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10.05.2019

Trierer Bilanz zur UN-Behindertenrechtskonvention

Moderatorin Helga Bohnet befragt OB Wolfram Leibe für die Diskussionsrunde. Die Veranstaltung hatte der Behindertenbeirat unter der Leitung von Gerd Dahm (4. v. r.) vorbereitet.
Moderatorin Helga Bohnet befragt OB Wolfram Leibe für die Diskussionsrunde. Die Veranstaltung hatte der Behindertenbeirat unter der Leitung von Gerd Dahm (4. v. r.) vorbereitet.

Zum zehnten Geburtstag der UN-Behindertenrechtskonvention zog der Trierer Beirat für Menschen mit Behinderung eine Zwischenbilanz zur Inklusion und hatte unter der Fragestellung „Behindern wir weniger?“ verschiedene Gäste in den Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais eingeladen. Dabei erläuterten Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Bürgermeisterin Elvira Garbes zunächst, welche Verbesserungen in Trier schon erreicht wurden und standen zu „offenen Baustellen“ Rede und Antwort.

Der Oberbürgermeister fasste seine Einschätzung in zwei Sätzen zusammen: „Man soll nicht über Menschen mit Behinderung sprechen, sondern mit ihnen. Zudem sollte es nicht für alles Beauftragte geben müssen, sondern die Inklusion muss Alltag werden.“ Diesen Ansatz unterstützte Bürgermeisterin Garbes: „Es muss normal sein, Menschen mit Behinderung in den Alltag zu integrieren“. Der Trierer Behindertenbeauftragte Gerd Dahm forderte unter anderem, die Politik auf Bundesebene müsse sich stärker mit dem alltäglichen Umgang mit Behinderten auseinandersetzen.

Für Gäste, die in ihrem Alltag nicht mit Behinderten in Berührung kommen, wurde ein Blatt mit Zitaten ausgeteilt. Darin schilderten Menschen, wie sie mit Behinderten oder mit dem eigenen Handicap umgehen. Außerdem fassten Info-Tafeln zentrale Inhalte der Konventionen zusammen. Im Kern geht es immer wieder um die Forderung, dass sich die Gesellschaft an die behinderten Mitmenschen anpassen muss und nicht anders herum. Diese Einschätzung teilt der Trierer Behindertenbeirat.

Auf die Frage, wie sich die Stadt bei der Integration von Behinderten entwickelt hat, antwortete Garbes: „Trier hat sich gemacht.“ Trotz Fortschritten, zum Beispiel bei den Bordsteinabsenkungen für Rollstuhlfahrer, war man sich auch einig, dass einige Ziele noch nicht erreicht sind und weiter an der Inklusion und der Umsetzung der UN-Konventionen gearbeitet werden muss.

An der Diskussionsrunde beteiligte sich diverse Einrichtungen und Verbände, darunter die Lebenshilfe, die Stadtwerke, der Club Aktiv, die Nikolaus-Koch-Stiftung, das Theater, die Agentur für Arbeit sowie die Industrie- und Handelskammer. Für Gäste mit einer Hörbehinderung standen zwei Gebärdendolmetscher zur Verfügung. Das musikalische Rahmenprogramm der Veranstaltung gestaltete das Bläserensemble der IGS.

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