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13.02.2018 | Zwischenbilanz 2017/18

Gute Zahlen statt Theater im Theater

Szenenfoto "Dreigroschenoper"
Beliebt: Szenenfoto aus der publikumsträchtigen Inszenierung der "Dreigroschenoper". Foto: Simon Hegenberg/Theater

Steigende Besucherzahlen, niedrigere Personalkosten und Positiv- statt Negativ-Schlagzeilen. Das Trierer Stadttheater ist auf einem guten Weg, wie der jüngst vorgestellte Controlling-Bericht von Kulturdezernent Thomas Schmitt zeigt. Zugleich lässt sich daraus lesen, welche Produktionen fürs Theater besonders gut gelaufen sind.

Mit einem vierteljährlichen Bericht soll das Theater aufzeigen, wie es sich in der jeweils aktuellen Spielzeit entwickelt, ob es die Planungen einhält und wie die Zuschauerzahlen liegen. Einen solchen regelmäßigen Controlling-Bericht hatte der Stadtrat im September 2016 beschlossen. Im Steuerungsausschuss legte Kulturdezernent Thomas Schmitt nun kürzlich den zweiten Controlling-Bericht vor. Von „insgesamt guten Nachrichten" sprach er angesichts der darin aufgezeigten Entwicklung.

Im Ergebnishaushalt zeigt sich, dass das Theater finanziell gut gewirtschaftet hat. Im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen zum Haushalt 2017 hat das Theater um fast 500.000 Euro besser abgeschlossen. Dazu beigetragen haben unter anderem ein deutlich besserer Kartenverkauf in der neuen Spielzeit als nach der letzten Prognose angenommen sowie höhere Umsätze durch Kooperationen und Gastauftritte. Die im ersten Nachtrag geplanten höheren Kosten durch Gastkünstler in Höhe von 300.000 Euro werden voraussichtlich nicht anfallen und auch beim Stammpersonal liegt der Personalaufwand rund 189.000 Euro unter dem Planansatz.

Bis zum 31. Januar, dem Stichtag für den Controlling-Bericht, wurden für die Spielzeit 2017/18 insgesamt 54.422 Tickets verkauft mit einem Gesamtumsatz von rund 868.700 Euro. Die größten Umsätze erzielten die „Dreigroschenoper" (127.535 Euro), die „Csárdasfürstin" (97.598 Euro) und das Weihnachtsmärchen „Das Rätsel der gestohlenen Stimmen" (89.384 Euro).

Der Controlling-Bericht weist auch Produktionskosten der Inszenierungen auf, so dass sich zeigt, welche Produktionen sich finanziell getragen haben. So kosteten etwa die „Dreigroschenoper" 82.213 Euro, die „Csárdasfürstin" 89.266 Euro und das Weihnachtsmärchen 46.717 Euro.

Der Zahlen des Controlling-Berichts stießen auf positive Resonanz. Oberbürgermeister Wolfram Leibe attestierte dem Leitungsteam und Dezernent Schmitt, sie machten eine gute Arbeit. Auch die Fraktionen zeigten sich zufrieden. Jürgen Backes (CDU) sagte an Schmitt gewandt: „Sie und Ihr Team haben es verstanden, das Theater nicht nur von den Zahlen her auf Kurs zu bringen, sondern Sie haben Ruhe und Stabilität ins Theater gebracht." Petra Kewes (Grüne) sagte, es säßen offenbar „die richtigen Leute an der richtigen Stelle".

Dr. Maria de Jesus Duran-Kremer versicherte dem Theater die volle Unterstützung der SPD und dankte allen, die sich in der Vergangenheit für ein Drei-Sparten-Haus eingesetzt haben. Dankesworte gab es auch von Tobias Schneider (FDP) und Michael Frisch (AfD).

 
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