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15.04.2014

Mehr Platz für Krippenkinder

Städtische Förderung für Neubauten in Feyen und der Monaiser Flur sowie Erweiterungen in Zewen und Euren

 Kinder der 'Gänse'-Gruppe aus Euren. Foto: PA
Die Kinder der „Gänse“-Gruppe aus Euren basteln mit Erzieherin Marion Opitz den ersten Osterschmuck. In der Kita herrscht Platznot. So gibt es derzeit keinen eigenen Personalraum. Foto: PA

Durch vier Beschlüsse hat der Stadtrat weitere Weichen zum Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder gestellt sowie Voraussetzungen für bauliche Verbesserungen in bestehenden Einrichtungen geschaffen. Im Baugebiet Castelnau entsteht eine Kita mit 90 Plätzen, davon 26 für Kinder unter drei Jahre und zehn für Kinder mit Behinderung. Das Gebäude errichtet ein Investor und vermietet es an den Caritasverband. Die Einrichtung soll am 1. September eröffnet werden, das Richtfest fand am Freitag statt. Der Stadtrat beschloss, dass sich das Rathaus in diesem Jahr mit 148.890 Euro an den Betriebskosten beteiligt. Ab 2015 sind jährlich 446.670 Euro veranschlagt. Die derzeitigen Einrichtungen in Feyen/Weismark (St. Valerius mit zwei Standorten sowie die städtische Kita) reichen nicht mehr aus, um die Nachfrage abzudecken. Rund ein Viertel der Kinder zwischen sechs und drei Jahre wird in anderen Stadtteilen betreut. Da zusätzlich weitere Familien nach Castelnau ziehen, fiel die Entscheidung für den Neubau. Vorgesehen sind eine Krippe mit zehn Plätzen, zwei geöffnete Kindergartengruppen mit 25 Plätzen, davon sechs für Zweijährige, zwei integrative Gruppen mit 30 Plätzen, davon zehn für Kinder mit Behinderung. 44 Plätze stehen den ganzen Tag über zur Verfügung. Mit Eröffnung der Kita wird die heilpädagogische Gruppe im Haus Tobias in Trier-West aufgegeben.

Neuer Betriebskindergarten

In Zewen sollen zwei Kindergartengruppen in Trägerschaft der katholischen Gemeinde in der Grundschule entstehen. Der Stadtrat bewilligte 55.000 Euro, um das Projekt im Detail planen zu können. Dieses umfasst auch den Umbau und die Modernisierung des angestammten Kita-Gebäudes, das mittlerweile viel zu klein ist. Derzeit gibt es dort 125 Plätze sowie zehn weitere in der Krabbelstube „Mäusenest“. Laut Kindertagesstättenbedarfsplan werden in Zewen 145 Plätze benötigt. Am zusätzlichen Standort im Grundschulgebäude entstehen zwei Gruppen mit 50 Plätzen.

Im Nachbarstadtteil Euren sollen wegen der großen Nachfrage in einem ersten Ausbauschritt zehn weitere Plätze in der Kita St. Helena hinzukommen. Damit die städtische Gebäudewirtschaft den Umbau planen kann, stellte der Stadtrat 115.000 Euro zur Verfügung. Zudem sind Modernisierungen nötig, um den Brandschutz zu verbessern, den Lärmpegel in den Gruppenräumen zu senken sowie Auflagen der Lebensmittelüberwachung in der Küche zu erfüllen.

Außerdem soll eine Betriebskita mit drei Gruppen in Trägerschaft des Vereins „Krabbelstube Mäusenest“ im Gewerbegebiet Euren-Zewen-Monaise entstehen. Nach einem weiteren Stadtratsbeschluss wird sie in den städtischen Kindertagesstättenbedarfsplan aufgenommen und gefördert. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage hat sich das Lokale Bündnis für Familien die Schaffung eines betrieblichen Kindertagesbetreuungsangebots zum Ziel gesetzt. Mehrere Unternehmen haben Interesse bekundet. Das Projekt wird mit Unterstützung eines Investors im Gewerbegebiet Euren-Zewen-Monaise umgesetzt. Dort arbeiten rund 6400 Menschen. Für das eingeschossige Kita-Gebäude an der Diedenhofener Straße muss noch ein rund 90.000 Euro teurer Gehweg gebaut werden.

In der neuen Einrichtung sollen zwei Gruppen für den Betriebskindergarten zur Verfügung stehen und eine für Kinder aus Zewen. Die ab 2015 anfallenden Betriebskosten werden auf gut 600.000 Euro geschätzt. Die Stadt trägt davon rund 271.000 Euro. Die Betreiber, deren Mitarbeiter ihre Kinder dort betreuen lassen, beteiligen sich mit rund 60.000 und das Land mit 212.000 Euro. Die Elternbeiträge summieren sich auf etwa 54.000 Euro.

 
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