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11.02.2019

EDV-Ausstattung der Schulen soll stärker zentralisiert werden

(pe) Dem neugewählten Stadtrat soll Ende 2019 ein Konzept zum Einsatz digitaler Medien in Trierer Schulen vorgelegt werden. Wie aus einem im Schulträgerausschuss vorgestellten Zwischenbericht mit dem Schwerpunkt Grundschulen hervorging, hinkt in einigen Fällen die Software-Ausstattung bis zu zehn Jahre dem aktuellen Stand hinterher. Manchmal gibt es aber auch Lücken bei der Hardware. Wie der zuständige Sachbearbeiter vom Amt für Schulen und Sport berichtete, ergaben Bestandsaufnahmen, dass es in einigen Klassenräumen zu wenige Steckdosen gibt und nicht überall WLAN vorhanden ist. Ein grundsätzliches Problem ist, dass es bisher meist nur „Insellösungen“ gibt, bei denen jede Grundschule ihre individuell konfigurierte EDV und somit oft eine unterschiedliche Ausstattung hat. Das führt in vielen Fällen zu einem relativ hohen Aufwand bei der Wartung und den technischen Updates. Zudem ist bei solchen Lösungen die Störanfälligkeit nach Einschätzung der Experten relativ hoch.

In Rheinland-Pfalz gibt es ein Programm, bei dem die Kommunale Datenzentrale in Mainz eine einheitliche vernetzte Lösung im Rahmen eines „Hostings“ für die Schulen anbietet. Die Installation und die Wartung der Geräte, aber auch die Administration der Daten und der Software-Support liegen in einer Hand. So sind die Kosten für die einzelnen Schulen deutlich niedriger und besser zu kalkulieren. Für die Grundschulen ist die mit diesem zentralisierten Modell verknüpfte Einbindung von externem Fachwissen auch wichtig, weil es bei ihnen im Unterschied zu Realschulen oder Gymnasien unter ihren Lehrern oft keinen ausgewiesen IT-Experten gibt, der eine Störung schnell beheben kann.

Um seinen „Medienentwicklungsplan“ (MEP) auf eine möglichst breite Basis zu stellen, hat das Amt für Schulen und Sport ein mehrstufiges Verfahren entwickelt, das teilweise schon umgesetzt wurde. Es startete mit einer Bestandsaufnahme, bei der die Netzwerke, die EDV-Hardware, die Vernetzungsstruktur und die Supportkosten unter die Lupe genommen wurden. Daraus ergaben sich konkrete Projekte, wie die Sanierung von Netzwerken in Zusammenarbeit mit der städtischen Gebäudewirtschaft, die für die Schulimmobilien zuständig ist. Einige Vorhaben sind schon umgesetzt, in anderen Fällen ist das für dieses Jahr vereinbart.

Zudem wird die Einbindung in den landesweiten Verbund der Kommunalen Datenzentrale weiter vorbereitet und ein konkretes Angebot zur Wartung der Anlagen erstellt. Am Schluss des Prozesses stehen jeweils Gruppen- und Einzelgespräche an den einzelnen Schulen. In der Debatte mahnten mehrere Ausschussmitglieder an, der Datensicherheit ausreichend Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei ist der Missbrauch von WLAN in den Schulen nur eine Herausforderung.

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