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30.03.2015

Fast 180 Teilnehmer bei Workshops für Inklusionskonzept

(pe) Zwischen Mitte Februar und Mitte März fanden Auftakttreffen der sechs Arbeitsgruppen zur Erstellung des Trierer Inklusionskonzepts mit insgesamt fast 180 Teilnehmern statt. OB Klaus Jensen, der den Prozess maßgeblich initiiert hat, begrüßt es, dass so viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu einer Teilnahme bereit sind: „Inklusion ist wichtig für den Zusammenhalt der Menschen in dieser Stadt“, betonte er. 2006 wurde die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Vier Jahre später stellte Rheinland-Pfalz als erstes Bundesland einen Aktionsplan vor, um deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an Arbeitsprozessen voranzubringen. Ein Antrag aller Fraktionen des Trierer Stadtrats wurde im November 2014 mit dem Ziel angenommen, diesen Ansatz als kommunales Konzept umzusetzen und Handlungsfelder zu benennen. Danach nahm Koordinatorin Uta Hemmerich-Bukowski ihre Tätigkeit auf. Es entstanden sechs Arbeitsgruppen: Erziehung/Bildung, Kultur/Freizeit/Sport, Barrierefreie Kommunikation und Information/Öffentlichkeitsarbeit, Bauen/Wohnen/Mobilität/Barrierefreiheit/Verkehr, Gesundheit/Pflege sowie Arbeit/Personalentwicklung/Interessenvertretung. In der zuerst gestarteten AG Erziehung/Bildung war das Interesse mit 50 Personen so groß, dass sie in einen schulischen und außerschulischen Bereich aufgeteilt wird. Für die weitere Arbeit wünscht sich die Koordinatorin noch zusätzliche Teilnehmer aus dem Gymnasialbereich. In der zweiten Gruppe Kultur/Freizeit/Sport sei der Tourismus noch unterrepräsentiert. Erstes Projekt ist eine Abfrage zur Barrierefreiheit von Ferienfreizeiten.

Im Bereich barrierefreie Kommunikation und Information/Öffentlichkeitsarbeit gibt es nach Einschätzung der Teilnehmer zwar gute Ansätze, aber noch zu wenig Akteure für die Umsetzung. Im Zentrum stehen Impulse für einen langfristigen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel, um die Beteiligung von Menschen mit Behinderung zu erleichtern. Die AG Bauen/Wohnen/Mobilität/Barrierefreiheit/Verkehr verzeichnete mit 37 Teilnehmern eine sehr gute Resonanz. Sie kann teilweise auf Initiativen des Trierer Behindertenbeirats zurückgreifen, mit dem es insgesamt eine enge Kooperation gibt. Die AG Pflege/Gesundheit will sich vor allem auf Aufklärung sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote konzentrieren. Der Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung habe sich durchaus positiv entwickelt, Defizite sieht die zuständige AG aber noch in der Interessenvertretung. Die nächste Runde der Arbeitsgruppen startet Ende Mai. Weitere Informationen bei Uta Hemmerich-Bukowski, Telefon: 0651/718-1016, E-Mail: Uta.Hemmerich-Bukowski@trier.de.

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