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27.05.2019 | Verkehrsprojekt

Ein Blick auf die neue Aulstraße

Die Visualisierung zeigt den geplanten Kreisel am Knotenpunkt Aulstraße / Auf der Weismark und den weiteren Verlauf der neuen Trasse am Mattheiser Weiher (Arnulfstraße).
Die Visualisierung zeigt den geplanten Kreisel am Knotenpunkt Aulstraße / Auf der Weismark und den weiteren Verlauf der neuen Trasse am Mattheiser Weiher (Arnulfstraße). Grafik: V.Kon media

Die Erneuerung der Aulstraße mit neuer Eisenbahnüberführung und einem Kreisel am Knotenpunkt Mattheiser Weiher zählt zu den Schlüsselprojekten des künftigen Trierer Straßennetzes. Vor allem zwei Ziele werden damit verfolgt: Zum einen soll die schmale provisorische Eisenbahnüberführung, die mittlerweile auch schon wieder zehn Jahre alt ist, durch eine breitere, dauerhafte Brücke ersetzt werden. Zum anderen sollen die Aul- und die Arnulfstraße fit gemacht werden, um das erhöhte Verkehrsaufkommen durch die geplanten Baugebiete Brubacher Hof und Castelnau Mattheis bewältigen zu können. Dafür ist unter anderem ein Kreisverkehr am Knotenpunkt mit der Straße Auf der Weismark geplant. Derzeitige Prognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2030 pro Tag 14.900 Autos auf der Aulstraße fahren werden. Bei einer Verkehrszählung 2016 waren es 10.300.

Obwohl sich das Vorhaben noch in einem sehr frühen Stadium befindet, kamen rund 70 Interessenten zu einer Bürgerinformation im Pfarrsaal St. Matthias. Es gab viele Ideen und Anregungen, was sicher auch an der anschaulichen Präsentation lag: Die Stadt hatte die Firma V.KON media beauftragt, auf Grundlage des aktuellen Planungsstands ein dreidimensionales digitales Modell zu erstellen. So konnte der Verlauf der neuen Trasse aus allen möglichen Perspektiven gezeigt werden, in Nahaufnahme ebenso wie aus der Vogelperspektive.

Zu dem 3-D-Modell hat die Firma V.KON ein Überflug-Video erstellt:

Auf der neuen Trasse soll der Autoverkehr schnell abfließen, doch auch an die anderen Verkehrsteilnehmer ist gedacht: „50 Prozent der überplanten Fläche ist für Fußgänger und Radfahrer reserviert", sagte Baudezernent Andreas Ludwig. So soll der Gehweg entlang der Friedhofsmauer von St. Matthias deutlich verbreitert werden. Die Bushaltestellen werden barrierefrei gestaltet, als Querungshilfen sind mehrere Verkehrsinseln geplant und auf beiden Seiten der Fahrbahn sind Radfahrstreifen vorgesehen.

Die Radverkehrsführung war auch eine viel diskutierte Frage bei der Bürgerinformation. Zum Beispiel kam die Frage auf, ob es für Radfahrer sicher ist, mit dem Autoverkehr durch den Kreisel zu fahren oder ob sie besser „außenrum" geleitet werden sollen. Angesprochen wurden auch die Themen Lärmschutz, fehlende Zebrastreifen und die Tatsache, dass die neue Trasse der Aulstraße und insbesondere der Kreisel über Privatgrundstücke verläuft. Ludwig und seine Mitarbeiter sagten zu, diese Themen zu berücksichtigen, die Anregungen zu überprüfen und die Planung des Großprojekts gegebenenfalls anzupassen.

Für die Erneuerung der Aul- und eines Teils der Arnulfstraße soll der Bebauungsplan BH 35-1 aufgestellt werden. Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung können bis zum 28. Juni Stellungnahmen zum Planentwurf abgegeben werden.

Zeitplan

  • Aktuell: Frühzeitige Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan BH 35-1.
  • Frühjahr 2020: Öffentliche Auslegung des Bebauungsplans und Baubeschluss.
  • Anschließend: Zuschussantrag, Ausführungsplanung, Ausschreibung.
  • Ab Frühjahr 2023: Vorarbeiten der Stadtwerke und archäologische Grabungen.
  • 2025: Beginn der Tiefbauarbeiten.
  • 2028: Abschluss des Projekts.
 
Bildergalerie
  • Aulstraße: Blick auf die neue Eisenbahnüberführung.
  • Aulstraße: Blick auf künftigen Trassenverlauf im mittleren Abschnitt.
  • Entwurfsplanung Aulstraße: Blick aus Richtung Matthiasstraße.