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22.02.2016 | Bürgerbeteiligung

134 Vorschläge für den Aktionsplan Inklusion

(pe) Mit der Bürgerbeteiligung über das Portal www.trier-mitgestalten.de gehen die Vorbereitungen zum Aktionsplan Inklusion in die heiße Phase. Noch bis 6. März können die insgesamt 134 Vorschläge der Arbeitsgruppen bewertet werden. Bei der Präsentation der Zwischenbilanz im Stadtvorstand betonte OB Wolfram Leibe, Trier mache mit diesem Projekt „einen Riesensprung nach vorn im Vergleich mit anderen Kommunen.“

Die Vorschläge der Arbeitsgruppen hat Koordinatorin Uta Hemmerich-Bukowski in Schwerpunkte unterteilt. In einem geht es um die Grundlagen, darunter barrierefreie Zugänge, in einem zweiten um die Erhebung bestehender Inklusionsangebote plus Verbesserungen und in einem dritten um Information und Beratung. Dabei wird unter anderem angeregt, ein Haus der Inklusion als zentrale Anlaufstelle zu schaffen und Behinderten einen Lotsen zur Bewältigung des Alltags an die Seite zu stellen. Weitere Schwerpunkte sind Schulungen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in diversen Einrichtungen und Firmen, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung der zahlreichen Akteure vor Ort.

In vielen Fällen ist mit der Verabschiedung des Aktionsplans nur ein erster Schritt getan. Ist zum Beispiel ein Umbau an einem städtischen Gebäude nötig, muss Geld aus dem Etat bereitgestellt werden. Bürgermeisterin Angelika Birk mahnte an, diesen Aspekt bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2017/18 zu berücksichtigen.

In einigen Bereichen hat die Stadt nur begrenzten Einfluss. So ist die ADD für den Schulunterricht und die Einbeziehung von Schülern mit Handicap verantwortlich. Die Einbindung externer Partner ist daher ein zentrales Element des Konzepts. Der Trierer Behindertenbeauftragte Gerd Dahm begrüßt es vor diesem Hintergrund, dass die Stadtwerke um eine engere Zusammenarbeit gebeten haben. Dabei geht es zum Beispiel um die Schulung von Busfahrern im Umgang mit dem „Anderssein“.

Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung befassen sich die Arbeitsgruppen mit den Ergebnissen. Vor der Sommerpause soll das Konzept vom Stadtrat verabschiedet werden. Damit der Aktionsplan ein nachhaltiger Erfolg wird, müssen nach Aussage von Leibe in etwa zwei Jahren die ersten Ziele umgesetzt sein. „Außerdem müssen wir die Chance der Special Olympics nutzen, die 2017 in Trier stattfinden sollen“, betonte er. Für die Großveranstaltung müssen zum Beispiel zusätzliche barrierefreie Toiletten bereitgestellt werden. Von diesen Investitionen profitiere die gesamte Stadt. Leibe dankte den rund 300 Personen, die in sieben Arbeitsgruppen die Vorschläge für den Aktionsplan erstellt haben.

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