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Ausgabe vom 13. November 2018

Hier können Sie die Rathaus Zeitung vom 13. November 2018 im Original-Layout durchblättern.
Ausgabe herunterladen: RaZ Nr 46/2018

Schlüsselprojekte für die nächste Dekade

Der Stadtrat hat sich bei der Umsetzung des Mobilitätskonzepts auf ein umfangreiches Maßnahmenbündel festgelegt, das innerhalb der nächsten zehn Jahre umgesetzt werden soll. Dabei sollen auch wichtige Zeichen für den Fuß- und Fahrradverkehr gesetzt werden. Das Straßenbaukonzept konzentriert sich auf drei Stadtquartiere.

Ermutigende Zeichen

Die Teilnehmer des Mahngangs starten an der Porta Nigra. Weitere Stationen sind der Hauptmarkt, das Textilgeschäft Sinn am Viehmarkt, das einmal der jüdischen Familie Haas gehörte, und die Stele in der Zuckerbergstraße. Dort stand früher die jüdische Synagoge.
Die Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der Pogromnacht, in der Trierer Juden Schreckliches erlitten, erreichten am 9. November ihren Höhepunkt. Das Programm begann mit einem Mahngang durch die Innenstadt. Trotz Nieselregen gingen rund 350 Personen den Weg von der Porta Nigra bis zur Stele am Ort der früheren Synagoge in der Zuckerbergstraße.

Drei Kitas bis 20 Uhr offen

Dank der erweiterten Öffnungszeiten können bei Bedarf auch schon Kleinkinder bis zwei Jahre maximal neun Stunden am Tag in einer Kita betreut werden. In der aktuellen Stadtratsdebatte war umstritten, ob das zu einer Überforderung der Kinder führen könnte. Foto: Pixabay
Ab 2019 gibt es in drei Trierer Kindertagesstätten insgesamt 38 Plätze mit einer flexiblen Öffnungszeit von 6 bis 20 Uhr. Dabei soll die tägliche Betreuungszeit im Einzelfall neun Stunden nicht überschreiten. Dieser Stadtratsbeschluss kam nach einer intensiven Vorbereitung zustande.

Erste Anhebung seit 2011

Wenn die Jugendlichen mittags im Bus den Heimweg antreten, herrscht immer Hochbetrieb an der Bushaltestelle vor dem HGT.
Der derzeit für rund 290 Kinder und Jugendliche zu zahlende Eigenanteil beim Schülertransport steigt erstmals seit sieben Jahren und verschafft der Stadt Zusatzeinnahmen von rund 29.000 Euro im Jahr. Zugleich wurde der Kreis der Jugendlichen, denen der Eigenanteil erlassen wird, vergrößert.

Genug Geld für Bello?

Das Tierheim kümmert sich um Hunde wie Milow und versucht, diese an neue Besitzer zu vermitteln. Foto: Tierheim
Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat beschlossen, die Finanzsituation des vom Tierschutzverein getragenen Trierer Tierheims prüfen zu lassen und so festzustellen, ob die vorhandenen Mittel ausreichen, um die Betriebskosten mittelfristig zu decken.

Steuerungsausschuss entscheidet

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen des Seniorenbüros gehören Lesungen mit Autorin Frauke Birtsch, wie im Advent 2017. Dabei gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Trägerverein des Haus Franziskus
Der jährliche städtische Betriebskostenzuschuss an das Seniorenbüro wird nicht kurzfristig um 5000 Euro erhöht. Stattdessen geht dieser Vorschlag in die zweitägigen Haushaltsberatungen des Steuerungsausschusses ein. Das ist das Ergebnis einer Debatte im Stadtrat über einen Antrag der AfD.

Aus dem Stadtrat

Der Stadtrat tagt im Großen Rathaussaal am Augustinerhof.
Bei der November-Sitzung des Stadtrats drehte ein Fernsehteam des ZDF einen Film über das Projekt „Papierloser Stadtrat", für das die Stadt Trier kürzlich mit dem „Spar-Euro"-Preis ausgezeichnet wurde. Inhaltlich befasste sich das Kommunalparlament unter anderem mit der Entwicklungsmaßnahme Brubacher Hof und mit dem Thema Sicherheit im Radverkehr.

Meinung der Fraktionen

CDU: Ja zur JVA Trier
SPD: Verantwortung für Menschlichkeit
Bündnis 90/Die Grünen: Vorfahrt für Fuß- und Radverkehr
UBT: Herausforderungen meistern
Die Linke: Ungerechte Satzung zur Schülerbeförderung
FDP: Finanzierung des Tierheims
AfD: Folgenschwere Fehlentscheidung

In Zukunft wird weiter gemarxt

Bei der ersten Ausgabe des Formats „Trierer Gespräch“ diskutieren (v. l.) Autor Johannes Kram, Marketingexpertin Bernadette Spinnen, Moderator Thomas Roth, Politiker Bernhard Kaster und Oberbürgermeister Wolfram Leibe im Kasino am Kornmarkt über die Zukunft der „Marke Marx“. Foto: TTM/Lisa Forens
Ein Karl-Marx-Jahr zum 200. Geburtstag – und das war‘s dann? Dazu soll es nicht kommen, der große Trierer soll auch nach 2018 weiter in der Stadt präsent bleiben. Darin waren sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion einig. Wie viel Marx-Rummel gut für die Stadt ist, war aber durchaus umstritten.

Jecken mit internationaler Spitze

OB Wolfram Leibe (M.) freut sich, dass erstmals gebürtige Luxemburger das Trierer Prinzenpaar stellen. Marie-Claire und Pierrot leben in Langsur und treten für die KG Trier-Süd an.
Kurz vor dem Start der fünften Jahreszeit am 11.11. hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe das neue Stadtprinzenpaar empfangen. Marie-Claire und Pierrot kommen aus Langsur und treten für die Karnevalsgesellschaft Trier-Süd an, stammen aber eigentlich aus Luxemburg.

Azubis händeringend gesucht

Neben der Arbeitsagentur und den Kammern bemüht sich auch das Jobcenter immer wieder um Jugendliche, bei denen es Brüche in der Schul- oder Ausbildungslaufbahn gibt. An einem Projekt beteiligte sich die Firma Junkes mit ihrem Gesellen Philipp Hastert (links). Foto: Jobcenter
Der Trierer Arbeitsagenturchef Heribert Wilhelmi fasst die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in einem Satz zusammen: „Die regionale Wirtschaft sucht händeringend nach geeignetem Nachwuchspersonal." Das sei verständlich, „denn junge Menschen im eigenen Unternehmen auszubilden, ist einer der wichtigsten Bausteine zur Sicherung des wachsenden Fachkräftebedarfs." Für die Betriebe wird es aber immer schwieriger, passende Azubis zu finden.

Bundesweit beachteter Vorreiter

Bei ihrer Grundbildungsarbeit werden Susanne Barth (2.v. l.) und ihre Kolleginnen von Mitgliedern der seit zwei Jahren bestehenden Selbsthilfegruppe „Wortsalat“ unterstützt.
Mit einem Materialordner als praktische Handreichung stellte sich das neue Projekt "Knotenpunkte" des Bildungs- und Medienzentrums vor. Es wird vom Bundesbildungsministerium gefördert und richtet sich an alle, die die Grundbildung vor Ort verbessern wollen.

Mit Kunst Danke sagen

Dr. Andreas Ammer (M.) dankt Günther Passek (l.) und Dr. Stefan Ahrling für ihre Förderung mit der Stifterplatte 2018. Foto: Kulturstiftung
Dr. Andreas Ammer, Vorstandsvorsitzender der Trierer Kulturstiftung, überreichte bronzene Stifterplatten an vier Kulturförderer, die die Arbeit der Bürgerstiftung 2018 mit mindestens 2500 Euro unterstützt haben. Das künstlerische Motiv der Platten wurde passend zum Marx-Jahr gestaltet.