Sprungmarken
09.07.2019

Newsletter Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz Juli 2019

1. Neues aus der Servicestelle

Fachtag zum Thema „Frühkindliche Kulturelle Bildung“ in Trier

Im April diesen Jahres hat eine neue Abteilung der Servicestelle Kulturelle Bildung RLP ihre Arbeit aufgenommen: Die „KUNSTJOLLE – Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung“ begleitet und berät Einrichtungen der Frühkindlichen Bildung, entwickelt kulturelle Bildungsangebote, führt Fachtage und Fortbildungen durch und regt zur Netzwerkbildung und Projektplanung im Bereich der Frühkindlichen Kulturellen Bildung an. Hinter der Gründung der KUNSTJOLLE steht die Erkenntnis, dass Kinder, die erst im Grundschulalter mit kulturellen Angeboten in Berührung kommen, oft mit freien kreativen Tätigkeiten schon nicht mehr erreichbar sind. Frühkindliche Kulturelle Bildung hingegen legt den Grundstein für ein bleibendes Interesse an künstlerischem Schaffen und kann den Bildungsweg der Kinder nachhaltig prägen.

Am 21. August 2019 tritt die KUNSTJOLLE mit dem Fachtag #kinderkunstkreativität. Kulturelle Bildung von Anfang an an die Öffentlichkeit.

Der Fachtag, der in der TUFA Trier stattfindet, richtet sich an Fachkräfte in Kindertagesstätten und Familienzentren sowie deren Träger, an Kunstschaffende und Akteure der Frühkindlichen und Kulturellen Bildung. Er bietet eine Einführung in die verschiedenen Felder der „Kulturellen Bildung von Anfang an“ und einen praktischen Einblick in künstlerische Angebote.

Das vollständige Programm und die Anmeldemodalitäten Sie auf dem Flyer unter Downloads und demnächst auf www.skubi.com.

2. Wissenswertes aus der Kulturellen Bildung

2.1 Gonsenheimer Schüler stellen in Mainzer Kunsthalle aus

Seit zwei Jahren arbeitet eine Gruppe von Künstler*innen im Rahmen des landesweiten Programms „Generation K“ an der Kanonikus-Kir Realschule plus im Mainzer Stadtteil Gonsenheim. Die Künstler*innen unterrichten gemeinsam mit Lehrer*innen nach dem Ansatz „Learning through the arts“. Ziel des auf drei Jahre angelegten Programms „Generation K – Kultur trifft Schule“ ist, die Kulturelle Bildung in Rheinland-Pfalz zu stärken, die kulturelle Schulentwicklung zu unterstützen und die Zusammenarbeit von Bildungs- und Kulturszene für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige kulturelle Bildungsarbeit in Rheinland-Pfalz zu fördern. Gerade Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang zu Kunst und Kultur haben, sollen mithilfe des rheinland-pfälzischen Landesprogramms erreicht werden.

In Mainz-Gonsenheim hat das wunderbar funktioniert. Gemeinsam mit den Künstler*innen haben die Schüler*innen der Kanonikus-Kir-Realschule nicht nur das eigene Schulgebäude verschönert – die Werke der Kinder und Jugendlichen sind jetzt auch in der Mainzer Kunsthalle ausgestellt!

2.2 Politische und Kulturelle Bildung zusammendenken

Thomas Krüger, seit dem Jahr 2000 Leiter der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpd), ist seit einem Jahr Mitglied im Rat für Kulturelle Bildung. Eines seiner zentralen Anliegen ist es, politische und kulturelle Bildung sinnvoll zusammenzudenken und voneinander lernen zu lassen. In einem Interview spricht er über die Schnittstellen von Politischer und Kultureller Bildung und die Herausforderungen und Chancen, die die Digitalisierung für die beiden Bereiche bedeutet. „Wir erleben gerade eine Zeit des umfassenden gesellschaftlichen Wandels“, so Krüger. „Polarisierung, Populismen und ein erstarkender Autoritarismus sind Seismografen dieses Wandels. Politische Bildung ist dadurch gefragter denn je. Es geht aktuell nicht nur um „Haltung“, sondern insbesondere darum, Konflikten eine Plattform zu geben. Ähnlich wie Künstlerinnen und Künstler gesellschaftliche Brüche sichtbar machen und den Finger in die Wunde legen, kann politische Bildung kontroverse Diskurse aufgreifen und moderieren.“ Kultur und Kunst komme da eine zentrale Bedeutung zu, ermöglichten sie doch immer eine besondere Form der Weltaneignung, indem sie die Fragen danach stellten, wie Menschen in der Welt zusammenleben, handeln und sich diese zu eigen machen. „All das sind hochpolitische Fragen. Ich bin daher davon überzeugt, dass kulturelle und politische Bildung zusammengedacht werden sollten.“

Das vollständige Interview finden Sie hier: https://www.rat-kulturelle-bildung.de/service/pressemitteilungen/artikel/politische-und-kulturelle-bildung-zusammendenken-interview-mit-thomas-krueger/

2.3. Im Fokus: Finanzierung Kultureller Bildung

Im Sinne des Zusammendenkens von Politischer und Kultureller Bildung hat die Bundeszentrale für Politische Bildung (bpd) einen Fokus auf die Frage der Finanzierung von Kultureller Bildung gesetzt.

Die Bedeutung kultureller Bildung für gesellschaftliche Entwicklungsprozesse und die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen ist in Politik und Gesellschaft inzwischen weithin anerkannt. Durch das gemeinsame künstlerische Tun von Menschen verschiedener Herkunft, mit verschiedenen Fähigkeiten und unterschiedlichen Alters bietet sie große Chancen für gelingendes Zusammenleben und Inklusion. Kulturelle Bildung ermöglicht Orientierung und die eigene Verortung und macht Selbstwirksamkeit erfahrbar. Außerschulische Lernorte wie Kunst- und Musikschulen, Kulturzentren, Vereine, Museen, Theater, Kinos und Konzerthäuser erreichen mit ihren Angeboten viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ermuntern sie zur kreativen Tätigkeit und zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Dabei verbinden sich Ansätze und Inhalte von kultureller und politischer Bildung.

Immer stellt sich auch die Frage der Finanzierung kultureller Bildungsangebote. Hier gibt es viele Ansätze: Kommunale Mittel, Bundesgelder, Landesförderprogramme, aber auch Mittel aus Stiftungen oder Teilnehmer*innen-Beiträge. Der Beitrag der bpd fasst die verschiedenen Ansätze zusammen: https://www.bpb.de/partner/akquisos/292030/im-fokus-finanzierung-kultureller-bildung

3. Termine und Fristen

3.1. Fachtag Der Raum als 3. Pädagoge

Kinder und Jugendliche verbringen rund ein Siebtel ihrer Lebenszeit in schulischen Räumen. Pädagogen*innen und Wissenschaftler*innen haben herausgefunden, wie stark sich die Umgebung auf das Lernen und auf das Wohlfühlen insgesamt auswirkt; deshalb spricht man auch vom Raum als 3. Pädagogen, neben den Lehrer*innen als ersten Pädagog*innen, den Schüler*innen als zweiten Pädagog*innen und der Zeit als vierter Pädagogin.

Der Fachtag „Der Raum als 3. Pädagoge“ vermittelt Formate zur partizipativen Schulraumgestaltung mit einfachen Mitteln. Der Fachtag findet am 29.08.2019 von 10.00-17.00 Uhr in Trier statt.

Mehr Infos: https://www.generationk.de/2019/06/06/fachtag-der-raum-als-3-paedagoge/

3.2. Deutscher Kita-Preis

Der Deutsche Kita-Preis würdigt Menschen, die hart daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder der Gesellschaft optimal aufwachsen können. Bei der Auswahl der Preisträger*innen sind vier Qualitätsdimensionen relevant: Kindorientierung, Sozialraumorientierung, Partizipation und Lernende Organisation.

Um die Preisgelder bewerben können sich Kitas oder lokale Bündnisse für frühe Bildung.

Mehr Infos: https://www.deutscher-kita-preis.de/

3.3 Info- und Workshoptag „Kultur macht stark – Künste öffnen Welten“

Am 27.08.2019 von 13.00-17.00 Uhr informieren Judith Reidenbach (Servicestelle Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz) und Kerstin Hübner (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V.) im Haus der Jugend in Landau/Pfalz über das Programm „Kultur macht stark“ im Allgemeinen und das Förderkonzept „Künste öffnen Welten“ der bkj im Speziellen. Im Workshop zu „Künste öffnen Welten“ können Sie Kerstin Hübner alle Fragen zur Bündnisbildung, Antragstellung, Projektdurchführung und Abrechnung stellen.

Um Anmeldung bis zum 22.08.2019 an kumasta@skubi.com wird gebeten.

Das vollständige Programm finden Sie hier: https://www.skubi.com/kultur-macht-stark/aktuelles-von-ku-ma-sta/

Alle Einreichfristen für Antragsstellungen bei „Kultur macht stark“ sowie Termine von Fortbildungen und „Skubi mobil“-Veranstaltungen finden Sie auf unserer Seite www.skubi.com.

Archiv

Pressemitteilungen nach Zeitraum filternZeige Artikel von


bis