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08.03.2018 | Stadtentwicklung

Flächennutzungsplan: Stadtvorstand wirbt für das bedeutende Planungswerk

(mic) Der Stadtvorstand hebt in der aktuellen Diskussion um den Flächennutzungsplan in einer gemeinsamen Stellungnahme noch einmal die Bedeutung des umfangreichen Planwerkes für die Stadt Trier hervor und wirbt für eine breite Unterstützung in Stadtrat und Bürgerschaft.

  • Das ist das Ziel des Flächennutzungsplanes: Stadtrat und Verwaltung wollen die Stadt Trier zukunftsfähig aufstellen. Trier soll eine lebenswerte Stadt bleiben.Das heißt: Wir wollen sicherstellen, dass alle Menschen, die in Trier wohnen wollen, bezahlbaren Wohnraum nach ihren Vorstellungen finden. Wir wollen Handel und Gewerbe ansiedeln und halten, um Arbeitsplätze zu sichern und die wirtschaftliche Situation der Stadt zu verbessern. Und wir wollen dazu die notwendige, nachhaltige Infrastruktur schaffen - und das im Einklang mit Natur und Umwelt. Trier soll zugleich auch eine Stadt bleiben, in der die Menschen ihre Freizeit verbringen, sich erholen können in Natur und Kulturlandschaften und in einem Umfeld, das Touristen aus aller Welt als lohnenswertes Ziel ansteuern.

  • So ist der Flächennutzungsplan entstanden: Der Flächennutzungsplan gilt für das gesamte Stadtgebiet, für jeden einzelnen der 117 Quadratkilometer. Er legt fest, wie das gesamte Gebiet der Stadt in Zukunft genutzt werden soll, welchen Raum die Stadt ihren unterschiedlichen Bedürfnissen einräumt, also dem Wohnen, Handel und Gewerbe, der Sozialen Infrastruktur, dem Verkehr, der Landwirtschaft und dem Wald, der Freizeit und der Erholung, dem Sport und der Entwicklung von Natur und Landschaft. Seit 14 Jahren wird daran gearbeitet, der FNP ist also kein Schnellschuss. Er ist nicht das Werk eines einzelnen Baudezernenten, nicht einmal nur das eines einzelnen Amtes, sondern daran haben seit 2004 zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ämtern gearbeitet. Entstanden sind 1500 Seiten voller Fakten, Gutachten und Expertenwissen, intern aus der Stadtverwaltung aber auch von vielen beteiligten Behörden, Gutachtern und Verbänden – und von den Bürgern. Dieser Flächennutzungsplan ist ein großes Gemeinschaftswerk von der Stadt für die Stadt.

  • So wurden die Bürgerinnen und Bürger eingebunden: Wenn etwas Neues entsteht und Veränderungen anstehen, gibt es oft Sorgen und Ängste. Das war beim Flächennutzungsplan nicht anders. Und das ist auch in anderen Städten nicht anders, wenn es um Zukunftsfragen geht. Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich mehrfach zur Erstellung des Flächennutzungsplans äußern – und sie haben es auch getan. 210 engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und Unternehmen haben bei der Auslegung des Planes bisher Kritik und Anregungen abgegeben, viele andere haben sich in den Diskussionsveranstaltungen zu Wort gemeldet. Mit jeder einzelnen Kritik haben sich die Experten und Expertinnen auseinandergesetzt. Sie haben die Bürgerschaft ernst genommen. Und sie haben gemeinsam mit dem Stadtrat daraus auch Konsequenzen gezogen. Bestes Beispiel: Das umstrittene Baugebiet Brubacher Hof. Weil es viele Bedenken gab, ist es gegenüber dem ersten Entwurf um ein Drittel verkleinert worden. Darüber hinaus hat der Stadtrat aufgrund der kritischen Anmerkungen in seiner Abwägung der Verwaltung eine Maßgabe auferlegt: mit den Baumaßnahmen darf erst begonnen werden, wenn die verkehrliche Infrastruktur nicht nur geplant ist, sondern sich zumindest in der Ausführung befindet.

  • So geht es mit den Planungen weiter: Die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger werden jetzt nicht zu den Akten gelegt, sondern sie werden auch in allen weiteren Verfahrensschritten bedacht werden. Ein FNP ist keine konkrete Bauleitplanung, also kein Bebauungsplan, der alle Details regelt, sondern er gibt einen Orientierungsrahmen für die gesamte Stadt. Wenn künftig auf Grundlage des Flächennutzungsplans in der Stadt Projekte geplant werden, werden die Sorgen und die Kritik der Bürgerinnen und Bürger einfließen können. Es wird einen ernsthaften und kontinuierlichen Dialog mit den Triererinnen und Trierern geben.

Mit der Aufstellung des Flächennutzungsplans wollen wir das Ziel erreichen, Trier fit für die Zukunft zu machen. Deshalb werben wir, trotz aller Kritik an einzelnen Punkten, für eine breite Mehrheit und hoffen, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass dieser Flächennutzungsplan sinnvoll und wichtig ist.

 
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