende Maßnahmen auf, die zur Erreichung der Ziele als notwendig erachtet werden. Das Konzept enthält 119 Vorschläge, wie die Teilhabe von behinderten Menschen in Lebensbereichen wie Bildung und Erziehung, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Verkehr, Freizeit und Sport verbessert werden kann. Viele Vorschläge bedeuten Veränderungen, die allen Bürgern nutzen, wie les- und hörbare Angaben der Haltestellen in und an den Bussen oder einheitliche Beschilderungen.

Der Stadtrat hat am 14. Juli 2016 das Konzept zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, Umsetzungsvorschläge vorzubereiten. Die Dezernate haben bereits Leitprojekte benannt. Das OB-Dezernat will sich als inklusiver Arbeitgeber profilieren, die Dezernate II und III setzen Schwerpunkte im Bereich Leichte Sprache. Das Baudezernat will sich vor allem für mehr Barrierefreiheit in Schwerpunktschulen einsetzen. Der Zeithorizont des Aktionsplanes beträgt zunächst fünf Jahre. Bei einigen Projekten, vor allem bei Baumaßnahmen, ist jedoch damit zu rechnen, dass die Umsetzung mehr Zeit in Anspruch nehmen wird.

Der Prozess zur Erstellung eines Aktionsplans startete am 26. November 2014 mit einer Auftaktveranstaltung im Angela Merici-Gymnasium. In den folgenden zwei Jahren trafen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, um Ziele und mögliche Maßnahmen für verschiedene Themenfelder zu erarbeiten. Hierzu wurden sieben Projektgruppen gebildet, die sich drei- bis viermal im Jahr trafen. Die Protokolle der Arbeitsgruppen finden Sie auf www.trier-mitgestalten.de/teilhaben.

Vom 16. Februar bis 6. März 2016 konnten sich alle Bürger an der Diskussion der Vorschläge beteiligen, die die Projektgruppen erarbeitet hatten. Auf www.trier-mitgestalten.de waren die Maßnahmen vorgestellt. Es war möglich, die Vorschläge zu kommentieren und auf einer Skala zwischen 1 und 5 zu bewerten, wie wichtig jeder einzelne ist. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung wurden von den Arbeitsgruppen wiederum aufgegriffen. Am 4. Juli 2016 wurde der Aktionsplan Inklusion auf einer Pressekonferenz öffentlich vorgestellt.


Aktionsplan Inklusion – Einfach erklärt

Es gibt eine Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist ein
Vertrag.
Die Vereinten Nationen haben diesen Vertrag gemacht.
In dieser Gemeinschaft sind viele Länder.
In dem Vertrag stehen
Rechte von Menschen mit Behinderung.
Alle Menschen sind gleich.
Das heißt: Alle haben die gleichen Rechte.
Menschen mit Behinderung sollen
ernst genommen werden.
Sie sollen überall mitmachen können.
Das nennt man auch Inklusion.
Die Stadt Trier will dazu ein
Projekt machen.
Mit allen Menschen: Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung.
Das Projekt heißt
Aktions-Plan.
Ein Aktions-Plan ist ein
Arbeits-Plan.
Man arbeitet auf ein
Ziel hin.
Das Ziel ist:
Menschen mit Behinderung sollen besser leben
.

 
Verweisliste

Ansprechpartnerin

Institution: Projektkoordinatorin Inklusion

Frau Uta Hemmerich-Bukowski
Rathaus, Am Augustinerhof, Zimmer 14
54290 Trier

Telefon: 0651 / 718-1016

Telefax: 0651 / 718-191016

Sprechzeiten:
montags und dienstags, 8 bis 17 Uhr, mittwochs, 8 bis 12 Uhr

E-Mail: Kontaktformular