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06.11.2018

Links und rechts der Autobahn

Vom Rande des Gewerbegebietes Trierweiler-Sirzenich bietet sich ein Blick auf einen Teil der Fläche entlang der Autobahn 64, deren Eignung für ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet untersucht werden soll.
Vom Rande des Gewerbegebietes Trierweiler-Sirzenich bietet sich ein Blick auf einen Teil der Fläche entlang der Autobahn 64, deren Eignung für ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet jetzt im Rahmen einer Projektstudie untersucht werden soll. Projektpartner sind die Stadt Trier mit OB Wolfram Leibe, die Gemeinde Trierweiler mit Bürgermeister Matthias Daleiden und die Verbandsgemeinde Trier-Land mit Bürgermeister Wolfgang Reiland (v. l.).
Gewerbe- und Industrieflächen sind rar in Stadt und Umland. Um hier Abhilfe zu schaffen, wollen die Gemeinde Trierweiler und die Stadt Trier zusammen mit der Verbandsgemeinde Trier-Land prüfen, ob man an der gemeinsamen Gemeindegrenze ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet entwickeln kann.

Entsprechende Pläne haben Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Verbandsgemeinde-Bürgermeister Wolfgang Reiland und Ortsbürgermeister Matthias Daleiden vergangene Woche in Sirzenich der Öffentlichkeit vorgestellt. „Der Stadtrat hat mich beauftragt, zu prüfen, ob so etwas möglich ist", begründete OB Leibe sein Engagement mit Blick auf einen Prüfauftrag. Trier brauche dringend neue Gewerbeflächen. „Ich habe derzeit gerade noch ein Grundstück zu vergeben, bekomme aber häufig Anfragen", sagte Leibe, der darauf hinweis, dass es rund 25 Jahre her sei, seit das letzte Gewerbegebiet in Trier entwickelt worden sei.

Unternehmen Perspektiven bieten

Wolle man neue Unternehmen in Trier ansiedeln und bestehenden Firmen Perspektiven bieten, brauche man daher neue Gewerbeflächen. Daran hingen nicht nur dringend benötigte Gewerbesteuern, sondern auch Arbeitsplätze. Kurzfristig wolle man das rund zehn Hektar große Gelände der General-von-Seidel-Kaserne in Euren als Gewerbestandort entwickeln. Mittel- und langfristig wolle man prüfen, ob ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet realisierbar sei.

Die hohe Nachfrage von Firmen nach geeigneten Flächen bestätigte auch Trierweilers Ortsbürgermeister Matthias Daleiden. „Unsere vorhandenen Gewerbepotenziale sind erschöpft, es gibt aber eine große Nachfrage, auch von einheimischen Unternehmen", sagte er mit Blick auf das 119 Hektar große Gewerbegebiet in Trierweiler-Sirzenich. Eine Erweiterung sei hier nur eine Frage der Zeit, wolle man verhindern, das Unternehmen abwanderten. Es gehe hier nicht nur um Gewerbesteuern, die in den Kommunen dringend benötigt würden, sondern auch um Arbeitsplätze für die hier lebenden Menschen. Eine Zusammenarbeit zwischen Trier und Trierweiler biete sich bei der Entwicklung an, nicht nur, weil man sich in der Vergangenheit als verlässliche Partner kennengelernt habe. „Man muss dazu wissen, dass die Stadt Trier und Trierweiler eine lange, gemeinsame Gemeindegrenze haben und sich insbesondere Flächen entlang der A64 anbieten würden", so Daleiden. Auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe wies auf die Pluspunkte des geplanten Untersuchungsraums hin: „Der Vorteil des Gebiets links und rechts neben der Autobahn: Dort haben wir beide Flächen." Über die Autobahn könne ein mögliches Gewerbegebiet so erschlossen werden, dass sich der Verkehr aus den anliegenden Ortschaften herausgehalten werden könne.

Durch diese Lage an einer „innereuropäischen Verkehrsachse" sei das potenzielle Gewerbegebiet sehr attraktiv: „Das ist eine 1a-Plus-Lage", sagte Leibe. Alle Partner betonten, dass es zunächst um eine grundsätzliche Eignungsprüfung gehe. „Ob, wo genau und wann ein solches Gebiet dann wirklich realisiert wird, kann heute noch keiner sagen", unterstrich VG- Bürgermeister Wolfgang Reiland. Auch die Größe müsse im Rahmen einer Projektstudie untersucht werden. „Diese Projektstudie wollen wir jetzt in Auftrag geben, es dauert ein bis anderthalb Jahre, bis sie fertig ist", sagte Dr. Johannes Weinand vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik im Trierer Rathaus. Im weiteren Verfahren sollen zunächst die Beschlüsse der Gremien abgewartet werden, bevor Aufträge vergeben würden. Bei den anfallenden Kosten von 120.000 Euro rechnen die Partner mit einer fünfzigprozentigen Förderung, den Rest teile man durch drei.

 

 
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