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15.10.2018 | Wettbewerb Schönste Vorgärten

Grüne Oasen statt Steinwüsten

Der Vorgarten von Kurt und Mechthild Nabakowski wurde beim Gartenwettbewerb mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Der Vorgarten von Kurt und Mechthild Nabakowski in Ehrang/Quint wurde beim Gartenwettbewerb mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Es ist mittlerweile ein bekanntes Bild: Statt Grün erobern Steine viele deutsche Vorgärten. Meist enthalten sie wenig oder gar keine Pflanzen und bieten heimischen Tieren somit kaum Nahrung. Laut Naturschutzbund haben gerade Vorgärten und kleine Grünflächen jedoch eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. Das städtische Grünflächenamt und der Gärtnerverein Flora haben daher ein Zeichen für naturnahe Gärten gesetzt und die schönsten Vorgärten Triers ausgezeichnet.

Vor der Preisvergabe präsentierte Annette Fehrholz in ihrem Vortrag einige besonders „steinreiche" Vorgärten und rief zum naturnahen Gärtnern auf. Entgegen der weitverbreiteten Meinung seien solche Gärten auch pflegeleichter – denn irgendwann wachse auch aus dem Schotter das Unkraut empor.

Es gibt sie auch noch, die grünen Oasen, in denen sich Mensch und Tier wohlfühlen. Eine davon ist der Vorgarten von Kurt Nabakowski in Ehrang. Dieser wurde beim erstmals ausgelobten Wettbewerb „Schönster Vorgarten Triers" des Grünflächenamts in Kooperation mit dem Gärtnerverein Flora vergangene Woche mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Und wer ihn gesehen hat, versteht warum: Unterschiedlichste Pflanzen erzeugen ein farbenfrohes Bild. Aktuell blühen Dahlien, Sonnenhut, Salbei und vieles mehr. Ein Weg aus Natursteinpflaster und eine Natursteinmauer runden das Gesamtbild ab. 46 Jahre lang hegte und pflegte Kurt Nabakowski seinen Vorgarten. Seit einigen Monaten geht dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, der Garten blüht dank seiner Frau Mechthild aber noch immer. Christine-Petra Schacht, Leiterin des Grünflächenamts und Jurymitglied, sprach von einem „Lebenswerk", das in diesem Garten stecke.

Auch der zweitplatzierte Garten begeisterte die fünfköpfige Jury, die unter anderem Pflanzenauswahl, ökologische Wertigkeit und den Gesamteindruck bewertete. Der Vorgarten von Karin Anglewitz und ihrer Mutter Katharina in Trier-Ost besticht durch seine Stauden und Sträucher in Kombination mit verschiedenen Deko-Elementen. Zudem bietet er Eidechsen in der Trockenmauer einen Lebensraum, weshalb die Jury für diesen Garten auch einen Sonderpreis für ökologische Wertigkeit vergab.

Ulrike Konz aus Trier-Süd überzeugte die Jury mit ihrem kleinen Staudengarten, der einen naturnahen Eindruck mache und optimal gestaltet sei, wie Matthias Melchisedech vom Gärtnerverein Flora in seiner Laudatio betonte. Mit einem Sonderpreis für den schönsten Balkon zeichnete die Jury Jürgen von Ahn aus, dessen grüne Oase in Trier-Süd vor allem durch die vielen unterschiedlichen Pflanzen und stilvolle Deko-Elemente überzeugte.

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