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19.02.2018 | Meldefrist bis 15. Mai

Schöffen gesucht

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Im ersten Halbjahr werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für den Zeitraum 2019 bis 2023 gewählt. In Trier werden Frauen und Männer gesucht, die am Amts- und Landgericht Trier als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Die Meldefrist endet am Dienstag, 15. Mai. Die Bewerber müssen in Trier wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die Sprache ausreichend beherrschen. Sie benötigen keine juristischen Kenntnisse. Von der Wahl zum Schöffen ausgeschlossen sind unter anderem alle, die zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurden oder gegen die Ermittlungen wegen einer schweren Straftat laufen.

Schöffen sollten für ihren Einsatz in Gerichtsverhandlungen das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden außerdem Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen immer wieder Beweise würdigen. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen. Das Schöffenamt verlangt nach Einschätzung des städtischen Rechtsamts in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit, aber auch eine gesundheitliche Eignung für manchmal lange Sitzungen. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden. Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann also niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – egal ob Verurteilung oder Freispruch – haben sie daher mit zu verantworten. In der Beratung mit den Richtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag vertreten, ohne besserwisserisch zu sein. Sie müssen sich verständlich ausdrücken und auf den Angeklagten und andere Prozessbeteiligte eingehen können.

Der Stadtrat und der Jugendhilfeausschuss schlagen doppelt so viele Kandidaten vor, wie benötigt werden. Aus dieser Liste wählt ein spezieller Ausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte die Haupt- und Hilfsschöffen.

Unter „Downloads“ finden Sie weitere Informationen zum Schöffenamt, unter anderem eine Checklist für Interessierte, Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQ) und Gesetzestexte zum Schöffenamt. Außerdem können Sie dort das Bewerbungsformular herunterladen.

  • Interessenten für das Schöffenamt im Erwachsenenstrafrecht können sich unter der Behördennummer 115 melden.
  • Interessenten für das Jugendschöffenamt wenden sich an Rita Regnery im Jugendamt, Telefon: 0651/718-3508.