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Der Päpstliche Rat "Cor Unum"

Der Päpstliche Rat „Cor Unum“ („das eine Herz“) ist Ausdruck der Sorge der katholischen Kirche für die Not leidenden Menschen. Zu seinen Aufgaben gehört, die weltweiten Initiativen des Papstes im Bereich humanitärer Hilfe und Entwicklung in die Tat umzusetzen. Aus diesem Grund wird der Rat oft auch als „päpstliches Entwicklungsministerium“ bezeichnet.

„Cor Unum“ soll darüber hinaus Impulse zur Verkündigung der Nächstenliebe geben und die Gläubigen ermutigen, Zeugen der Liebe Christi zu sein. Der Rat soll durch Informationsaustausch und verstärkte Zusammenarbeit die Kräfte der katholischen Einrichtungen, die sich um Not leidende Völker kümmern, koordinieren.

„Cor Unum“ wurde 1971 von Papst Paul VI. zur Förderung „menschlicheren Lebens und der christlichen Würde“ eingerichtet. In seinem Erbarmen für die Hungernden wolle das Herz Christi auch den geistigen Hunger sättigen, schrieb Paul VI. 1982. Zunächst hatte die päpstliche Institution vor allem die Aufgabe, die weltweiten caritativen Aktivitäten der katholischen Kirche zu koordinieren. Bei der Kurienreform 1988 durch Papst Johannes Paul II. erhielt „Cor Unum“ seine heutige Form. In der Apostolischen Konstitution „Pastor bonus“ definierte das Oberhaupt der katholischen Kirche den Rat als „Sorge der katholischen Kirche für die Notleidenden, auf dass die Brüderlichkeit unter den Menschen wachse und Christi Liebe sich zeige“.

Zur Umsetzung der Initiativen des Heiligen Vaters in Katastrophenfällen und der ganzheitlichen humanitären Förderung in Entwicklungsländern wurden allein von 1995 bis 2003 rund 16 Millionen US-Dollar eingebracht. 

In „Pastor bonus“ ist vorgesehen, dass das Amt in Personalunion vom Kardinalspräsidenten des Päpstlichen Rates „Iustitia et Pax“ geleitet wird. Von dieser Praxis wich Papst Johannes Paul II. 1995 allerdings ab, als er den deutschen Erzbischof Paul Josef Cordes zum Präsidenten von „Cor Unum“ ernannte. Der Rat zählt etwa 30 Mitglieder, rund 20 Konsultoren und 18 Mitarbeiter. Die Mitglieder und Konsultoren sind oft Mitglieder der weltweit operierenden katholischen Hilfsorganisatoren.

„Cor Unum“ sind die Stiftungen „Populorum progressio“ und die 1984 von Papst Johannes Paul II. gegründete Sahelzone-Stiftung zur Bekämpfung der Dürre und Versteppung zugeordnet. Die Einrichtung der römischen Kurie ist zudem für die Herausgabe der Päpstlichen Fastenbotschaft mit verantwortlich. Nach Jean Marie Villot (1971 – 1978), Bernardin Gantin (1978 – 1984) und Roger Marie Elie Etchegaray (1984 – 1995) ist Erzbischof Paul Josef Cordes der vierte Präsident des „Cor Unum“-Rates.  



Quelle: nach Radio Vatikan und Päpstlicher Rat „Cor Unum“, Rom
(www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/corunum/index_ge.htm)

 
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