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06.04.2021

Ein kulturelles Großprojekt

In Triers Partnerstadt Weimar steht die Sanierung des Deutschen Nationaltheaters an

Das Deutsche Nationaltheater in der Weimarer Innenstadt aus der Vogelperspektive
Das Deutsche Nationaltheater in der Weimarer Innenstadt steht kurz vor seiner umfassendsten Sanierung, deren Kosten mit 167 Millionen Euro beziffert werden. Foto: Thomas Müller

Geografisch reichen die Städtepartnerschaften von China über Großbritannien bis in die USA. In einer Serie stellt die Rathaus Zeitung in der nächsten Zeit aktuelle Themen aus den Städten vor. Im zweiten Teil steht das Nationaltheater im thüringischen Weimar im Fokus.

Das Deutsche Nationaltheater blickt auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück. Zwischen 1799 und 1805 wirkten Goethe und Schiller gemeinsam an der Weimarer Bühne. Am 31. Juli 1919 beschlossen dort die Delegierten die erste demokratische Verfassung Deutschlands. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wiederum wurde es als erstes Theater in Deutschland wiederaufgebaut, um 1948 mit der Aufführung von Goethes „Faust“ seine Neueröffnung zu feiern.

Nun stehen dem traditionsreichen Gebäude weitreichende Renovierungsarbeiten bevor. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine erläutert: „Es wird die umfassendste Sanierung, die dieses großartige Haus jemals erfahren hat. Es handelt sich um ein Großprojekt, mit dem die Stadt Weichen für ihre künftige Entwicklung stellen kann.“ Insgesamt soll die Sanierung 167 Millionen Euro kosten, zu gleichen Teilen finanziert durch das Land Thüringen und den Bund, da es sich um ein Kulturobjekt von nationaler Bedeutung handelt. Sobald die umfangreiche Planung abgeschlossen ist, sollen die Ensembles auf Ausweichspielstätten umsteigen, und dies auf längere Sicht.

Die kurzfristige Planung des Deutschen Nationaltheaters in Weimar wird ohnehin deutlich stärker durch die Corona-Pandemie beeinflusst als durch die anstehende Sanierung. Daher spielen das Deutsche Nationaltheater und die Staatskapelle Weimar derzeit keine Vorstellungen und Konzerte. Für Besserung sorgen soll die Aufführung eines Sommertheaters unter freiem Himmel am Weimarer „e-werk“. Von Juni bis August soll auf dem ehemaligen Industriegelände gespielt werden. Für hochwertige Unterhaltung trotz Pandemie sorgen dabei das Schauspielensemble mit William Shakespeares „Wie es Euch gefällt“ und die Staatskapelle Weimar mit der Mozart-Oper „Die Gärtnerin aus Liebe“.

Michael Sohn

 
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